The Inner World: Der letzte Windmönch – Neue Action in Asposien

Vier Jahre nach der Veröffentlichung von The Inner World geht die Geschichte um die kleine Flötennase Robert und seine Freundin Laura in Asposien weiter. The Inner World: Der letzte Windmönch erzählt die Geschehnisse drei Jahre nach dem Sieg über Conroy. Wir empfehlen zuerst unser Review über The Inner World zu lesen, bevor du hier weiterliest, da die Geschichte eben auf die des Vorgängers aufbaut.

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So beginnt The Inner World: Der letzte Windmönch mit einer Zusammenfassung der Geschehnisse des Vorgängers. Kurz zusammengefasst lebt Robert in Asposien, einem Hohlraum umgeben von Erdreich. Asposien wird durch vier Windbrunnen mit Luft versorgt. Diese Windbrunnen wurden durch jeweils einen Windmönch beobachtet und bewacht. Dieser konnte auf seiner Flötennase ein Lied spielen, dass den Wind durch den Windbrunnen nach Asposien brachte. Als Zwei der Brunnen leider vollständig versiegen, übernimmt der Windmönch Conroy, der für den dritten Windbrunnen zuständig war, die Herrschaft über die Asposer, indem er seine mechanischen Kreaturen, genannt Basylen, über die Bevölkerung freilässt. Diese bedrohen die Bevölkerung insofern, dass sie jeden Asposer versteinern können. Einzig allein Conroys Ziehsohn Robert widersetzt sich ihm und bringt ihn nach etlichen Zwischenfällen zu Fall.

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Seit jeher sind drei Jahre vergangen und genau hier steigt The Inner World: Der letzte Windmönch ein. In der Zwischenzeit hat es der einfache Kramhändler Emil geschafft, die komplette Bevölkerung Asposiens dazu zu bringen, zu glauben, dass die Flötennasen den doch so geliebten Conroy im letzten Kampf getötet haben. Natürlich überzeugte er alle auch davon, dass die Flötennasen die Basylen gebaut und freigelassen haben. Seither werden die ehemaligen Beschützer Asposiens gejagt und gefangen genommen, um dann geopfert zu werden. Und dann ist da ja noch Robert, der all dies verhindern könnte, wenn er sich doch nicht selbst vor drei Jahren dummerweise selbst in einem Wald versteinert hätte. Seitdem steht er dort einfach nur herum und lässt alles geschehen. Genau an diesem Punkt kommen wir ins Spiel. In der Rolle von Roberts Begleitertaube Hack versuchen wir ihn zu entsteinern. Ist das erledigt, erhalten wir eine Vision einer uns unbekannten Frau, die sehr viel mehr über uns weiß, als sie eigentlich wissen sollte. Mit ihrer Hilfe versuchen wir, natürlich ohne einen richtigen Plan, Asposien von Emil zu erlösen und alle Flötennasen zu befreien.

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The Inner World: Der letzte Windmönch ist wie der Vorgänger auch wieder ein Point & Click Adventure. Wir steuern, wie man schon erahnen kann, den Asposier Robert mithilfe von unseren Mausklicks auf dem Bildschirm herum. In alter Point & Click Manier führen wir mehr oder weniger wichtige Dialoge mit anderen Charakteren, die natürlich gerne auch etwas humoristisch sein dürfen, oder interagieren mit unserer Umwelt. So stibitzen wir herumliegenden Wollmäuse, um uns dann beispielsweise durch ein optisches Sicherheitssystem zu schleusen. Oder wir nutzen eine alte, von Hand zu bedienende Schranke, mit der wir ein Metallstück in eine bestimmte Form drücken können. Ein drittes und letztes Beispiel wäre die Reparatur eines Rohres mithilfe einer Toilettenpapierrolle und Klebeband. Ob das hält, findest du im Laufe des Spiels heraus.

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Am unteren Rand unseres Bildschirmes befindet sich das Inventar, in dem sich alle gesammelten Gegenstände befinden. Diese können wir entweder untersuchen, einem anderen Charakter zeigen, mit der Umwelt interagieren oder natürlich mit anderen Gegenständen kombinieren. Um an weit entfernte Dinge heranzukommen, dürfen wir auch so gut wie jederzeit zu unserer Taube Hack wechseln. Auch Laura gehört zu den spielbaren Charakteren. Im weiteren Verlauf begegnen wir auch ein paar alten Bekannten, denen wir ein paar Gefallen erledigen müssen, damit sie uns im Gegenzug helfen. Wir müssen im Laufe des Spiels auch etliche Rätsel lösen, die teilweise sehr kniffelig sind. So müssen wir beispielsweise ein paar Flötennasen davon überzeugen, dass wir der rechtmäßige König sind, dafür müssen unter anderem die Felder einer Steinsäule in die richtige Reihenfolge gebracht werden, man aber jeweils nur ein Feld sichern kann, es wird also nicht gedreht.

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Sollten wir an einer Stelle nicht mehr weiterkommen und mit den Gedanken feststecken, so kann uns die eingebaute Hilfefunktion weiterbringen. In dieser können wir uns zu einer bestimmten Aufgabe kleine Hinweise geben lassen. Erst sind diese sehr vage, doch je mehr Hinweise wir in Anspruch nehmen, desto genauer und klarer werden diese. Das ist sehr schön gelöst, da man meist nur einen kleinen Denkanstoß benötigt und nicht gleich die ganze Lösung möchte. In vielen anderen Point & Click  Adventures, wie auch in The Inner World: Der letzte Windmönch, ist es möglich alle interagierbaren Stellen zu visualisieren, dafür halten wir einfach die Maustaste gedrückt. Wir können auch einen Gegenstand aus dem Inventar in die Spielwelt ziehen, um sie so sichtbar zu machen.

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Grafisch wurde der gleiche Stil beibehalten, wie auch schon bei The Inner World. Das ist lobenswert, da wir uns so gleich wieder in die gleiche Welt versetzt fühlen und dieser gezeichnete Stil auch ein ganz besonderes Gefühl rüberbringt. Man spürt die Liebe am Detail, wie beispielsweise kleine Türen für die Wollmäuse, oder die rote Unterseite einer Teekanne, die gerade aufgeheizt wird. Auf einer Straße finden wir beispielsweise auch ein Himmel und Hölle Spiel der Kinder.

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Akustisch werden wir dauerhaft mit einer sehr angenehmen und beruhigenden Hintergrundmusik verwöhnt. Manchmal sind es nur einzelne Töne, meist aber eine ganze Melodie. Diese bringt Ruhe und Gelassenheit in das Spiel und vermitteln auch Roberts Werte, da er sich auch nicht hetzen lässt. Bei den Sprechern wurde auch wieder auf die des Vorgängers gesetzt. Roberts Stimme passt auch wieder zu seinem Wesen, denn sie ist sehr ruhig und entspannt. Auch die anderen Charaktere haben eine glaubwürdige sprachliche Umsetzung erhalten. Passend zum akustischen gibt es natürlich noch die Untertitel, die als Sprechblasen über den Charakteren angezeigt wird. Die Dialoge sind allerdings teilweise etwas lang und stören so den Spielfluss.

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Fazit

Die Entwickler des deutschen Studio Fizbin haben auch beim zweiten Teil wieder hervorragende Arbeit geleistet. Die Geschichte ist auch diesmal wieder sehr fesselnd und gut umgesetzt. Man findet sogar, wenn man genau hinhört, des Öfteren Anspielungen auf andere Franchise, beispielsweise auch Game of Thrones. Schön ist auch die Möglichkeit des Charakterwechsels. So kann man immer mal wieder in eine neue Rolle schlüpfen und anderen Dialogen lauschen. The Inner World: Der letzte Windmönch erfindet zwar das Rad nicht neu und setzt eher auf altbekannte Steuerungsmöglichkeiten, allerdings sind einige Rätsel wirklich knackig und gut durchdacht. Alles im allem kann man sagen, dass The Inner World: Der letzte Windmönch ein wirklich gutes Spiel ist, dass in keiner Point & Click Sammlung fehlen sollte.

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Positiv

  • Gute Weiterführung der Geschichte
  • Charakterwechsel ist möglich
  • Gute und teils kniffelige Rätsel
  • Audiovisuell wirklich gut
  • Hilfefunktion gibt Tipps von grob nach fein

Negativ

  • Dialoge teilweise zu lang
84
Dominik Probst

Geschrieben von: Dominik Probst

Informatik-Student und Hobby-Spieleentwickler. Nebenbei auch noch auf Youtube als Let's Player unterwegs. Gamer aus Leidenschaft seit meiner Kindheit, mit einem Faible für die komplette "The Legend of Zelda"- und "Halo"-Reihe.

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  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Black Flag hat mich von der Story her nicht packen können, hatte mir mehr erwartet und das Gameplay war damals einfach nichts für mich. Ist ja aber immer so, wenn in/an einer Serie was geändert wird, gibt es immer unterschiedliche Meinungen.
  • Daniel Walter Daniel: Ich war immer ein Fan der alten Herangehensweise und vermisse es daher im neuen Teil ein wenig. Trotzdem ist Origins wirklich gut, auch wenn es nicht an meine Favoriten AC 2 und AC Black Flag heranreicht.
  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Die Neuausrichtung gefällt mir sehr gut. Die Architektur ist wunderschön und die Story gut gemacht. Auch die vielen Nebenquests und jetzt mit Level 40 die Community Events sind super. Das ewige geklettere und Dauerblocken aus den Vorgängern war einfach idiotisch, finde das jetzt überzeugender.