Tom Clancy’s Ghost Recon: Wildlands (Closed Beta)

Wir haben uns die Closed Beta des mit Spannung erwarteten Shooters „Ghost Recon: Wildlands“ für euch angesehen. Ob der Ausflug nach Bolivien überzeugen kann und wie sich der Titel im Vergleich mit der Konkurrenz schlägt, erfahrt Ihr in unserem Preview.

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Gegen das Kartell

Der neuste Teil der Ghost-Recon-Reihe nimmt uns mit nach Bolivien, wo wir es mit dem übermächtigen Santa Blanca Drogenkartell zu tun bekommen. Dieses hat das Land weitestgehend unter seiner Kontrolle und befindet sich darüber hinaus im Kampf mit diversen Rebellengruppen, die sich gegen die Herrschaft des Kartells auflehnen. Das Drogenkartell kann dabei auf die Unterstützung des örtlichen Militärs zählen, dessen Soldaten uns ebenfalls das Leben schwer machen. Die Rebellen erweisen sich dagegen als wertvolle Verbündete, gerade dann, wenn wir sie im Laufe des Spiels immer wieder aus der Gefangenschaft des Kartells befreien. Unsere Aufgabe ist es nun, Santa Blanca nach und nach zu infiltrieren sowie dem Drogenkartell kleine Nadelstiche zu verpassen, bis wir uns schließlich zu den vier untergeordneten Bossen hochgearbeitet haben, die uns wiederum zum großen Anführer führen, der auf den Namen El Sueno hört.

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Atmosphärische Wildlands

„Ghost Recon: Wildlands“ überzeugt von Beginn an mit einer hervorragend eingefangenen Atmosphäre, die uns sofort mit nach Südamerika nimmt. Die verschlungenen Straßen, die uns an Seen und Bergen vorbei führen und aufgrund ihrer doch recht begrenzten Befestigung für die eine oder andere Schlitterfahrt mit dem Auto sorgen, sind ebenso authentisch umgesetzt wie die kleinen Dörfer, in denen Zivilisten ihrem Alltag nachgehen. Auch das sehr wechselhafte Wetter, das uns immer wieder mit starkem Regenfall und heftigen Gewittern überrascht, garantiert ein realistisches Setting und macht unsere Reise durch die offene Spielwelt sehr abwechslungsreich. Hinzu gesellt sich ein überzeugend in Szene gesetzter Tag-Nacht-Wechsel, der uns die Möglichkeit bietet, unsere Spielweise an die Tageszeit anzupassen. So werden wir bei Nacht beispielsweise schlechter gesehen und haben die Chance, uns freier zu bewegen, ohne dabei gleich von feindlichen Truppen ins Visier genommen zu werden. Aber auch am Tag sorgen schattige Plätze sowie groß gewachsene Pflanzen für ausreichend Deckung, die einem taktischen Vorgehen sehr zuträglich ist.

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Ein weiterer grafischer Pluspunkt ist das rundum gelungene Schadensmodell der Autos, das neben Kratzern und gesprungenen Scheiben außerdem eine realistische Darstellung von Dellen oder Schäden wie beschädigten Außenspiegeln bietet. Zusätzlich sind auf den Fahrzeugen nach temporeichen Fahrten durch den Schlamm diverse Dreckspuren sichtbar und auch die Schmutzpartikel, die durch die Reifen aufgewirbelt werden, sehen wirklich hervorragend aus. Lediglich die Tatsache, dass auf der Straße zwar Reifenspuren erkennbar sind, unser eigenes Auto aber keine erkennbaren hinterlässt, ist ein grafisches Manko, das in Anbetracht der Detailverliebtheit, mit der in anderen Bereichen vorgegangen wurde, nicht wirklich verständlich ist.

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Lasst uns Kyrat … äh … Bolivien befreien

Auch wenn es sich bei Wildlands um einen Third-Person-Shooter handelt, erinnern das grundlegende Spielprinzip und auch der Storybackground oftmals ein wenig an die Far-Cry-Reihe. Dies mag einerseits am subtropischen Setting liegen, aber auch Details wie die Radiopropaganda, die wir immer wieder im Auto zu hören bekommen, weisen die eine oder andere Parallele auf. Gerade auch die Tatsache, dass wir feindliche Lager angreifen oder den Nachschub der Gegner blockieren können, indem wir Konvois auf der Straße abfangen, versetzt uns schon hin und wieder gedanklich zurück nach Kyrat. Bei den Kämpfen fällt vor allem auf, dass man bei den Waffen großen Wert auf Realismus gelegt hat. Nicht nur die Soundeffekte überzeugen mit einer authentischen Darstellung, sondern auch die Vibrationen des Controllers wurden sehr gut umgesetzt. Ergänzend zu den regulären Schusswaffen können wir selbstverständlich auch auf Granaten zurückgreifen und haben außerdem die Möglichkeit, eine Drohne zu nutzen, um feindliche Gebiete auszuspionieren. Das Wechseln von Waffen kann zum einen an speziellen Waffenkisten erfolgen, die immer wieder in Dörfern oder Militärlagern entdeckt werden können. Diese sind außerdem die richtige Adresse, wenn wir Munition für unser Arsenal benötigen. Es ist aber auch möglich, Waffen von getöteten Feinden zu übernehmen und auf diese Weise diverse munitionslose Momente zu überbrücken. An Fahrzeugen können wir neben Autos jeder Art, vom Geländewagen bis hin zum Sportwagen, auch Motorräder oder verschiedene Arten von Helikoptern nutzen, die sich je nach Größe unterschiedlich steuern lassen.

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Gemeinsam sind wir stark

Eine Besonderheit im Gameplay von Wildlands ist es, dass wir stets mit drei Begleitern unterwegs sind. Wenn wir offline spielen, handelt es sich dabei um computergesteuerte Mitspieler, online können wir mit bis zu drei Freunden durch Bolivien streifen und zusammen die zahlreichen Haupt- und Nebenmissionen erledigen. Das Finden von geeigneten Gruppen hat in der Beta von Anfang an sehr gut funktioniert. Sobald wir einer Gruppe beigetreten sind, werden uns deren Mitglieder auf der Karte markiert und wir können den Soldaten des Kartells gemeinsam mit ihnen auf die Pelle rücken. Die Tatsache, dass man sich trotz des Zusammenschlusses vollkommen frei bewegen kann, sorgt dabei für schier endlose taktische Möglichkeiten, die Angriffe von allen Seite sowie aus sämtlichen Distanzen ermöglichen. Gerade auf der Konsole gestaltet sich die Absprache allerdings etwas schwierig, wodurch man stets genau auf die Handlungen der Mitspieler achten sollte. Wenn ein Mitglied der Gruppe stirbt, kann es von seinen Kollegen wiederbelebt werden, die in diesem Fall ein spezielles Symbol auf der Karte erkennen. Wenn nach einer Minute noch niemand zu Hilfe geeilt ist, können wir bei einem unserer Mitstreiter erneut ins Spiel einsteigen. Hier ist die Zeitspanne von 60 Sekunden bis zum Wiedereinstieg vielleicht etwas lang gewählt, denn gerade bei schwierigen Kämpfen haben die Verbündeten nicht immer die Möglichkeit, um nach verwundeten Freunden Ausschau zu halten. Dies führt dazu, dass wir die komplette Zeitspanne abwarten müssen, bevor wir wieder weiterspielen können.

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Erstellt euch euren Soldaten

Zu guter Letzt bietet uns Wildlands etwas, das von einem Vertreter des Genres nicht unbedingt erwartet werden kann, nämlich einen detaillierten Charakterdesigner. Hier können wir nicht nur zwischen unzähligen Outfits wählen, die sich von den Schuhen bis hin zu Accessoires wie Rucksack, Brille oder Kopfbedeckung in liebevoller Kleinarbeit zusammenstellen lassen. Auch das Aussehen unseres Kämpfers, der übrigens sowohl männlich als auch weiblich sein kann, lässt sich umfangreich anpassen. So haben wir die Wahl zwischen verschiedenen vorgefertigten Avataren, deren Frisur, Augenfarbe, Haarfarbe oder Tätowierungen wir nach Belieben verändern können.

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Fazit

Von der ersten Minute an überzeugt „Ghost Recon: Wildlands“ vor allem durch die dichte Atmosphäre, die uns mitten hinein versetzt ins südamerikanische Setting. Auch grafisch weiß der Shooter zu begeistern, sei es mit authentischen Lichteffekten, sich veränderndem Wetter oder einem detaillierten Schadensmodell der Fahrzeuge. Die Kämpfe bieten uns nicht nur reihenweise Action, sondern haben zudem ein enormes taktisches Potenzial, gerade dann, wenn wir online mit bis zu drei Mitspielern unterwegs sind. Da sich der Schwierigkeitsgrad auch im Spiel jederzeit ändern lässt, findet jeder Spieler schnell die passende Einstellung für die eigenen Fähigkeiten. Komplettiert wird der ohnehin schon sehr gute Ersteindruck des Spiels durch einen unerwartet umfangreichen Charakterdesigner, der es uns ermöglicht, unseren Soldaten den persönlichen Vorlieben entsprechend zu gestalten. Wenn die eine oder andere erwähnte Kleinigkeit bis zum Release noch behoben wird, dürfte Wildlands zu einem der interessantesten Titel des Jahres werden.

Daniel Walter

Geschrieben von: Daniel Walter

Hat seit der ersten PlayStation keine Konsolengeneration ausgelassen und interessiert sich vor allem für Adventures, RPGs und Actiongames. Neben der Arkham- und Assassin's Creed Reihe liegen auch sämtliche Star-Wars-Titel stets hoch im Kurs.

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Neueste Kommentare

  • Florian Richter Florian Richter: Ja Telltale weiß einfach wie man die Fans der Filme und die der Comics vereinen kann. Die Charaktere sind wirklich gut gelungen und man muss nicht überlegen wen man da auf dem Bildschirm hat.
  • Tim: Habe Guardians im Flugzeug gespielt, davor den 1. Kinofilm gesehen. Die Umstellung im Design der Charaktere ging recht schnell und ist einfach auch richtig gut gemacht.
  • Dominik Probst Dominik Probst: Kann ich schon verstehen. Aber Merchandise ist immer schön anzusehen :D