Overcooked

Kochen gegen den Weltuntergang! Das könnte ein Slogan für eine neue Werbekampagne sein, ist es aber nicht! Es ist die Thematik hinter dem neuen Spiel „Overcooked“ von „Team 17“ und „Ghost Town Games“. Ob man als virtueller Koch wirklich Spaß haben und die Welt retten kann, werden wir in diesem Test herausfinden.

In der nahen Zukunft steht das Zwiebelreich kurz vor der Vernichtung. Die Bestie namens „Der ewig Schmachtende“, ein riesiges Spaghettimonster mit einem Körper aus Fleischklößchen, bedroht das Land und frisst alles auf. Der Zwiebelkönig und sein treuer Hund Kevin, haben uns ausgewählt, die Bestie mit so vielen Leckereien zu füttern, bis ihr Hunger endlich gestillt ist. Zu unserem Pech haben wir leider nicht die erforderlichen Fähigkeiten um unser Ziel zu erreichen, sodass wir uns geschlagen geben müssen. Um dem Unausweichlichem zu entfliehen, öffnet der Zwiebelkönig ein Zeitportal, durch das wir so schnell wie möglich verschwinden. Auf der anderen Seite finden wir uns im Jahre 1993 wieder, in dem uns unser Zwiebelfreund gleich herzlich begrüßt. Er schickt uns in die Welt hinaus, um unsere miese Kochkunst zu verbessern, sie zu verfeinern und um die altertümliche Kochkunst zu meistern, damit wir für den Kampf in der Zukunft gewappnet sind.

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Das Spiel ist in Level aufgebaut zu denen wir immer mit unserem Bus fahren. Starten wir eines, so dürfen wir auswählen, mit welchem Charakter gespielt wird. Unser Ziel ist es jetzt, die eingehenden Bestellungen abzuarbeiten und den Gästen das Essen zu servieren. Es beginnt relativ einfach mit dem Hacken von Salatblättern und Tomaten. Dafür schnappen wir uns die richtige Zutat aus der jeweiligen Zutatenbox, tragen es zum Schneidbrett und schnippeln es zurecht. Danach muss das Ganze nur noch auf einem Teller angerichtet werden und an den Ausgabeschalter gebracht werden. Dreckiges Geschirr wird am Ausgabeschalter gestapelt und sollte, sofern Zeit ist, zum Spülbecken getragen und gesäubert werden.

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Da Salat aber nicht alles ist, was man essen und bestellen kann, werden in neuen Leveln immer wieder weitere Rezepte hinzugefügt. So schneiden wir zum Beispiel Zwiebeln, Tomaten oder Champignons für eine Zwiebel-, Tomaten- oder Champignonsuppe, oder wir braten Fleisch für einen Burger an. Die Gerichte benötigen unterschiedlich viel Zeit, so muss man beispielsweise für Suppen drei Zutaten zerkleinern und dann in den Kochtopf werfen. Beim Anbraten und Kochen sollte man immer ein Auge auf die Fortschrittsanzeige werfen, da die Gerichte eine bestimmte Zeit benötigen, bis sie fertig sind. Ist man schon etwas über der Zeit drüber, beginnt ein piepen, dass man nicht allzu lange ertönen lassen sollte. Im schlimmsten Fall fängt unser Essen das Brennen an und zündet alles um sich herum an. Dann hilft nur noch der Feuerlöscher, für das Gericht allerdings gibt es keine Hoffnung mehr, es wandert in den Müll.

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Für jedes Level haben wir ein Zeitlimit, in dem wir so viele Bestellungen wie möglich abarbeiten müssen. Je mehr zufriedene Kunden wir haben, desto mehr Punkte bekommen wir. Für eine bestimmte Anzahl von Punkten erhalten wir Sterne, von denen insgesamt pro Level drei möglich sind. Vielleicht fragst du dich jetzt, was du mit den Sternen anfangen kannst? Je nachdem wie viele du besitzt, schaltest du neue Köche oder neue Wettbewerbslevel frei, bei denen wir uns gegen unsere Freunde messen können.

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Um es dem Spieler nicht zu einfach zu machen, hat jedes Level ein besonderes Merkmal. Sei es die Straße, die die Küche zweiteilt, oder aber der Wellengang auf dem Schiff, der Teile der Küche hin- und herschiebt, oder aber zum Beispiel eine Erdverschiebung, die die eine Hälfte der Küche um gefühlt 2 Meter empor hebt. Das lockert das Spielgeschehen auf und sorgt, bei unkoordinierter Arbeit, für Panik und Sorgen.

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Apropos unkoordinierte Arbeit: Wir spielen das Spiel nicht alleine! Wir haben immer einen, sagen wir mal, Klon von uns dabei. Zwischen unseren beiden Charakteren können wir jederzeit einfach wechseln, sodass der eine die Zutaten besorgt und der andere zum Beispiel alles klein schneidet. Das lässt sich auch noch weiter ausbauen, in dem man sich drei Freunde schnappt und so mit insgesamt vier Spielern die Küche rockt. Hier sollte man sich wirklich einen Plan machen, wer nun genau was macht, ansonsten herrscht das Chaos.

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Ein riesiger Pluspunkt ist, dass der Multiplayermodus lokal funktioniert. So braucht natürlich nicht jeder Spieler das Spiel, sondern es reicht einer. Ob mit Tastatur oder Gamepad, jeder kann sein bevorzugtes Eingabegerät benutzen. Wer auf eine zusätzliche Herausforderung steht, der kann den „geteilten Controller“-Modus ausprobieren. Hier steuern zwei Spieler ihren jeweiligen Charakter an einem einzigen Controller. Klingt lustig? Ist es auch!

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Begleitet wird der Küchenalltag mit einer angenehmen Hintergrundmusik, die sich leider sehr oft wiederholt. Je nachdem wie viel Zeit uns noch bleibt, wird die Musik auch schneller und gibt uns so ein Gefühl der Hektik. Die Soundeffekte geben der Kulisse eine realistische Wirkung. Optisch ist „Overcooked“ eher kindlich und niedlich gestaltet. Der Comicartige-Stil passt aber perfekt zum Geschehen und sieht sehr gut aus. Alles ist sehr schön gestaltet, von den Zutaten bis hin zu den Charakteren.

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Fazit:

„Overcooked“ ist ein echt cooles Partyspiel. Alleine macht es zwar auch Spaß, aber den meisten Spaß hat man mit ein paar Freunden. Gerade durch die Besonderheiten der Level und der Tatsache, dass man sich gut absprechen muss, machen das Spiel unterhaltenswert.

Positiv

  • Lokaler Multiplayer für bis zu vier Spieler
  • Niedliche Grafik
  • Schöne Hintergrundmusik
  • Leicht zu erlernen
  • Jedes Level ist besonders

Negativ

  • Hintergrundmusik wiederholt sich oft
  • Alleine macht es nicht so viel Spaß wie mit Freunden
80
Dominik Probst

Geschrieben von: Dominik Probst

Informatik-Student und Hobby-Spieleentwickler. Nebenbei auch noch auf Youtube als Let's Player unterwegs. Gamer aus Leidenschaft seit meiner Kindheit, mit einem Faible für die komplette "The Legend of Zelda"- und "Halo"-Reihe.

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Neueste Kommentare

  • Florian Richter Florian Richter: Ja Telltale weiß einfach wie man die Fans der Filme und die der Comics vereinen kann. Die Charaktere sind wirklich gut gelungen und man muss nicht überlegen wen man da auf dem Bildschirm hat.
  • Tim: Habe Guardians im Flugzeug gespielt, davor den 1. Kinofilm gesehen. Die Umstellung im Design der Charaktere ging recht schnell und ist einfach auch richtig gut gemacht.
  • Dominik Probst Dominik Probst: Kann ich schon verstehen. Aber Merchandise ist immer schön anzusehen :D