Landwirtschaftssimulator 17: Schaffe, schaffe, Maschine kaufe; Ernte gegen Geld eintausche

Schaffe, schaffe, Maschine kaufe; Ernte gegen Geld eintausche.

So lässt sich das Vorgehen im „Landwirtschaftssimulator 17“ wohl am besten beschreiben. Wie genau das dann allerdings aussieht, haben wir uns einmal genauer angesehen. Im Folgenden haben wir unsere Eindrücke zusammengefasst.

Tu was du willst

Da der Landwirtschaftssimulator, wie der Name schon sagt, zu den Simulatoren gehört, hat er keine wirkliche Story. Das komplette Spielgeschehen ist dem Spieler selbst überlassen. Was es allerdings wie auch in den Vorgängern gibt, sind Missionen. Doch dieses Mal muss der Spieler keine eigene Ausrüstung bereithalten. Wer sich so ein bisschen was dazuverdienen will, der kann einfach zu den noch nicht erworbenen Feldern gehen und für den jeweiligen Besitzer verschiedenste Arbeiten vom Düngerstreuen über Dreschen bis hin zum Spritzen übernehmen. Gerade zu Beginn der Karriere ist dies eine einträgliche Einkommensquelle.

Altbewährt

Zu Beginn eines neuen Spiels muss man sich erst einmal entscheiden, ob man einen männlichen oder, und das zum ersten Mal, einen weiblichen Charakter spielen will. Wenig Neues gibt es bei der Steuerung. WASD zum Fahren bzw. Steuern der Spielfigur, 1-3 für den Tempomaten, die Maus für die Kamera usw. Veteranen der Spielereihe dürften hiermit keinerlei Probleme haben, aber auch Neueinsteiger dürften sich schnell zurechtfinden. Hat man dann erst einmal verstanden, wie man die Unmengen an Fahrzeugen und Geräten bedient, kann man in den Alltag eines Landwirts starten. Die Grundausstattung ist zwar recht spartanisch, aber wer fleißig genug ist, kann seinen Betrieb bald schon mit den größten und stärksten Maschinen an die Spitze bringen. Wem der reine Ackerbau zu wenig ist, der hat auch dieses Mal wieder die Möglichkeit, sein Glück in der Forstwirtschaft oder der Tierzucht zu versuchen. Auch eine Biogasanlage findet sich auf jeder der zwei Standard-Maps.

Schau genau

Grafiktechnisch hat der Entwickler „Giants“ auch noch einmal eine Schippe drauf gelegt. Die Texturen der Fahrzeuge sind, im Vergleich zu den Vorgängern deutlich höher aufgelöst und wesentlich detailreicher. Anders sieht es hier zugegebenermaßen bei den Texturen der Feldfrüchte aus. Zwar sind auch diese noch einmal realistischer als in den anderen Teilen, aber deutlich sichtbare Pixel sind dennoch vorhanden. Bedenkt man allerdings, dass das Spiel nicht nur ein oder zwei Pflanzen darstellen muss, sind das Kleinigkeiten. Und die Menge der darzustellenden Pflanzen ist auch ein gutes Stichwort, um auf die Performance einzugehen. Diese ist, trotz der optimierten Grafik ebenfalls deutlich besser geworden. Der komplette beim Händler zu erwerbende Fuhrpark ist originalgetreu, vom Markennamen über die Lackierung bis zur Innenausstattung.

 

Brumm, brumm

In der bereits erwähnten Grundausstattung befindet sich dieses Mal ein Klassiker der Landtechnik: ein IHC 1455 XL. Und wer weiß, wie gewaltig dieses Urgestein klingt, der kann bei diesem Spiel wahrlich frohlocken, sofern er ein passendes Soundsystem bzw. Headset sein eigen nennt. Aber auch der Rest der Maschinen und auch die Umgebung klingen dieses Mal so realistisch wie nie zuvor. Ob steigende Drehzahlen beim Beschleunigen, das Pfeifen der Druckluftbremsen, das Rauschen des Bodens beim Pflügen oder alleine das Knarren und Knarzen der Gerätschaften während der Arbeit. Das Sounddesign ist rundum gelungen. Und wer der Geräuschkulisse überdrüssig ist, dem steht dieses Mal auch ein Radio zur Verfügung. Natürlich werden die meisten eher die auf dem eigenen Rechner liegende Musiksammlung im Hintergrund spielen lassen, aber die Tatsache, dass der Entwickler eigene „Radiosender“ und Playlists einbaut, ist aller Ehren wert. Und wem die Musikauswahl nicht groß genug ist, der kann mit ein wenig Geschick auch eigene Sender hinzufügen.

Fazit

Der „Landwirtschaftssimulator 2017“ bleibt der Tradition treu und ist wieder besser, umfangreicher und schöner anzusehen. Erfreulich ist, dass der Entwickler auf die Wünsche und Anregungen aus der Community eingegangen ist. Viele Elemente, die jetzt fester Bestandteil des Spiels sind, kamen in vorangegangenen Versionen als Mods aus der Community. Und dieser ist es auch mit zu verdanken, dass der „LS“ immer aktuell sowie interessant bleibt und einer der wenigen wirklich ernst zu nehmenden Simulatoren ist. Fans der Serie muss man vermutlich nicht davon überzeugen, zuzuschlagen, aber auch wer sich nicht ganz sicher ist, der sollte den Schritt doch einmal wagen und sich das Spiel zulegen.

Positiv

  • Sehr Realitätsnah
  • Detailverliebte Umgebung
  • Extrem umfangreicher Fuhrpark
  • Beliebig mit Mods erweiterbar

Negativ

  • Auf Dauer etwas eintönig
89
Florian Richter

Geschrieben von: Florian Richter

Nerd,Technikbegeistert, Gamer aus Überzeugung. Nebenbei auch noch auf YouTube ab und zu aktiv. Fan der Uncharted - und Ratchet&Clank - Spielereihe.

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Neueste Kommentare

  • Florian Richter Florian Richter: Ja Telltale weiß einfach wie man die Fans der Filme und die der Comics vereinen kann. Die Charaktere sind wirklich gut gelungen und man muss nicht überlegen wen man da auf dem Bildschirm hat.
  • Tim: Habe Guardians im Flugzeug gespielt, davor den 1. Kinofilm gesehen. Die Umstellung im Design der Charaktere ging recht schnell und ist einfach auch richtig gut gemacht.
  • Dominik Probst Dominik Probst: Kann ich schon verstehen. Aber Merchandise ist immer schön anzusehen :D