Hitman (Square Enix)

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Mit dem neusten Ableger der erfolgreichen Reihe um den kaltblütigen Agenten 47 schafft es Hitman endlich auch auf die aktuelle Konsolengeneration. Wie sich das Spiel, das in einzelnen Kapiteln veröffentlicht wird, in der Praxis schlägt, erfahrt ihr in unserem Test.

Zu Beginn des Spiels reisen wir 20 Jahre in die Vergangenheit und begleiten den kahlköpfigen Agenten 47 in eine geheime ICA Trainingseinrichtung, in der die Organisation ihre Agenten ausbildet. Kurz darauf lernen wir Diana Burnwood kennen, die uns für ihr Team rekrutieren möchte. Während Agent 47 diverse Tests durchläuft, können wir einem Gespräch zwischen Burnwood und dem Direktor der Einrichtung, Erich Soders, beiwohnen, die sich darüber unterhalten, ob Burnwoods Rekrut ein geeigneter Killer ist. Während Burnwood vollkommen von den Fähigkeiten ihres Schützlings überzeugt ist, steht der Direktor seinem Einsatz noch kritisch gegenüber, weil er der Meinung ist, der kaltblütige Killer habe, im Gegensatz zu allen anderen Agenten der Organisation, keine Schwachstelle und ließe sich dadurch nur sehr schwer unter Kontrolle halten.

Um Soders davon zu überzeugen, dass Agent 47 der Richtige für die ICA ist, schickt uns Burnwood auf einige Trainingsmissionen, während denen wir außerdem in die Steuerung und das grundlegende Gameplay eingeführt werden.

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Gameplay

Das Spannende an Hitman ist, dass es vollkommen in unserer Hand liegt, wie wir eine Mission beenden. Es gibt unzählige Möglichkeiten, ein Ziel zu eliminieren und allein der Weg dorthin lässt sich auf viele verschiedene Arten bewerkstelligen.

All diejenigen, die es lieber auf die harte Tour mögen, können aus Hitman einen klassischen Shooter machen und die Feinde einen nach dem anderen ausschalten. Hierzu stehen diverse Schusswaffen zur Verfügung, außerdem können wir auf ferngesteuerte Granaten zurückgreifen. Der Nachteil an dieser Methode ist, dass sehr viele Personen zusätzlich zu unserem eigentlichen Ziel getötet werden und wir dadurch sehr auffällig agieren. So bekommen wir es schnell mit einer ganzen Reihe von Feinden zu tun, wodurch wir schnell auch mal die Oberhand verlieren.

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Etwas feinfühliger ist die Methode mit der schallgedämpften Waffe, die uns die Möglichkeit gibt, aus der Ferne zuzuschlagen und dennoch nicht gleich die versammelte Sicherheitsmannschaft an den Fersen zu haben. Für das lautlose Ausschalten von Personen stehen außerdem diverse Nahkampfangriffe zur Wahl, die wir mit bloßen Händen oder mit der tödlichen Klaviersaite ausführen können. Wenn es uns gelingt, die Angriffe in einer abgelegenen Ecke oder einem Zimmer mit verschlossener Tür durchzuführen, bleibt unsere Mission auch sehr viel länger geheim, als bei der Konfrontationsmethode.

Damit dies auch nach der Eliminierung unserer Feinde so bleibt, gibt es diverse Orte wie Kleiderschränke, Gefriertruhen oder auch Toilettenräume, in denen wir die leblosen Körper unterbringen und vor neugierigen Blicken verstecken können. Tote Feinde halten außerdem Waffen oder verschiedene Outfits für uns bereit, die uns bei der Vollendung unseres Auftrags behilflich sein können. So lassen sich einige Bereiche unserer Umgebung nur unerkannt erreichen, wenn wir uns als Mitglied einer bestimmten Berufsgruppe ausgeben. Neben Uniformen von Wachmännern sind unter Umständen auch Outfits vom Reinigungspersonal oder von anderen Bediensteten äußerst nützlich. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten, da einige Figuren, die mit einem Punkt über dem Kopf markiert sind, ihre Umgebung kritisch genug beobachten, um unsere Tarnung zu entlarven. Daher sollte man den Blick dieser Zeitgenossen meiden oder sie direkt unauffällig beseitigen. Als weiteres Hilfsmittel können wir auf Kleingeld zurückgreifen, das es uns ermöglicht, Wachen oder andere neugierige Personen in unserer Nähe an einen bestimmten Ort zu locken, um ungesehen an ihnen vorbei zu kommen.

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Neben den direkten Attentatsvarianten gibt es für alle, die lieber aus sicherer Ferne agieren, aber auch noch andere Möglichkeiten des stillen Tötens. Hierbei sind hinterhältige Utensilien wie Rattengift die richtige Wahl, mit denen wir Essensvorräte oder Getränke vergiften können. Hierbei lässt sich der Ausgang des Attentats allerdings sehr viel schlechter planen, da man darauf angewiesen ist, dass die Zielperson die entsprechende Nahrung auch zu sich nimmt.

Um uns einen Anreiz zu geben, nicht immer den selben Weg für unsere Attentate zu wählen, hält das Spiel diverse Herausforderungen bereit, die wir nur dann erfüllen können, wenn wir alternative, vorgegebene Wege wählen. Ist unser Ziel erreicht, ist es erforderlich, die Gefahrenzone zu verlassen und zu unserem dezenten Fahrzeug zurückzukehren, um dort die Mission abzuschließen.

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Grafik und Sound

Das Intro Pack von Hitman, das sich perfekt als Einstieg in die Materie eignet, hält drei Orte für uns bereit. Neben einem Kreuzfahrtschiff, auf dem wir unsere erste Trainingsmission erledigen müssen, warten außerdem ein Flughafen sowie die französische Hauptstadt Paris auf uns. Letztere ist Schauplatz unserer ersten richtigen Mission und überzeugt, wie die beiden anderen Orte auch, durch eine dichte Atmosphäre und eine beeindruckend detailliert gestaltete Umgebung.

Musikalisch vertraut Hitman auf dezente Hintergrundsounds, die mal elektronisch und mal orchestral gehalten sind. Oft vermischen sich auch beide Elemente zu einem bedrohlichen Klangteppich aus Klavierklängen, Streicherakkorden und düsteren Beats, die auf experimentelle Synthesizer treffen. Die kreierte Atmosphäre passt hervorragend zum Auftragskiller-Dasein und sorgt immer wieder für Gänsehaut.

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Fazit

Durch die große Vielfalt an Möglichkeiten, wie wir unsere Mission beenden können, verfügt Hitman über einen hohen Wiederspielwert. Da jeder seine Vorgehensweise selbst wählen kann, kommen sowohl Shooter-Freunde als auch alle, die lieber taktisch vorgehen, voll auf ihre Kosten. Das Spielerlebnis wird durch eine dichte Atmosphäre und eine detaillierte grafische Darstellung abgerundet und auch die Tatsache, dass man das Spiel mit dem Intro Pack für kleines Geld antesten kann, ist eine gute Sache.

Positiv

  • Zahlreiche Möglichkeiten, eine Mission abzuschließen
  • Vereint Shooter-Elemente mit taktischem Vorgehen
  • Dank spezieller Herausforderungen lassen sich alle Facetten des Spiels erleben
  • Hoher Wiederspielwert

Negativ

  • Der Umfang des Intro Packs hätte noch etwas umfangreicher ausfallen können
92
Daniel Walter

Geschrieben von: Daniel Walter

Hat seit der ersten PlayStation keine Konsolengeneration ausgelassen und interessiert sich vor allem für Adventures, RPGs und Actiongames. Neben der Arkham- und Assassin's Creed Reihe liegen auch sämtliche Star-Wars-Titel stets hoch im Kurs.

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Neueste Kommentare

  • S-M-G: Bei "Forschritt" springst du automatisch ins nächste Level, bei "Ernten" nicht. Wenn du über Nacht "Fortschritt" aktiviert hast, bist du irgendwan bei einem Boss den du nicht besiegen kannst und sammelst kein Gold ein.
  • Bertl: Hallo zusammen, ich habe die Möglichkeit durch Klicken des linken Sticks von Modus "Ernten" auf Modus "Fortschritt" zu schalten. Was ist der Unterschied zwischen den beiden? Danke für eine Antwort.
  • Fabian Gams: Spiel es auf der ps4 ujd wollte wissen was der Unterschied zwischen ernten und fortschritt modus