Fallout 4 Automatron: Ist der DLC sein Geld wert?

BeitragsbildF4A

Der Fallout 4 DLC „Automatron“ hat uns zurück in die Postapokalypse gelockt. Wir erhalten zum Einstieg einen merkwürdigen Notruf auf unserem Pip-Boy. Eine Karawane wird offenbar von feindlichen Robotern angegriffen und bittet um Hilfe. Natürlich machen wir uns sofort auf den Weg, um herauszufinden, was vor sich geht. An unserem Ziel angekommen treffen wir auf die unfreundlichen Blechkammeraden, deren Hardware wir erst mal ein anständiges Downgrade verpassen. Für die Karawane kommt aber leider (fast) jede Hilfe zu Spät. Wir durchsuchen die Trümmer der Roboter und die weiteren Überreste nach Hinweisen auf das, was geschehen ist. Dabei stoßen wir auf eine Nachricht des sogenannten „Mechanist“. Er behauptet, die Roboter seien geschaffen worden, um dem Commonwealth den Frieden zu bringen und seine Bewohner zu beschützen. Das Bild der Zerstörung, welches die Karawane bietet, lässt allerdings Zweifel an dieser Behauptung aufkommen. Also machen wir uns mit der letzten Überlebenden, dem Roboter Ada, auf den Weg um das Geheimnis um den „Mechanist“ und seine Roboterarmee zu lüften.

377160_20160326204008_1

Gute Inszenierung, aber…
Mehr wollen wir an dieser Stelle auch nicht über die Handlung verraten. Was folgt, ist eine Geschichte, die uns etwa vier Stunden lang beschäftigt. In ihrem Verlauf produzieren wir jede Menge Altmetall, sammeln Hinweise und erkunden in typischer Fallout-Manier verschiedene Orte. Die gelungene Inszenierung der Schauplätze ist sehr düster gehalten und schafft so eine fast schon gruselige Atmosphäre. Bei uns wurden teilweise Erinnerungen an DOOM oder die Terminator-Filme geweckt. In dieses Bild fügen sich auch die sogenannten „Rust Devils“ ein. Bei ihnen handelt es sich um eine neue Gruppe, die den bekannten Raidern ähnelt. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie Roboter und deren Technologie für ihre Zwecke einsetzen. Mit diesen neuen Gegnern werden auch zahlreiche neue Rüstungsgegenstände und einige neue Waffen in das Spiel eingeführt. Wer die Augen offen hält, kann an einem Terminal zudem ein neues Minigame mit dem Titel Automatron entdecken. Worum es darin geht, wird aber nicht verraten.

377160_20160326224343_1

…eine eher schwache Geschichte.
Im Kontrast zur guten Inszenierung steht der schwache Inhalt der Geschichte. Wie auch schon im Hauptspiel fehlt es auch dem DLC an Tiefgang und wirklich denkwürdigen Momenten. Wieder sind wir vor allem unterwegs, um dieses und jenes zu suchen und zu sammeln, um wieder einen Schritt weiter zu kommen. Das Erforschen der Zielgebiete macht zwar Spaß und bietet auch einzelne Highlights, aber wirklich mitreißend sind diese Standardaufgaben nicht. Zudem haben die feindlichen Blechkameraden erfahrenen Spielern im normalen Schwierigkeitsgrad nicht viel entgegen zu setzen. Auch die Nebenmissionen, die nach Abschluss der Hauptgeschichte verfügbar sind, bieten nichts Besonderes. Ähnlich wie bei Missionen der Minuteman gilt es wieder verschiedene Orte aufzusuchen und potenzielle Gefahren auszuschalten.

377160_20160330210151_1

Bau dir deine eigenen Begleiter
Was uns fast mehr Spaß gemacht hat als der eigentlichen Geschichte des DLC zu folgen, ist die Arbeit an der neuen Roboter-Werkbank. An ihr können wir uns unsere eigenen Roboter-Begleiter erschaffen und nach Herzenslust modifizieren. Von der schwer gerüsteten Kampfmaschine bis zum wendigen, auf Tragfähigkeit getrimmten Packesel gibt es unzählige Möglichkeiten. Aber Vorsicht: Die größten möglichen Geräte wirken zwar beeindruckend, passen aber durch keine Tür! Schon beim Bau sollte also gut überlegt werden, welche Rolle unsere Roboter später übernehmen sollen.

377160_20160402033037_1

Fazit:
Aus meiner Sicht ist Automatron kein Pflichtkauf, aber ein faires Angebot. Viel Spaß bereitete mir vor allem das Experimentieren mit der Roboter-Werkbank. Mit ca. vier Stunden Spielzeit ist die Geschichte aber nicht gerade umfangreich und auch inhaltlich ist sie eher eine längere Nebenmission. Trotz guter Inszenierung war ich hier etwas enttäuscht.
Da der DLC mit knapp 10,-€ relativ günstig ausfällt, kann man trotz der Mängel von einem fairen Angebot sprechen. Ich habe im Kino schon mehr Geld für deutlich weniger Unterhaltung liegen lassen. Wer also das Basisspiel abgeschlossen hat und noch ein bisschen mehr Fallout 4 erleben möchte, der macht mit „Automatron“ nicht viel falsch.

Positiv

  • Erschaffe eigene Roboter
  • Gelungene Inszenierung

Negativ

  • Relativ schwache Geschichte
  • keine wirklich neuen Missionstypen
79
Christian Heldmaier

Geschrieben von: Christian Heldmaier

Gelernter Mediengestalter und Master of Science in der Fachrichtung Publishing. Zertifizierter Social Media Manager mit Erfahrung im Verlagsmarketing und hauptberuflich derzeit im Webmonitoring tätig.

Keine Kommentare bisher.

Kommentar oder Antwort hinzufügen

Neueste Kommentare

  • Florian Richter Florian Richter: Ja Telltale weiß einfach wie man die Fans der Filme und die der Comics vereinen kann. Die Charaktere sind wirklich gut gelungen und man muss nicht überlegen wen man da auf dem Bildschirm hat.
  • Tim: Habe Guardians im Flugzeug gespielt, davor den 1. Kinofilm gesehen. Die Umstellung im Design der Charaktere ging recht schnell und ist einfach auch richtig gut gemacht.
  • Dominik Probst Dominik Probst: Kann ich schon verstehen. Aber Merchandise ist immer schön anzusehen :D