Endless Space 2

„EXplore, EXpand, EXploit and EXterminate“ (engl. für erforschen, expandieren, ausbeuten und auslöschen) sind die vier Grundbegriffe des 4X-Strategie-Genres, das sich spätestens seit dem Erscheinen von Master of Orion einer großen Beliebtheit erfreut. Zahlreiche Titel, die meistens die Kolonisation des Weltraums als Hauptaufgabe beinhalten, konnten sich bereits erfolgreich bei der Fangemeinde etablieren. Endless Space 2 schlägt ebenso wie sein Vorgänger in die gleiche Kerbe und möchte mit Inhalten wie auch deren Umsetzung die Hobbystrategen weltweit überzeugen. Im folgenden Test möchten wir dieses Spiel vorstellen.

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Weltraum, unendliche Weiten

Endless Space 2 spielt in einem fiktiven Universum, in dem acht Fraktionen um die Vorherrschaft gegeneinander wetteifern. Wer einen Storymodus erwartet, wird gleich zu Beginn enttäuscht werden, denn lediglich ein Tutorial für Anfänger erweckt den Anschein einer Hintergrundgeschichte. Darin führen eingeblendete Textboxen den Spieler durch die Menüs und sind in eine Art Missionsablauf verpackt, der genau befolgt werden muss, um die Einführung erfolgreich abzuschließen. Jegliche Abweichung führt vermutlich zu einem Fehler im Skript, der manche Menüelemente nicht mehr nutzbar macht. Sie werden ausgegraut und können nicht angeklickt werden. Erst wenn man eine der eingeblendeten Boxen schließt und einen Ausstieg aus dem Tutorial bestätigt, kann das angefangene Spiel sinnvoll weitergeführt werden.

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Dabei hat der Titel durchaus Potenzial, einen guten Storymodus implementiert zu bekommen, denn jede Fraktion hat unterschiedliche Alleinstellungsmerkmale sowie tolle einführende Videos, die die Rasse oberflächlich vorstellen. Zusätzlich gibt es ein Missionssystem, das den Spieler mit Aufträgen versorgt und nach deren Erreichen belohnt. Alles Bausteine, aus denen eine tolle Story für ein rundenbasiertes 4X-Strategie-Spiel gebastelt werden kann. Vielleicht kommt dieses Feature mit einem der Updates nach oder die Community nimmt selbst alles in die Hand. Erste Mods, die in diese Richtung gehen, stehen bereits in den Startlöchern des Steam-Workshops.

Aktuell ist der Sandbox-Modus die einzige Möglichkeit eine Partie entweder gegen bis zu zwölf KI-gesteuerte oder menschliche Gegner durchzuführen, wobei letztgenannte sich über das Internet zuschalten müssen. Man wählt zu Beginn eine der acht möglichen Bevölkerungen: Sophon, Craver, Lumeris, Vodyani, Vereinigtes Imperium, Horatio, Rissgeborenen oder Ungefallenen. Eine kurze Beschreibung soll verdeutlichen, welche Eigenheiten diese Fraktionen besitzen und dementsprechend die Spielweise beeinträchtigen.

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Die Sophon sind ein Volk, das sich auf die Forschung sowie die Entdeckung des Weltraums spezialisiert hat. Dementsprechend besitzen sie flinke Erkundungsschiffe und entwickeln am schnellsten neue Technologien. Der Preis für diese Spezialisierung sind schwache Bodentruppen, sodass feindliche Planeten viel schwieriger zu erobern sind.

Dieses Problem haben die Craver wirklich nicht, denn das Kriegswesen bestimmt ihren Alltag. Ihre Bodentruppen wie auch Raumschiffe genießen schlagkräftige Vorteile, doch als weitbekannte militaristische Sklaventreiber haben sie keine Chance, Verbündete auf dem Parkett der Diplomatie zu finden.

Die Lumeris sind die Weltraummakler im Endless-Universum. Dust – die Währung des Spiels – bestimmt ihr Leben und dementsprechend spielt der interstellare Handel eine tragende Rolle für dieses Volk. Sie können als Einzige mit Geld Planeten kolonisieren und ihre Sternensysteme sogar an die meistbietenden verkaufen.

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Die Vodyani dagegen sind ein sehr spirituelles Volk. Gebunden an ihre Archen nutzen sie den Glauben ihrer Untergebenen, um die Weltraumexpansion voranzutreiben. Ihre fanatischen Bodentruppen übertreffen sogar die Leistung der gewalttätigen Craver.

Das Vereinigte Imperium ist der Klassiker unter den Bewohnern eines Sci-Fi-Universums. Es gruppiert sich aus machtbesessene Menschen, die von einem autokratischen Imperator angeführt werden. Als Allrounder stechen die Imperialen in keiner Disziplin deutlich hervor mit Ausnahme der Diplomatie sowie einer erhöhten Mobilmachung an Militärpersonal. Darüber hinaus kann der Imperator seinen politischen Einfluss, der sonst nur als Ressource für diplomatisches Geschick fungiert, nutzen, um Bau- wie auch Forschungsvorhaben zu beschleunigen.

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Horatio ist ein reicher Narzisst, der sein Vermögen sowie Kenntnisse der genetischen Manipulation dazu nutzt, um eine Bevölkerung zu schaffen, die ihm gleicht. Doch die Ästhetik der eigenen Kreationen hat ihren Preis, der sich zumeist in erhöhten Produktionskosten für Raumschiffe niederschlägt.

Die Rissgeborenen stammen aus einer anderen Dimension und sind im Endless-Universum gestrandet, als sie vor einer Katastrophe im eigenen Umfeld fliehen mussten. Diese ätherischen Wesen können die Zeit mittels einer Singularität manipulieren und somit alle damit beeinflussten Prozesse deutlich beschleunigen. Allerdings stellt die Vermehrung der eigenen Bevölkerung für sie eine Herausforderung dar, die nur mit industrieller Produktion zu bewältigen ist.

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Die Ungefallenen sind die Ents (Referenz zu Der Herr der Ringe, J. R. R. Tolkien) in Endless Space 2. Diese baumähnlichen Wesen erobern benachbarte Systeme, indem sie erst über lange Zeit riesige Baumranken hinüberwachsen lassen und anschließend instantan alle lebensfähigen Planeten besiedeln. Als überzeugte Pazifisten genießen sie Vorteile in einem harmonischen Zusammenleben mit anderen Lebewesen. Doch auch die Kriegskunst, die sie als reinigendes Feuer bezeichnen, ist ihnen nicht fremd. Pazifist kommt eben auch von pacare (lat. für befrieden, unterwerfen) und nicht nur von pax (lat. für Friede).

Neben den Hauptfraktionen gibt es zahlreiche Nebenfraktionen, die jedoch kein Interesse an Weltraumexpansion zeigen und daher ihr Dasein in einem einzigen Sternensystem fristen. Wird eine solche indigene Bevölkerung entdeckt, kann sie auf diplomatischem Wege umworben werden, sich dem eigenen Reich anzuschließen. Bei genügend Einfluss zahlt der Umworbene erst Tribut und bietet später eine Mission an, nach deren Abschluss eine direkte Annexion des neutralen Systems erfolgt.

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Wer mit den acht genannten Hauptfraktionen gut genug vertraut ist, kann sich später daran wagen, ein eigenes Volk zu erstellen. Nachdem ein Skin-Template für die Raumschiffe aus den Fraktionen gewählt worden ist, kann in einem Eigenschaften-Editor aus unterschiedlichen Boni wie auch Mali eine individuelle Bevölkerung zusammengestellt werden. Damit nicht nur Vorteile ausgewählt werden, ist jeder Eigenschaft ein Wert hinterlegt: Boni sind positiv und Mali negativ. In Summe darf eine bestimmte Zahl nicht überschritten werden, sodass etwas Gutes mit Schlechtem ausbalanciert werden muss.

Lost in Space

Nachdem die Wunschfraktion sowie die Gegner eingestellt worden sind, muss nur noch die passende Karte gewählt sowie die Gewinnbedingungen eingestellt werden. Punktsieg, Sieg durch Überlegenheit, Eroberungssieg, Wissenschaftssieg, Wirtschaftssieg oder Wunder-Sieg stehen zur Auswahl. Fairerweise sollte man alle Optionen aktiviert lassen, um eine Herausforderung zu haben. Natürlich kann auch gerade jene Siegesart aktiviert sein, die zufällig zu den Vorteilen der eigenen Fraktion passt. Dann kann die Strategie-Action beginnen.

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Action ist vielleicht zu viel gesagt, denn wie die meisten 4X-Titel bedient sich Endless Space 2 des rundenbasierten Spielmodus. Schritt für Schritt kann jeder Zug sinnvoll geplant und ausgeführt werden. Auf der pseudo-isometrischen Hauptkarte bewegen sich die Raumschiffe des Spielers zwischen den Sternensystemen. Neue Kolonien werden auf bewohnbaren Planeten gegründet, um das eigene Reich zu erweitern. Forschungsschiffe scannen Planeten nach Rohstoffen oder entdecken Kuriositäten, die manchmal sogar neue Technologien freischalten. Selbst Kriege werden auf dieser Bedienungsoberfläche geplant wie auch ausgeführt. Sobald ein System angeklickt wird, wechselt die Ansicht in eine höhere Detailtiefe. So können Planeten genauer betrachtet und falls sie bereits eine eigene Kolonie sind auch weiter mit Einrichtungen, die die Gesamtleistung erhöhen, ausgebaut werden.

Im Politik-Fenster werden Gesetze verabschiedet – eine Art temporärem Bonus bis zur nächsten Wahl. Je nachdem welche Partei mit entsprechender Gesinnung gerade im Aufwind ist, gibt es andere Gesetzesentwürfe auf dem Tisch. Mit den eigenen Aktionen – Krieg führen, Industrie aufbauen oder Landwirtschaft fördern – kann man ein Stück beeinflussen, welche Politik gerade aktuellen Zuspruch findet. Allerdings verbraucht jedes beschlossene Gesetz Einfluss, die diplomatische Ressource im Endless Universum. Wer zu wenig davon besitzt, kann im Diplomatie-Fenster dann nicht einmal einem Feind den Krieg erklären, um dessen Planeten in Schutt und Asche zu Bomben. Die entsprechende Schaltfläche für einen Bodenangriff bleibt dann einfach inaktiv ausgegraut.

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Stattdessen dürfen Gefechte unter Raumschiffen jederzeit geführt werden. Treffen sich zwei verfeindete Flotten in einem System, öffnet sich ein Kampfbildschirm, auf dem der Spieler eine von drei zuvor festgelegten Kampftaktiken auswählt, um sein Gegenüber zu besiegen. Das Repertoire an Taktiken ist am Anfang noch sehr dürftig, wird aber im weiteren Verlauf durch Entdeckungen erweitert. Der Schaden der eingebauten Waffen, die Panzerung und zum kleinen Teil die Gefechtsstrategie bestimmen den Ausgang einer Weltraumschlacht. Ein Feature in Endless Pace 2 ist die Möglichkeit, das Gefecht im All schön gerendert zu Beobachten. Eine freie Kamera erlaubt einen guten Blick auf das dreidimensionale Geschehen, doch ein nachträgliches Eingreifen mittels Befehlen ist leider nicht erlaubt. Swords of the Stars 2 hatte dies schon mal besser hinbekommen, indem der Zuschauer dort nicht einfach in seine Rolle verbannt wurde, sondern interaktiv gefordert war.

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Im Wissenschafts-Bildschirm legt der Spieler ein Forschungsprojekt fest, das ihm technologische Vorteile gegenüber der Konkurrenz verschaffen soll. Obwohl die Hauptfraktionen alle individuelle Namen für spezifische Zweige des Technologiebaums besitzen, sind sie im Vergleich untereinander identisch. Nur die Spezialfähigkeiten fungieren als Alleinstellungsmerkmale wie auch eine späte Festlegung darauf, ob Strahlenwaffen oder Geschosswaffen optimiert werden sollten. Hier werden ebenso die fortgeschrittenen Optionen der Kolonisierung freigeschaltet, die es erlauben, Planet mit einer gefährlichen Biosphäre bewohnbar zu machen. Das Wirtschafts-Fenster dagegen gibt einen Überblick über bestehende Handelsrouten, Firmensitze wie auch Modernisierungsmaßnahmen für einzelne Systeme, um mehr Ressourcen zu erhalten.

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Die Flottenansicht wird ihrer Bezeichnung gerecht, denn sie präsentiert alle Raumschiffsflotten des Spielers in einer kompakten Form. Mittels Mausklick können Verbände direkt ausgewählt werden, ein Doppelklick zoomt sogar darauf in der Hauptansicht. Ein weiteres Unterfenster erlaubt die Zusammensetzung der Bodentruppen zu optimieren. Neben Verbesserungen stehen vor allem Panzer wie auch Flugzeuge zu Auswahl, um die Streitkräfte zu komplettieren. Allerdings muss dazu in der Forschung die entsprechende technologische Voraussetzung erfüllt worden sein. Außerdem werden hier die Raumschiffstemplates für die Produktion erstellt, indem man zunächst einen Rumpf wählt und anschließend entsprechende Slots mit Waffen, Rüstungsteilen oder weiteren unterstützenden Subsystemen füllt. Diese Art der Individualisierung für Fluggefährte kennt man schon aus Master of Orion.

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Im Helden-Menü – der sogenannten Akademie – befinden sich die Avatare, die der Spieler im Laufe seiner Partie rekrutieren kann. Diese besitzen einzigartige Fähigkeiten, die sie sowohl als Systemgouverneure wie auch Feldherren nutzbringend einsetzen können. Für jede Aktion erhalten die Helden Erfahrungspunkte, die wiederum zu einem Levelaufstieg führen und Fähigkeitspunkte bescheren, um weitere Fähigkeiten freizuschalten. Zusätzlich besitzt jeder Avatar ein eigenes schlagkräftiges Raumschiff, das mit der erforschten Technologie des Spielers weiter aufgerüstet werden kann. Passend zu diesem Element des Rollenspiels gibt es auch ein Quest-Menü, in dem erhaltene Aufträge zusammengefasst sind. Mal muss eine Feindflotte aufgehalten werden, ein Signal gescannt oder einfach nur eine Zeit lang Zufriedenheit in der Galaxis vorherrschen. So oder ähnlich sind die Aufträge. Zur Belohnung gibt es Geld, Ressourcen, einzigartige Technologien oder Boni wie auch im Falle von Nebenfraktionen einen friedlichen Anschluss an das eigene Reich.

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So weit weg

Der Umfang von Endless Space 2 ist gigantisch. Alle zuvor vorgestellten Spielelemente greifen sinnvoll ineinander über und der Mix aus Rollenspiel sowie 4X-Strategie scheint gut gelungen zu sein. Insbesondere das Zusammenspiel zwischen Mikro- wie auch Makromanagement, die Dank optionaler Automatisierung auch Anfängern leicht zugänglich sind, ist sehr gut gelungen. Jedoch gibt es einige technische Mängel, die gelegentlich auftreten. Ein besonders schmerzender Fauxpas passiert wie folgt: Nach ca. 50 bis 100 Spielrunden bleibt das Spiel hängen und alle bis dato erstellten Spielstände sind unbrauchbar, weil sie bei Neustart des Spiels nicht geladen werden können. Der Fehler ist nicht exakt reproduzierbar, passiert mit allen Fraktionen und vernichtet viel investierte Spielzeit. Ein Blick in das entsprechende Forum eröffnet, dass der Fehler bereits aus der Early-Access-Phase bekannt ist und eigentlich als behoben gilt. Zusätzlich gibt es manchmal Probleme mit aktivierten Mods aus der Community – doch dies kann nicht den Entwicklern zur Last gelegt werden.

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Die grafische Präsentation des Spiels ist hervorragend, auch wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass schwächere Rechner bei all den vielen Berechnungen der Simulation im Hintergrund in die Knie gehen. Besonders die Weltraumgefechte sind schön anzuschauen. Lediglich die fehlende Möglichkeit, aktiv ins Kampfgeschehen einzugreifen, ist ein Wermutstropfen. Die Bodengefechte dagegen sind optisch viel zu stark vereinfacht, sodass man diese Option vermutlich früh abstellen wird. Der Sound ist qualitativ hochwertig. Sowohl die Hintergrundgeräusche als auch die Musik passen ziemlich gut zum Spielgeschehen. Darüber hinaus scheint die deutsche Synchronisation sehr gut umgesetzt, wobei hauptsächlich die textlastigen Teile sehr gut übersetzt worden sind, während die Fraktionsvideos immer noch englischsprachig mit deutschen Untertiteln hinterlegt sind.

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Fazit

Unzählige Spielstunden können nicht lügen. Endless Space 2 ist ein sehr gut gelungener Vertreter des 4X-Strategie-Genres und ein immenser Zeitfresser. Alle vorgestellten Spielelemente sind kein Novum, doch die geschickte Kombination derer macht daraus ein sehr erlebenswertes Spiel – sofern langes Taktieren zu den gewünschten Spieleigenschaften zählt. Dasselbe tolle Gefühl, das man bei Master of Orion (1 oder 2) hatte, kehrt mit diesem Titel wieder und fesselt sicherlich jeden Hobbystrategen an den Bildschirm. Jedoch muss das Problem mit den korrumpierten Spielständen unbedingt gelöst werden, da viele Stunden harter Arbeit im Nichts verschwinden und starken Jähzorn hervorrufen können. Einer Kaufempfehlung steht somit nur wenig im Weg.

Positiv

  • Rollenspielelemente
  • schöne Schlachten
  • gelungenes Mikro- und Macromanagement

Negativ

  • Bug, der Spielstände unbrauchbar macht
  • nur Sandbox-Modus verfügbar
  • kein individueller Forschungsbaum für Fraktionen
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Geschrieben von: Witali Blum

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Neueste Kommentare

  • Florian Richter Florian Richter: Ja Telltale weiß einfach wie man die Fans der Filme und die der Comics vereinen kann. Die Charaktere sind wirklich gut gelungen und man muss nicht überlegen wen man da auf dem Bildschirm hat.
  • Tim: Habe Guardians im Flugzeug gespielt, davor den 1. Kinofilm gesehen. Die Umstellung im Design der Charaktere ging recht schnell und ist einfach auch richtig gut gemacht.
  • Dominik Probst Dominik Probst: Kann ich schon verstehen. Aber Merchandise ist immer schön anzusehen :D