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Conan Exiles

Von Gabor Röser am 27. Mai 2018 in Review

Mehr als ein Jahr nach dem Start des Early-Access auf Steam, unzählige Patches und Ankündigungen später, ist es nun so weit. Der offizielle Release von Conan Exiles aus dem Hause Funcom ist endlich da. Als ein in das Exil Verbannter, heißt es nun: Überleben, Bauen und Herrschen!

Vom Niemand zum Herrscher

Die Welt von Conan Exiles lebt vor allem von der eigenen Kreativität und Entdeckerfreude. Der Drang, immer mehr zu erforschen und von der Spielwelt zu entdecken, verschlägt euch oftmals in die abgelegensten Regionen der riesigen und weitläufigen Karte. Hierbei ist die richtige Ausrüstung und Entwicklung des Charakters besonders wichtig. Ohne eine vernünftige Waffe und Rüstung zur Verteidigung kann euch selbst ein einfaches Krokodil bereits ordentlich Ärger einbrocken. Die ständige Angst, man könne all seine hart gewonnene Ausrüstung in einem einzigen Kampf verlieren, hält die Spannung im Spiel und lässt euch stets aufmerksam bleiben.

Gameplay 

Zu Beginn wird der Charakter erstellt. Hierbei kann sowohl das Aussehen als auch ein Teil der späteren Fähigkeiten bearbeitet werden. Dazu zählt zum Beispiel das Talent des Kannibalen, durch welches ihr im weiteren Spielverlauf in der Lage seid, eure Feinde nach dem gewonnenen Kampf zu verspeisen. Der Spieler erscheint ohne Ausrüstung mit seinem Charakter in der Wüste und bahnt sich langsam den Weg ins Landesinnere. Gerade am Anfang ist es besonders wichtig, viele Rohstoffe zu sammeln sowie kleinere Tiere und Gegner zu töten.

Durch jegliche Interaktionen mit der Spielwelt erlangt ihr Erfahrungspunkte, welche euch Aufstiege geben. Mit jedem Aufstieg erhaltet ihr Fähigkeitspunkte, die ihr komplett frei verteilen könnt. Hierbei werden weitere Rezepte freigeschaltet, die dem Spieler neue Baumöglichkeiten geben. Aber auch die eigenen Attribute sollten nicht vernachlässigt werden. Durch diese bekommt ihr beispielsweise die Möglichkeit, länger am Stück zu sprinten oder eure Ausdauer zu steigern, welche vor allem im Kampf eine zentrale Rolle spielt.

Das Kampfsystem ist simpel und schlicht gehalten, aber trotz dessen anspruchsvoll und gerade im frühen Spielverlauf erbarmungslos. Während eines Kampfes könnt ihr euch komplett frei bewegen. Dies gibt euch die Möglichkeit, rasch eure Position zu verändern oder Angriffen mit einer Rolle zu entkommen. Es gibt die Option, Angriffe zu blocken oder ihnen geschickt mit einem kleinen Sprung nach hinten auszuweichen. Ebenfalls gibt es langsame aber extrem starke Spezialangriffe. Alle Aktionen im Kampf verbrauchen einen Teil eurer Ausdauer. Diese braucht eine gewisse Zeit, um sich wieder aufzufüllen. Habt ihr mitten im Kampf keine Ausdauer mehr, müsst ihr euch einen Moment aus dem Gefecht zurückziehen, um dann erneut attackieren zu können. Genau diese Mechanik macht Kämpfe so spannend und das Aufsteigen eures Charakters wichtig.

Das Bauen eurer Unterkunft ist ebenfalls eine essenzielle Mechanik im Spiel. Hier erschafft ihr eure eigene Basis, in welcher ihr vor allem ein Bett aufstellen solltet. Denn sterbt ihr einmal im Kampf, werdet ihr an eurem Bett wiederbelebt. Hinzu kommt die Möglichkeit, alle eure technischen Errungenschaften zu platzieren, Rohstoffe und Gegenstände in Truhen zu verstauen und einen Unterschlupf vor Naturereignissen wie einem Sandsturm zu besitzen. Der Baummodus kennt nahezu keine Grenzen, da unzählige Objekte erschaffen und platziert werden können. Hierbei kommt es natürlich ebenfalls auf die Lage an.

Ihr könnt zwischen 9 verschiedenen Biomen wählen. Darunter befinden sich zum Beispiel die Wüste, eine Schneelandschaft und ein dichter Dschungel. Alle Biome haben ihre eigenen Kreaturen und Gegebenheiten. In allen gibt es viel zu entdecken und die andauernde Abwechslung trägt dazu bei, mehr von der Welt erkunden zu wollen.

Sklaven und Leibeigene könnt ihr ebenfalls ab Stufe 10 zu eurem eigenen Vorteil nutzen. Anstatt computergesteuerte Gegner zu töten, könnt ihr diese einfach gefangen nehmen und mit der Hilfe des Rads der Schmerzen ihren Willen brechen. Habt ihr dies erfolgreich geschafft, könnt ihr die Sklaven Gegenstände herstellen lassen. Sklaven haben bestimmte Fähigkeiten, wodurch ein Schmied an der Schmiedebank deutlich besser aufgehoben ist, als bei der Verteidigung der Basis. Dies wäre dann zum Beispiel die Aufgabe eines Bogenschützen.

Das Gameplay in Conan Exiles ist stark abhängig von euren eigenen Präferenzen. Das Spiel gibt euch schließlich die Möglichkeit eigenständig zu handeln und alles zu tun oder zu lassen was ihr wollt. Eine Spiel-Story ist so gut wie nicht vorhanden. Zwar habt ihr eine gewisse Geschichte im Spiel zu erkunden, aber keinen Leitfaden, der euch durch das Spiel leitet, geschweige denn eine vollständige Kampagne.

 

Der Mehrspielermodus

Conan Exiles lebt ein Stück weit von seinem Mehrspielermodus und der Möglichkeit der Interaktion mit anderen Spielern. Zwar ist das Spielen alleine möglich, aber oft entstehen spannende Situation oder der Drang zu überleben gerade durch die ständige Angst, auf Gegenspieler treffen zu können. Oftmals können Konflikte über den im Spiel vorhandenen Sprachchat gelöst werden und Partnerschaften entstehen. Der Beitritt einer Mehrspielerwelt erfolgt über einen Server-Browser im Spiel. Ebenfalls könnt ihr ein Koop-Spiel eröffnen, in welchem ihr nur mit ausgewählten Freunden spielt.

 

 

Die Steuerung

Die Steuerung in Conan Exiles, sowohl mit Maus und Tastatur als auch mit dem Controller, funktioniert von Beginn an intuitiv. Zwar gibt es die ein oder andere Mechanik, die eine gewisse Eingewöhnungsphase braucht, was jedoch in jedem Spiel zu finden ist. Insgesamt kann man sagen, dass die Steuerung mit Maus und Tastatur oftmals leichter ist, da der Spieler doch eine große Zeit beim Spielen in Menüs verbringt. Diese lassen sich mit der Maus leichter bedienen, da mit dem Controller oft der Überblick verloren geht und deutlich mehr Zeit aufgewendet werden muss.

 

Die Grafik

Der Grafische Teil in Conan Exiles wird von der Unreal Engine übernommen, welche in diesem Spiel erneut zeigen darf, was für atemberaubende Spielwelten mit ihr erschafft werden können. Das Wasser ist schön animiert und die Effekte gut gemacht. Das zerfallen eines Steins oder die Bewegungen eures Charakters sind grundsätzlich nett anzuschauen. Leider gibt es zwischendurch jedoch Momente, in denen man merkt, dass das Spiel in der Entwicklung in einer Early-Access Phase gesteckt hat und weitere Patches noch nötig sein werden. Das Klettern sieht nicht gerade realistisch aus und manche Bewegungsabläufe wirken oft statisch. Hier hoffen wir auf weitere Patches, die das Spielerlebnis noch ein Stück besser machen.

Sound

Die Soundeffekte in Conan Exiles sind gut gelungen und passen perfekt zum Spiel. Schritte von Gegnern sind gut hörbar und Interaktionen, wie das Abbauen eines Steins, wirken realistisch. Kampfgeräusche von Tieren wirken nicht überladen, sondern sorgen oftmals für ein spannenderes Kampferlebnis. Die Musik fügt sich mit ihrem Drang zum Epischen gut in die Welt von Conan dem Barbaren ein und untermalt das Spielerlebnis positiv.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich Conan Exiles am besten als ein langzeitmotivierendes Open-World-Survivalspiel beschreiben. Das Spiel hat eine schöne und interessante Spielwelt und ermutigt von Beginn an zum Erkunden und Erforschen. Vor allem die Interaktionen mit den anderen Mitspielern macht das Spielen so interessant. Zwar hat das Spiel noch den ein oder anderen Punkt zu verbessern, zum Beispiel bestimmte Animationen, aber das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Conan Exiles wird vor allem für jeden Survival-Spiel-Liebhaber einen genaueren Blick wert sein.

Positiv

  • Interessante Spielwelt
  • Gutes Kampfsystem
  • Kreativer Baumodus

Negativ

  • Menüs teilweise sehr voll (Controllersteuerung)
  • Manche Animation wirken unausgereift
81
Gabor Röser

Geschrieben von: Gabor Röser

Schüler am Berufskolleg für Architektur und Bautechnik. Besonderes Interesse an Survival-Games und der Moba-Szene. Auf Twitch.tv auch im Livestream zu sehen.

Conan Exiles

Publisher:Funcom
Entwickler:Funcom
Release Datum:31. Januar 2017

Verfügbar für

Genre

USK Alterseinstufung

Alterseinstufung ausstehend.

1 Kommentar hinzugefügt

  1. Daniel Walter
    Daniel
    28. Mai 2018 um 9:45 | antworten

    In der finalen Version finde ich Conan Exiles sehr motivierend, vor allem das Kampfsystem macht jetzt richtig Spaß. Für mich der aktuell interessanteste Survival-Titel. Sehe es aber wie du, ein wenig mehr Story hätte nicht geschadet 🙂


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