Battlefield 1 – In the Name of the Tsar DLC

Seit geraumer Zeit ist der zweite Battlefield 1 DLC In the Name of the Tsar erhältlich. Wir möchten euch die neue Erweiterung in unserem Test kurz vorstellen und euch zeigen, ob sich ein Kauf lohnt.

Neue Fraktionen

Der DLC führt zum einen die russische Armee in die Kämpfe des Ersten Weltkriegs ein. Als Besonderheit können wir uns hier auf weibliche Charaktere freuen, die in der Scharfschützen-Klasse spielbar sind. Darüber hinaus schlüpfen wir beispielsweise auf der Zaryzin-Karte in die Rolle der Roten Armee, die als weitere Fraktion in den Krieg einzieht. Eine zusätzliche Neuerung ist die Husaren-Reiterklasse, die statt eines Säbels eine Kampflanze mitbringt, und selbstverständlich lassen sich auch neue Waffen für alle Hauptklassen freischalten.

Der neue Spielmodus

Der neue Spielmodus hört auf den Namen Versorgungsabwurf und dürfte bei allen Battlefront-Spielern Erinnerungen an die Spielvariante Abwurfzone wecken. Ähnlich wie bei der klassischen Eroberung müssen auch hier bestimmte Areale eingenommen und verteidigt werden. Da diese Areale aber nicht statisch sind, sondern ihr Standort davon abhängt, wo das Flugzeug die Nachschub-Kisten abwirft, ist dieser Spielmodus etwas dynamischer und weniger planbar als der Battlefield-Klassiker. Weiterhin kommen mit der neuen Erweiterung auch zwei neue Operationen, in denen echte Schlachten des Ersten Weltkriegs auf dem Programm stehen.

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Sechs neue Multiplayer-Karten

Die Hauptinhalte des DLCs sind natürlich die sechs neuen Multiplayer-Karten. Hier ist definitiv für Abwechslung gesorgt, sodass jeder Spielertyp auf seine Kosten kommen sollte.

So werden all diejenigen, die auf hitzige Gefechte auf engem Raum stehen, Gefallen an der Zaryzin-Karte finden. Hier konzentrieren sich die Kämpfe auf eine riesige Kathedrale in der Mitte der Karte, die von mehreren Seiten betreten werden kann. Dadurch ist für Spannung gesorgt, wenn die Weiße und die Rote Armee versuchen, die Eingänge zu verteidigen und die feindliche Fraktion aus dem Gebäude zu verdrängen.

Die bereits seit der Gamescom bekannte Lupkow-Pass-Map punktet hingegen mit einem schwierigen Terrain. Das hügelige Gebiet hält unzählige Versteck-Möglichkeiten bereit, sodass hinter jeder Erhebung ein Feind lauern könnte. Besonders interessant ist das Areal rund um die Burgruine, die auch der zentrale Punkt bei der kleineren Version der Map ist. Hier bieten die Burgmauern eine gute Möglichkeit, um sich spannende Gefechte mit den Feinden aus der Deckung heraus zu liefern.

Die Wolga-Karte ist aufgrund ihrer Weite und Offenheit eine schwierige Map für klassische Fußsoldaten, da sowohl Späher als auch Panzer ein sehr freies Sichtfeld haben. Die Landschaft ist schon von früheren Schlachten gezeichnet und bietet dementsprechend wenig Deckung. Daher spielen hier auch die für den Ersten Weltkrieg typischen Gräben eine große Rolle, in denen es immer wieder zu Schusswechseln auf engem Raum kommt.

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In Sachen Atmosphäre ist die Albion-Karte ein echtes Highlight. Hier finden die Kämpfe auf mehreren kleinen Inseln statt, deren optischer Mittelpunkt ein alter Leuchtturm ist. Aber auch das Schlachtschiff, das als Startpunkt für eine der Fraktionen fungiert, verleiht der Karte eine außergewöhnliche Stimmung. Besonders schwierig für die eintreffenden Soldaten sind hierbei die neu eingeführten Küsten-Geschütze, die für ein stetiges und mächtiges Feuer sorgen.

Ebenfalls sehr atmosphärisch ist die Karte „Brussilows Festung“ ausgefallen. Hier verschlägt es uns in ein verschneites Dorf, durch das eine Bahnlinie führt. Die zahlreichen Häuser sowie die Brücke und die umliegenden Wälder bieten dabei zahlreiche Versteck-Möglichkeiten, die abwechslungsreiche Gefechte garantieren. Da die Karte insgesamt recht klein ist, konzentrieren sich die Kämpfe größtenteils auf das Gebirgsdorf, was für stetige Spannung sorgt.

Am wenigsten Schnee finden wir auf der letzten Karte, die uns nach Galizien mitnimmt. Das offene Areal hält diverse Hütten sowie verlassene Windmühlen für uns bereit, die als Deckung genutzt werden können. Insgesamt kommen auf dieser verhältnismäßig sehr grünen Map aber vor allem Panzerfahrer, Scharfschützen und Piloten auf ihre Kosten, was in erster Linie an Ihrer Weitläufigkeit liegt.

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Fazit:

Nach mehreren Stunden Spielzeit im verschneiten Russland lässt sich sagen, dass der neue DLC wirklich auf ganzer Linie überzeugt. Die Maps sind unglaublich abwechslungsreich und bieten sowohl enge Areale wie die Kathedrale oder das Bergdorf als auch weitläufige Ebenen an der Wolga oder in Galizien. Am besten gefallen hat mir allerdings die Albion-Karte, die mit ihrer Nähe zum Wasser sowie dem Leuchtturm und dem Kriegsschiff eine einzigartige Kulisse bietet.

Darüber hinaus ist auch die Einführung der weiblichen Scharfschützen wirklich gelungen, wohingegen die Husaren-Reiterklasse ein wenig unspektakulär ist. Leider gibt es auch diesmal keine neuen Kriegsgeschichten, sodass die Neuerungen ausschließlich an Multiplayer-Fans gerichtet sind.

Positiv

  • Abwechslungsreiche Maps für jeden Geschmack
  • Albion-Map mit markanter Kulisse
  • Weibliche Scharfschützen
  • Dynamischer Versorgungsabwurf-Spielmodus
  • Küstengeschütze

Negativ

  • Husaren-Reiterklasse nicht individuell genug
  • Erneut keine weiteren Story-Inhalte
95
Daniel Walter

Geschrieben von: Daniel Walter

Hat seit der ersten PlayStation keine Konsolengeneration ausgelassen und interessiert sich vor allem für Adventures, RPGs und Actiongames. Neben der Arkham- und Assassin's Creed Reihe liegen auch sämtliche Star-Wars-Titel stets hoch im Kurs.

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