Cloud Pirates: Actiongeladene Luftschlachten oder langweilige Ballerei?

Schiffe auf dem Meer sind langweilig, lasst sie uns in die Luft bringen! Das oder etwas Ähnliches muss bei den Machern von „Cloud Pirates“ im Kopf herumgegangen sein. Der Name „Cloud Pirates“ ist auch Programm: Als Kapitän unseres fliegenden Schiffes kämpfen wir erbitterte Schlachten gegen unsere Feinde. Ob das Spiel, das sich gerade noch in der Beta befindet, schon im Kalender vorgemerkt werden sollte, haben wir für euch getestet.

Mit freundlicher Unterstützung von My.com durften wir uns als einige der ersten in die Luftschlachten stürzen. Direkt zu Beginn konnten wir zwischen drei verschiedenen Schiffen wählen: Die „Training“, einem mittelschweren Kreuzer, der „Gale“, einem mittelschweren Angriffskreuzer, und der „Thunder“, einem leichten Torpedo Segelschiff. Alle unterscheiden sich hauptsächlich in der Angriffsreichweite, der Dynamik und dem Schwierigkeitsgrad, in die das Schiff eingestuft wird. Natürlich gibt es auch noch mehr Punkte, wie dem Schaden pro Schuss, dem Schaden pro Sekunde, die Feuerrate, die Trefferpunkte und noch viele mehr. Alle aufzuzählen würde allerdings den Rahmen dieses Previews sprengen.

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Nachdem wir uns für ein Schiff entschieden haben, müssen wir das Tutorial absolvieren. Hier wird uns, wie gewohnt, alles Notwendige beigebracht. Besonders wichtig ist hier, dass man die Höhe verändern kann. Fahren wir mit unserem Schiff beispielsweiße am oberen Rand des Spielfelds entlang, kann uns ein Gegner, der am unteren Rand fährt, nicht treffen. Wir ihn allerdings auch nicht. Unser Schiff besitzt auf jeder Breitseite mehrere Kanonen, die abgeschossen werden, sobald wir dir Kamera auf eine der beiden Seiten lenken. An unserem Bug besitzen wir auch noch Kanonen, für die wir die Kamera geradeaus richten müssen. Jedes Schiff besitzt auch drei Sonderplätze für verschiedene Fähigkeiten. Darunter sind zum Beispiel ein Schuss, der den Antrieb des Gegners kurzzeitig lahmlegt, oder eine Raketensalve, oder aber ein Schutzschild. Und da man sich ja auch noch verteidigen möchte, hat jedes Schiff pro Seite drei Schilde, die erst einmal durchbrochen werden müssen, bevor man Schaden erleidet.

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Bevor wir auf den Kampf eingehen, gehen wir erst einmal auf die Kampfbelohnungen ein. Nach jeder Runde, egal ob siegreich oder nicht, erhalten wir Gold, Erfahrungspunkte für das Schiff, das wir benutzt haben, und natürlich noch Achievements, falls wir eine besondere Leistung erbracht haben. Mit dem Gold lässt sich das Schiff reparieren und, nachdem wir ein Upgrade erforscht haben, kann man dieses damit auch kaufen. Upgrades sind unter anderem für die Kanonen verfügbar, für die Spezialfähigkeiten, für den Antrieb und natürlich für den Rumpf. Die meisten Schiffe können auch weiterentwickelt werden, indem alles erforscht wird und danach das neue Schiff gekauft wird. Wie viele Punkte noch benötigt werden, sieht man im Upgrade-Bildschirm des jeweiligen Schiffes.

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Jetzt aber genug zur Theorie, stürzen wir uns endlich in einen Kampf! Mit unserem Lieblingsschiff klicken wir auf „Battle!“ und schon sind wir in der Warteliste für das nächste Spiel. Welchen der vier Spielmodi, die wir im Test entdecken konnten, man spielen wird, konnte man in dieser Beta nicht auswählen. Jedes Spiel ist gewonnen, sobald man 1.000 Punkte für sein Team gesammelt hat. Je nach Modi, kann man auf verschiedene Weisen Punkte sammeln. In „Control Point Capture“ erhalten wir Punkte dadurch, dass wir so viele der drei Kontrollpunkte in unseren Besitz bringen, wie möglich. Dieser muss natürlich auch verteidigt werden. Verteidigt werden muss auch der Transporter in „Payload Escort“. Immer wieder erscheinen hier Portale, die eingenommen werden müssen, damit ein neuer Transporter erscheint. Dieser muss zum nächsten Portal gebracht werden um die Punkte zu bekommen.

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Dann gibt es noch den „Treasure Hunt“-Modus, bei dem immer wieder Schatztruhen auftauchen, die eingesammelt und zum richtigen Stützpunkt gebracht werden müssen. Den richtigen Ort erkennt man daran, dass er die gleiche Farbe wie der Schatz hat. Und zu guter Letzt gibt es noch das „Death Match“, bei dem einfach jeder Abschuss zählt.

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Die Kämpfe sind wirklich spannend, da man, wie schon erwähnt, nicht nur auf einer Ebene kämpft, sondern wirklich dreidimensional. Wenn wir in der Ferne einen Gegner sehen, der relativ nah am Boden ist, schleichen wir uns einfach über ihm an, zielen und Feuern aus allen Rohren. Dafür sollte man maximal 100 Yards von ihm entfernt sein, da nicht wirklich eine Waffe weiter schießen kann.

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In unserem Test haben wir uns hauptsächlich mit der „Training“ und ihren Upgrades auseinandergesetzt. Diese spielte sich wirklich gut, sie ist teilweise etwas langsam, dafür verträgt sie einigen Schaden und teilt sehr gut aus. Von zehn Spielen waren wir acht Mal auf Platz 1. In fünf Spielen sind wir auch kein einziges Mal gestorben. Wer taktisch klug spielt, hat eigentlich nicht viele Probleme, außer es taucht ein „schweres“ Schiff auf, denn diese besitzen noch mehr Feuerkraft als wir. Teilweise haben wir uns etwas zu stark gefühlt, das hat sich aber geändert, als wir das Upgrade für die „Training“ gekauft haben. Danach waren die Kämpfe wieder mehr ausgeglichen, teilweise sogar echt schwer. Aber Spaß hat es dennoch gemacht.

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Natürlich haben wir mehr Spiele gespielt und auch die anderen Schiffe getestet, bei denen wir ähnliche Eindrücke bekommen haben. Für jeden Spielertyp sollte hier ein Schiff dabei sein, denn es gibt unter anderem schnelle, schwere und wendige Schiffe. Je nachdem wie man selbst gerne spielt, kann man hier viel rausholen.

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Optisch könnte man „Cloud Pirates“ vom Stil her mit „Hearthstone“ und „World of Warcraft“ vergleichen. Das fällt vor allem bei den Luftschiffen auf, die aber wirklich gut aussehen. Auch die ganze Spielwelt wirkt passend, es gibt etliche Möglichkeiten sich zu verstecken und das Gelände für sich zu benutzen. In den Ladebildschirmen werden gezeichnete Hintergründe benutzt, die schön anzusehen sind. In dieser Beta war das komplette Spiel auf Englisch, natürlich auch die Sprachausgabe, die eher selten zum Einsatz kommt. Während unserer Schlacht gibt es ab und zu eine Hintergrundmusik zu hören, die nicht aufdringlich wirkt und nicht ablenkt. Viel Abwechslung gab es allerdings nicht. Im Hauptmenü ist die Musik epischer und auffälliger.

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Fazit:

„Cloud Pirates“ hat mir viel Spaß bereitet und sollte unbedingt von jedem einmal unter die Lupe genommen werden. Vor allem die Möglichkeit, in allen drei Dimensionen kämpfen zu können, ist wirklich spaßig. Hier ergeben sich neue Möglichkeiten den Gegner zu besiegen.

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Dominik Probst

Geschrieben von: Dominik Probst

Informatik-Student und Hobby-Spieleentwickler. Nebenbei auch noch auf Youtube als Let's Player unterwegs. Gamer aus Leidenschaft seit meiner Kindheit, mit einem Faible für die komplette "The Legend of Zelda"- und "Halo"-Reihe.

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Neueste Kommentare

  • Stephanie Walter Stephanie Walter: Ich glaube, es kommt einfach darauf an, was man gerne spielt. Klar lassen sich Taktik und Teamplay nicht mit einem Titel wie Battlefield vergleichen aber ich denke, dass trotzdem viele Spaß an Battlefront II haben werden. Gerade auch Gelegenheitsspieler, die schnell mal ne Runde zocken wollen. Ihr hab natürlich Recht, die Grafik und das Feeling stimmen und vielleicht tut sich in Sachen Teamplay noch ein bisschen was vorm Release, gerade bei den Gruppenpunkten wäre das wünschenswert. Ich freue mich auf jeden Fall richtig auf die Kampagne.
  • Daniel Walter Daniel: Ist das erste Mal, dass ich es am PC spiele, früher stundenlang an der PS2 :-)
  • Dominik Probst Dominik Probst: Das kam 2005 raus? Oh man.. Ich werd alt... xD Hab das mit meinem Bruder gesuchtet :D