Florians Top 3 Horrorgames

Von Florian Richter am 31. Oktober 2016 in Artikel

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Platz 3:

Until Dawn

Bereits im August 2015 schockte Supermassive Games die Playstationspieler – und das im positiven Sinne. Mit Until Dawn lieferten sie ein Motion Capturing Meisterwerk mit prominenter Unterstützung (unter anderem Hayden Panettiere und Rami Malek), dass mit einer hollywoodreifen Inszenierung auftrumpft. Zwar ist der Plot rund um eine Gruppe junger Teenager die in einer abgelegenen Berghütte die Ferien verbringen wollen nicht wirklich neu, doch hat man im Videospielsegment nichts Vergleichbares. Im Laufe des gemütlichen Beisammenseins gehen merkwürdige Dinge vor sich und schließlich findet sich die Gruppe im Kampf um Leben und Tod wieder. Dank der doch recht ausgeprägten Storyline, dem recht gut gelungenen Motion Capturing und der sehr dichten Atmosphäre kann Until Dawn fast über die gesamte Spieldauer ein stetig steigendes Gefühl des Unbehagens erzeugen, dass nach dem Plottwist in pure Angst umschlägt.

Fazit: großes Kino, dichte Atmosphäre und wunderschön anzusehen. Für Besitzer einer Playstation auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

Platz 2:

Outlast

Eine verlassene Nervenheilanstalt, ein neugieriger Reporter und übermenschliche Gegner. Nicht die originellste Ausgangssituation für ein Horrorspiel, aber ein Garant für den einen oder anderen Schockmoment. Der Spieler wird ohne allzu langes Vorgeplänkel in eine bedrohliche Situation geworfen, der er nach Leibeskräften für den Rest des Spieles zu entkommen versucht. Die komplett verrückten und nur noch entfernt an Menschen erinnernden Patienten, sowie der wahnsinnige Doktor versetzen einen am laufenden Band in Angst und Schrecken. Kaum eine Minute vergeht, ohne dass man um sein Leben rennen muss. Diese durchgehende Anspannung hält bis zuletzt an und macht diesen Titel zurecht zu einem der beliebtesten Spiele aus dem Horror Genre. Red Barrel Games schafft es ohne großes Budget oder riesigen Publisher im Hintergrund ein Stück Horrorspielgeschichte zu schreiben.

Fazit: Outlast ist auf jeden Fall ein Überraschungstitel, der mit Minimalismus zu überzeugen weiß. Den Sprung auf Platz 1 dieser Liste hat der Titel nur wegen der ständig präsenten Gegner verpasst, die einem ununterbrochen vorgesetzt werden.

Platz 1:

SOMA

Ebenfalls 2015 erschien das Spiel SOMA von Frictional Games. In diesem Titel übernimmt man die Rolle des Kanadiers Simon Jarret, der nach einem Autounfall mit massiven neurologischen Problemen zu kämpfen hat und sich einer experimentellen Untersuchungsmethode unterziehen will. Nachdem er auf dem Scannerstuhl Platz genommen hat, wacht er in einer vollkommen unbekannten Umgebung wieder auf. Auf der Suche nach einem Ausweg versteht der Protagonist immer mehr, dass er sich in einer verlassenen Forschungsstation am Meeresgrund befindet. Doch auch wenn sich überall Anzeichen menschlichen Lebens finden, so scheint die Basis komplett verlassen zu sein – abgesehen von den autonomen Robotern. Diese scheinen sich auch gefragt zu haben, weshalb sie auf menschliche Befehle hören sollen. Diese Erfahrung macht auch Simon, der ab der ersten Begegnung versuchen muss den Monstern aus dem Weg zu gehen. Und auch wenn dem Spieler die Gefahr quasi stetig im Nacken sitzt, so sind die Auftritte der Maschinen doch recht rar gesät. Vielmehr wird die Stimmung durch die ausweglose Situation und vor allem die sehr tiefgründigen und nachdenklich stimmenden Gespräche mit Simons „Begleiterin“ Catherine erzeugt. Lange Spaziergänge auf dem dunklen Meeresboden mit nichts weiter als den eigenen Gedanken und dem Wissen, dass man nach einer Weltweiten Katastrophe der vielleicht letzte lebende Mensch ist. SOMA ist einer dieser Titel, der ohne ständigen Kontakt mit den Gegnern und ohne auf Biegen und Brechen gruselig gestaltete Umgebung den Spieler fesselt und mit seinen Gedanken mehr oder weniger allein lässt. Mit wenig Aufwand viel erreichen – das hat Frictional Games mit SOMA auf jeden Fall geschafft.

Fazit: SOMA packt den Spieler nicht bei seiner Angst vor übermenschlichen Gegnern, sondern setzt auf die Isolation, das Gefühl für immer allein zu sein und die Gedanken an das, was einmal war. Wenig bedrohlich, trotzdem beängstigend. Ein verdienter erster Platz.

Florian Richter

Geschrieben von: Florian Richter

Nerd,Technikbegeistert, Gamer aus Überzeugung. Nebenbei auch noch auf YouTube ab und zu aktiv. Fan der Uncharted - und Ratchet&Clank - Spielereihe.

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