Zombi

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Das Actiongame „Zombi“ ist bereits seit Längerem für die WiiU erhältlich und machte sich dort als erstes Zombiespiel, das die innovative Gamepad-Steuerung der Konsole auf intelligente Weise genutzt hat, einen Namen. Nun hat das Spiel auch die anderen Konsolen erreicht und muss jetzt zeigen, ob es auch ohne die außergewöhnliche Steuerung überzeugen kann.

Zu Beginn der Handlung finden wir uns in einem heruntergekommenen Unterschlupf wieder, der sich bald als ein sogenanntes „Safehouse“ in der Londoner U-Bahn herausstellt. Hierher kehren wir immer zurück, um den Fortschritt zu speichern, indem wir es uns auf dem Bett bequem machen. Das Safehouse bietet uns außerdem eine Lagerkiste, in der wir gesammelte Gegenstände, die nicht mehr in unser Inventar passen, ablegen können.
Bevor wir das erste Mal ins Freie gehen können, müssen wir zunächst unsere Basis gegen einige herannahende Untote verteidigen. Dafür greifen wir zunächst nur auf einen umfunktionierten Kricket-Schläger zurück, der sich aber auch im späteren Spielverlauf als eine der wichtigsten Waffen herausstellt, da sie, im Gegensatz zu den Schusswaffen, unbegrenzt verfügbar ist.

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Nach kurzer Zeit finden wir unweit unserer Basis in der U-Bahn-Anlage eine Codekarte, mit deren Hilfe wir einen neuen Bereich im Safehouse freischalten können. Hier findet sich ein Gulli, über den wir später immer wieder in die Basis zurückkehren können. An jedem Ort, den wir in London besuchen, findet sich ein mal mehr mal weniger verborgenes Gegenstück zu dem Gulli im Safehouse. Sobald wir einen Gulli entdeckt haben, können wir fortan jederzeit zwischen beiden Orten hin und her reisen.

Es gibt aber auch immer wieder sogenannte improvisierte Safehouses zu entdecken, an denen wir unterwegs abspeichern können. Diese sind vor allem dann eine gute Wahl, wenn man längere Zeit gespielt hat und gerne die Konsole ausschalten möchte. Da diese Safehouses aber nicht über einen Gulli verfügen, lassen sie sich in der Regel auch nicht direkt ansteuern, sondern müssen nach dem Tod einer Figur wieder zu Fuß erreicht werden. Die provisorischen Unterschlupfe befinden sich immer hinter einer Tür mit einem Raben-Symbol.

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Im Spielverlauf stehen uns unterschiedliche Hilfsmittel zur Verfügung, um der Zombiescharen Herr zu werden. Wir können auf viele verschiedene Waffen zurückgreifen, die wir in der Spielwelt finden oder getöteten Gegnern abnehmen können. Neben Pistolen oder diversen Gewehren, gibt es beispielsweise auch härtere Geschosse wie Molotow Cocktails, die sich für größere Gruppen eignen. Munition ist zwar ausreichend verfügbar, man sollte dennoch nicht zu verschwenderisch damit umgehen, da einige Zombie-Typen schon recht zäh sind.

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Ab und an finden wir in unserer Umgebung auch stationäre Geschütze, mit denen wir große Horden ordentlich ausdünnen können. Diese bestehen aus den unterschiedlichsten Zombie-Arten, vom einfachen Untoten bis hin zu ehemaligen Polizisten, die mit einer starken Panzerung ausgestattet sind und dadurch mehr einstecken können. Besonders gefährlich sind die schnellen Zombies, die uns im Handumdrehen infizieren können, wenn wir einmal nicht aufpassen.

Um uns in der Welt zu orientieren, ist die übersichtliche Minikarte hilfreich. Wenn wir das Radar einsetzen (Dreieck-Taste) werden uns dort zudem die Gegner in der unmittelbaren Nähe angezeigt, vorausgesetzt sie befinden sich auf der selben Ebene. Aber auch der Scanner, mit dessen Hilfe wir Schränke und Schubladen nach Items durchsuchen sowie Interaktionsmöglichkeiten im jeweiligen Raum entdecken können, ist im Spielverlauf sehr nützlich.
Sollte unseren Charakter einmal das Zeitliche segnen, finden wir uns kurz darauf in unserem Safehouse wieder. Die Figur, mit der wir vorher gespielt haben ist allerdings unwiederbringlich verloren. Nach jeder Infizierung können wir unser Glück mit einem neuen Überlebenden versuchen. Dieser verfügt zu Beginn allerdings nur über eine rudimentäre Ausstattung. Sämtliche gesammelten Items unseres letzten Durchlaufs sind zunächst einmal weg. Es besteht aber die Möglichkeit, unseren vergangenen Charakter, der jetzt ein Zombie ist, aufzusuchen, ihn zu vernichten und anschließend zu plündern. Damit wir diesen schnell finden können, ist der Ort des Todes auf der Karte mit einem Totenkopf markiert. Um im Blick zu behalten wie gut wir uns im Spiel schlagen, wird uns nach jedem Tod angezeigt, wie viele Charaktere wir schon verloren haben.

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Die grafische Umsetzung des Titels ist zwar merklich nicht mehr die aller frischeste, was vor allem durch die leicht unscharfen Texturen und die teils etwas grob wirkenden Zombies deutlich wird. Dennoch stimmt die Darstellung der apokalyptischen Umgebung an Orten wie der Londoner U-Bahn, dem Buckingham Palace oder dem Tower voll und ganz. Die bedrückende Atmosphäre wurde richtig gut umgesetzt und wird durch die leicht unscharfen Ränder sogar noch unterstrichen. Dank passender Soundeffekte, die für das nötige Unbehagen sorgen, wird das Zombie-Feeling perfekt vollendet und auch auf die einen oder anderen Erschreck-Momente müssen wir nicht verzichten. Durch die gewählte Ich-Perspektive ist man zudem sehr nahe am Geschehen dran, was die Spannung noch weiter nach oben treibt.

Fazit
Insgesamt ist „Zombi“ eine sehr interessante Herangehensweise an die Thematik. Man findet sich mitten im Geschehen wieder und muss sich oftmals wahrlich durch die Gegner prügeln. Die Tatsache, dass wir nach jedem Tod quasi neu anfangen, ist eine außergewöhnliche und gelungene Idee, auch wenn die Wege, die immer wieder erneut gegangen werden müssen, auf Dauer etwas nerven. Die grafische Darstellung liegt zwar etwas hinter den aktuellen Möglichkeiten zurück, überzeugt aber dennoch durch eine dichte Atmosphäre. Zombie-Fans werden an dem Titel auf jeden Fall ihren Spaß haben. (Daniel Walter)

Positiv

  • Dichte Atmosphäre
  • Gut umgesetzte Londoner Schauplätze
  • Interessante Aspekte wie der endgültige Verlust der eigenen Charaktere

Negativ

  • Etwas veraltete Grafik
  • Teils lange Wege
85
Daniel Walter

Geschrieben von: Daniel Walter

Hat seit der ersten PlayStation keine Konsolengeneration ausgelassen und interessiert sich vor allem für Adventures, RPGs und Actiongames. Neben der Arkham- und Assassin's Creed Reihe liegen auch sämtliche Star-Wars-Titel stets hoch im Kurs.

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  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Black Flag hat mich von der Story her nicht packen können, hatte mir mehr erwartet und das Gameplay war damals einfach nichts für mich. Ist ja aber immer so, wenn in/an einer Serie was geändert wird, gibt es immer unterschiedliche Meinungen.
  • Daniel Walter Daniel: Ich war immer ein Fan der alten Herangehensweise und vermisse es daher im neuen Teil ein wenig. Trotzdem ist Origins wirklich gut, auch wenn es nicht an meine Favoriten AC 2 und AC Black Flag heranreicht.
  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Die Neuausrichtung gefällt mir sehr gut. Die Architektur ist wunderschön und die Story gut gemacht. Auch die vielen Nebenquests und jetzt mit Level 40 die Community Events sind super. Das ewige geklettere und Dauerblocken aus den Vorgängern war einfach idiotisch, finde das jetzt überzeugender.