Welcome to the Game

Was ist der Red Room? Und warum suchen wir ihn? Das sind die Fragen, die wir uns bei “Welcome to the Game“ stellen. Dabei stellen wir fest, dass das “Deep Web“ ein gefährliches Gewässer ist.

Das Spiel von Reflect Studios ist ein kleines Horror-Puzzle-Spiel.

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Wir schlüpfen in die Rolle eines Namenlosen, der auf der Suche nach dem Red Room ist. Um diesen zu finden, müssen wir acht Codes finden, die auf unterschiedlichen Websites versteckt sind. Diese Codes ergeben eine Internetadresse, die uns zum Red Room führt. Was das ist, verraten wir aber nicht. Für unsere Suche haben wir nur 30 Tage Zeit.

Die Websites dafür finden wir im Deep Web. Dieses Web beherbergt Seiten, auf die man normalerweise keinen Zugriff hat. Hier kann man Drogen kaufen, erhält Informationen wie man Menschen zubereitet und vieles mehr. Uns werden mehrere Seiten angeboten, die wir durch Anklicken öffnen können. Wir können auch Rätsel lösen und erhalten dann noch mehr Möglichkeiten, Codes zu entdecken. Einige Internetadressen sind aber nur zu bestimmten Uhrzeiten verfügbar, sodass wir manchmal später erst die Informationen abgreifen können.

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Allerdings ist es nicht einfach, acht Codes zu finden. Sie sind teilweise sehr gut versteckt und können nur durch Rätsel entdeckt werden. Zwischendurch versuchen Hacker uns an der Suche zu hindern. Dies können sie tun, indem sie entweder eine DoS- oder eine Kernel-Attacke starten. Aber wir sind nicht schutzlos, sondern haben dagegen zwei Tools. Diese geben uns die Möglichkeit die Angriffe abzuwehren. Um einen DoS-Hack zu verhindern, müssen wir Pfeile in eine bestimmte Richtung drehen, sodass der Angriff aus dem System geleitet wird. Bei einem Kernel-Hack müssen wir Textzeilen genauso abtippen, wie diese uns vorgegeben werden. Bei beiden haben wir nur eine bestimmte Zeit dafür. Wenn wir es nicht schaffen die Angriffe in der Zeit abzuwehren, werden wir gehackt und verlieren einige Tage.

Als wären die Hacks nicht schon genug, gibt es ein Gerücht, dass man gekidnappt wird, wenn man zu tief ins Deep Web eindringt. Also müssen wir immer genau hinhören und wenn etwas passiert, schnell das Licht ausmachen, damit niemand weiß, dass wir zuhause sind. Falls wir das nicht tun, könnte uns Schlimmes widerfahren.

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Die Geräusche, die im Hintergrund entstehen, schaffen es wirklich eine Gruselatmosphäre zu schaffen. Gerade am Anfang des Spiels ist man sehr angespannt. Wir unterbrechen beim kleinsten Knacken unsere Recherchen und rennen zum Lichtschalter. Wenn Hackangriffe erscheinen, zucken wir zusammen und versuchen sie so schnell wie möglich abzuwehren, da jeder Zeit wieder ein Geräusch von außerhalb kommen könnte und wir zum Lichtschalter müssen. Dabei läuft die Zeit bei den Hackangriffen weiter.

Das Gameplay des Spiels ist sehr simpel. Wir klicken uns von Seite zu Seite, untersuchen sie und schreiben uns, falls wir einen Code finden, diesen in unsere Notizen. Die Hackangriffe gehen auch sehr flott von der Hand, auch wenn die Kernel-Angriffe etwas kniffliger sind. Manchmal sind es sehr lange Textzeilen, die wir abschreiben müssen. Aber meistens sind die Zeiten für Hacks fair gesetzt.

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Die Rätsel sind aber manchmal etwas schwer zu finden und funktionieren nach dem Prinzip “Trial-and-Error“.

Auch gibt es einige Internetseiten, die zu keiner Zeit geöffnet sind, sodass jedes Mal, wenn wir sie zu öffnen versuchen, nichts passiert. Das kann auf Dauer etwas nervig werden. Auch die Hackangriffe sind nicht nach einem bestimmten Schema festgelegt. Manchmal müssen wir drei hintereinander abwehren, um auf eine Website zu kommen, die dann aber nicht funktioniert. Das ist frustrierend und stört etwas die Atmosphäre.

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Das Spiel hat ein Feature, dass es uns erlaubt mit Mikrofon zu spielen. Wenn wir es aktivieren, müssen wir darauf achten, dass wir ganz leise sind, wenn wir ein Geräusch hören. Falls wir reden oder ein anderes Geräusch verursachen, könnte dies gehört werden.

Am Anfang des Spiels bekommen wir einen Anruf, der uns alles erklärt und als Tutorial fungiert. Hierbei wird alles Wichtige erwähnt und wir dürfen Hackangriffe einmal üben. Ansonsten überlässt uns das Spiel komplett uns selbst.

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Die Grafik des Spiels ist ausreichend. Die Internetseiten sind unterschiedlich gestaltet und die Bilder sind teilweise echte Fotos. Die Wohnung, in der man sich befindet, ist nur zweckdienlich animiert, was aber nicht schlimm ist, da das Spiel auch ohne aufwändige Animation nichts an seiner Atmosphäre verliert.

Der Sound ist dafür sehr gut. Die Geräusche sind sehr passend gewählt. Die ganze Zeit ist ein leises Arbeiten des Computers zu hören und wir haben auch Klicksounds. Seiten haben auch musikalische Untermalung, die wir aber ausstellen können, da wir ansonsten ein Geräusch verpassen könnten, welches uns warnen könnte. Ansonsten hören wir ab und zu den Wind durchs Fenster pfeifen, Vögel zwitschern oder ein Rauschen von draußen. Die Geräusche innerhalb des Hauses sind teilweise sehr leise und wir müssen wirklich genau hinhören, was uns natürlich noch mehr anspannt.

Fazit

“Welcome to the game“ ist ein wirklich gelungenes, kleines Horrorspiel. Die stimmungsvolle Atmosphäre und die Geräusche sind super eingesetzt. In manchen Situationen jagte mir ein Schauer nicht nur über den Rücken, sondern durch den ganzen Körper. Zwar ist die Grafik nichts besonders, aber das fällt kaum in die Gewichtung, da das Spielprinzip diese nicht benötigt.

Auch die einzelnen Internetseiten sind sehr gut gestaltet und bieten interessante Themen.

Allerdings ist das Spiel sehr schwer und manchmal auch ziemlich frustrierend. Gerade am Anfang findet man kaum Codes und muss lange danach suchen. Auch die Tatsache, dass einige Websites nie zugänglich sind, ist etwas nervend. Die Hackangriffe bieten eine gute Abwechslung und geben dem Spiel etwas mehr Frische. Nur wenn sie alle direkt nacheinander kommen, stört das gewaltig, da man keinen Fortschritt erlangt.

Gerade für den Preis von zwei Euro kann man sich das Spiel mal anschauen. Es ist ein schöner Titel für zwischendurch, der wirklich fesseln kann.

Positiv

  • stimmungsvolle Atmosphäre
  • kurzweilige Hackangriffe
  • guter Sound
  • gute Schockmomente

Negativ

  • nach einiger Zeit sehr repetitiv
  • teilweise frustrierend viele Hackangriffe
  • sehr hoher Schwierigkeitsgrad zögert das Ende hinaus
71
Nikolas Rau

Geschrieben von: Nikolas Rau

Kinderpfleger und angehender Erzieher. Großes Hobby natürlich PC-Spiele, dabei gerne auch neue und innovative Dinge aus dem Bereich Indie. Neueinsteiger in der Branche.

2 Kommentare hinzugefügt

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  1. Okahn 27. Juni 2016 | Antworten
    Scheint so als sollte man das Spiel besser Tagsüber spielen. Sehe mich nämlich schon selbst, wie ich beim spielen das Licht im Haus ausschalte :) Guter Beitrag, weiter so! #thumbsup
    • Nikolas Rau
      Nikolas Rau 27. Juni 2016 | Antworten
      Danke schön, Okahn. Es ist natürlich spannender im Dunkeln.

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Neueste Kommentare

  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Black Flag hat mich von der Story her nicht packen können, hatte mir mehr erwartet und das Gameplay war damals einfach nichts für mich. Ist ja aber immer so, wenn in/an einer Serie was geändert wird, gibt es immer unterschiedliche Meinungen.
  • Daniel Walter Daniel: Ich war immer ein Fan der alten Herangehensweise und vermisse es daher im neuen Teil ein wenig. Trotzdem ist Origins wirklich gut, auch wenn es nicht an meine Favoriten AC 2 und AC Black Flag heranreicht.
  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Die Neuausrichtung gefällt mir sehr gut. Die Architektur ist wunderschön und die Story gut gemacht. Auch die vielen Nebenquests und jetzt mit Level 40 die Community Events sind super. Das ewige geklettere und Dauerblocken aus den Vorgängern war einfach idiotisch, finde das jetzt überzeugender.