Warp Shift (iOS)

Wir haben für euch das neue Puzzlespiel „Warp Shift“ vom deutschen Publisher „Deep Silver Fishlabs“ getestet. Ob sich der Kauf des Mobilegames lohnt, klärt unser Test.

In dem für iOS und bald auch für Android erhältlichen Puzzlegame „Warp Shift“ spielen wir das kleine Mädchen Pi, das mitten im Wald einen seltsam glühenden Ort findet. Dort liegt ein kleiner, lebendiger Würfel, der sie mit in eine Parallelwelt zieht. Inmitten dieser Parallelwelt steht ein kleiner Turm, der durch die Berührung unseres kleinen Freundes, plötzlich immer größer wird. Pi bemerkt jetzt auch, dass sie fliegen kann. Und hier startet unser Abenteuer.

Mit jedem abgeschlossenen Level bauen wir immer wieder eine kleine Etage mehr auf diesen Turm, bis wir ganz oben angekommen sind. Was dort wartet, das findest du am besten selbst heraus. Jeweils 15 Level sind zu einer Ebene zusammengefasst, von denen es insgesamt fünf gibt. Jedes Level besteht aus mehreren, nebeneinander platzierten Boxen. Sie unterscheiden sich im Grunde genommen nur durch die Anzahl, die Richtung und die Farbe der Öffnungen. Unser Ziel ist es, durch das Verschieben der Boxen zum Ausgang zu gelangen. Erledigen wir das in der angegebenen Anzahl an Zügen, bekommen wir drei Sterne, brauchen wir etwas mehr als die vorgegebene Anzahl, bekommen wir nur noch zwei, das geht noch weiter bis zu einem Stern. Sollten wir aber gänzlich versagen, erhalten wir keinen. In jeder Ebene sind maximal 45 Sterne sammelbar, welche wiederrum nach einer bestimmten Anzahl die nächste Ebene freischalten.

Kommen wir zurück zum eigentlichen Level. Wie schon gesagt bestehen diese aus verschiedenen Boxen mit verschiedenen Öffnungen. Zum einen wären hier die gelben, durch die wir ohne Probleme hindurch gelangen können, sofern an unserer Box eine weitere mit passenden Eingang angedockt ist. Ansonsten reicht es, einmal mit dem Finger über den Touchscreen zu wischen, um sie zu verschieben. Dann gibt es noch die roten Türen, die anfangs geschlossen sind, bis der richtige Schalter gedrückt wurde. Unter anderem gibt es auch noch die rosafarbenen Türen, durch die man nur hindurchgehen kann, wenn sich auf der anderen Seite eine weitere rosafarbene Tür befindet.

Die Rätsel fangen relativ einfach an, werden mit der Zeit aber echt knackig. Wem es zu schwer wird, dem steht eine Hilfsfunktion zur Verfügung, die anzeigt, wie man das Level mit einer drei-Sterne-Bewertung abschließen kann. Insgesamt sind drei Verwendungen dieser Funktion verfügbar, danach muss man sich neue dazukaufen, wenn man sie denn benötigt. Das ist jetzt etwas unverständlich, denn das Spiel kostet schon 2,99€ im AppStore. Entweder man verkauft ein Spiel für einen angemessenen Preis und man kann alles benutzen, oder man wählt das Freemium-Modell, bei dem das Spiel eben gratis erhältlich ist. Aber eine Mischung aus beidem finden wir doch etwas frevelhaft. Das ist genauso schlimm, wie die derzeit aktuelle DLC-Politik einiger großer Publisher. Dafür macht es echt Spaß, die Rätsel zu lösen.

Kommen wir jetzt mal zur grafischen Gestaltung von „Warp Shift“. Im Auswahlbildschirm hat jede Ebene einen eigenen Hintergrund, der sich auch in den jeweiligen Leveln findet. Diese sind liebevoll gestaltet und gezeichnet. In jedem Level schweben Pi und der kleine Würfel in ihrer jeweiligen Box herum. Beide haben verschiedene Animationen, wenn man sie nicht bewegt. Hier merkt man, dass Pi ein junges, kleines Mädchen ist und gerne ein bisschen verrückteres Zeug anstellt. So dreht sie sich einfach im Kreis oder macht einen Salto.

Der Soundtrack ist sanft und leicht im Hintergrund zu hören. Hier merkt man, dass es das Ziel war, den Spieler in eine entspannte Umgebung zu setzen. Und das ist vollends gelungen. Alles hat eine beruhigende Wirkung, was natürlich zu einem entspannten Gemütszustand führt.

Fazit:

„Warp Shift“ ist ein schönes, kleines Spiel für Zwischendurch. Mir hat es viel Spaß bereitet, nur leider kann ich nicht verstehen, warum man für ein bezahltes Produkt noch mehr Geld ausgeben soll. Das ist meiner Meinung nach nicht gut. Aber da es ja nicht benötigt wird und es somit nur optional ist, kann nochmal ein Auge zugedrückt werden. Die positiven Aspekte des Spiels überwiegen deutlich. Die einfache Steuerung mit den teilweise verzwickten Rätseln strengen das Hirn doch mehr an, als man zu Beginn gedacht hatte.

Positiv

  • Schöne Grafiken
  • Beruhigender Soundtrack
  • Einfache Steuerung
  • Teilweise komplizierte Rätsel

Negativ

  • Optionaler Kauf von In-Game-Hilfe
84
Dominik Probst

Geschrieben von: Dominik Probst

Informatik-Student und Hobby-Spieleentwickler. Nebenbei auch noch auf Youtube als Let's Player unterwegs. Gamer aus Leidenschaft seit meiner Kindheit, mit einem Faible für die komplette "The Legend of Zelda"- und "Halo"-Reihe.

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Neueste Kommentare

  • Florian Richter Florian Richter: Ja Telltale weiß einfach wie man die Fans der Filme und die der Comics vereinen kann. Die Charaktere sind wirklich gut gelungen und man muss nicht überlegen wen man da auf dem Bildschirm hat.
  • Tim: Habe Guardians im Flugzeug gespielt, davor den 1. Kinofilm gesehen. Die Umstellung im Design der Charaktere ging recht schnell und ist einfach auch richtig gut gemacht.
  • Dominik Probst Dominik Probst: Kann ich schon verstehen. Aber Merchandise ist immer schön anzusehen :D