Warhammer: The End Times – Vermintide: Bei dieser Rattenplage werden wir zum Kammerjäger

In „Warhammer: The End Times – Vermintide“ ist es unsere Aufgabe, die Welt von einer riesigen Rattenplage zu befreien. Dabei treten wir online im Koop-Modus mit bis zu drei Begleitern gegen die übermächtig erscheinenden Rattenkrieger an. Wie sich der Titel, der im Universum des beliebten Brettspiels angesiedelt ist, auf der Konsole schlägt, zeigen wir euch in unserem Test.

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Der Weltuntergang naht, doch nur wenige wollen sich das eingestehen. Doch die aktuelle Bedrohung ist anders als alles, was das einst mächtige Imperium in früheren Zeiten überstehen musste. Die neuen Gegner, die überall aus den Löchern kriechen, lassen sich mit regulären Methoden nicht bekämpfen und scheinen übermächtig zu sein. Nach und nach bringen sie immer größere Teile des Reichs unter ihre Kontrolle und besetzen Städte, Festungen und Burgen. Wir sind einer von wenigen, die die Welt noch retten und vor den Rattenkriegern schützen können, doch dafür müssen wir unsere Kräfte mit denen unserer Begleiter verbinden und den Rattenkriegern gemeinsam gegenübertreten.

Gameplay

Unsere Reise beginnt jedes Mal im Gasthaus „Roter Mond“, wo wir an der Karte, die auf dem großen Tisch des Wirtshauses liegt, eine Mission starten können. Hier ist es zum einen möglich, ein schnelles Spiel mit einem festgelegten Schwierigkeitsgrad auf einer der verfügbaren Karten zu absolvieren. Zum anderen lässt sich aber auch ein eigenes Spiel starten, wo wir die eigentliche Story von „Vermintide“ miterleben können. Auch hier lässt sich der Schwierigkeitsgrad nach Belieben verändern, wodurch für jeden Geschmack das Passende dabei sein sollte.

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Im Story-Modus stehen uns direkt zu Beginn bereits mehrere Missionen zur Wahl. Wenn wir diese erfolgreich abschließen, lassen sich nach und nach weitere Karten und Abenteuer freischalten. Die wählbaren Missionen, die entweder online mit anderen Spielern oder auch mit computergesteuerten Bots als Mitstreiter angegangen werden können, finden in örtlich begrenzten Arealen statt, innerhalb derer wir uns aber recht frei bewegen dürfen. Um eine Mission erfolgreich abzuschließen, müssen wir eine Hauptaufgabe erledigen. Diese reicht vom einfachen Befreien von Burgen oder Dörfern bis hin zum Zerstören von magischen Portalen der Ratten oder zum Alarmieren unserer Verbündeten, um sie vor einem bevorstehenden Angriff der Rattenkrieger zu warnen. Da die gesamte Mission fehlschlägt, sobald wir sterben, empfiehlt sich stets ein vorsichtiges und taktisches Vorgehen. Auch gibt es innerhalb der Level keine Speicherpunkte, wodurch wir bei einem Fehlschlag immer wieder von vorne beginnen müssen.

In den verschiedenen Levelabschnitten wartet eine große Vielfalt an Gegnern auf uns, die auf unterschiedliche Art und Weise bekämpft werden müssen. So gibt es Feinde, die uns von unserer Truppe wegschleifen und uns dadurch angreifbar machen. Wenn wir sie nicht gleich am Anfang ausschalten, baumeln wir früher oder später an ihrem Galgen. Andere Widersacher sind gepanzert und müssen daher mit einem speziellen panzerbrechenden Angriff ausgeschaltet werden. Aber auch riesige Rattenoger sowie Feinde mit Giftfässern auf dem Rücken erschweren uns unsere Reise und sorgen für die eine oder andere Herausforderung.

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Statusverändernde Tränke sowie heilende Verbände oder praktische Bomben finden wir in den überall in der Spielwelt verteilten Truhen. Da nicht alle Schatztruhen auch wirklich gefüllt sind, sollten wir uns allerdings nicht zu sehr darauf verlassen, dass sie immer lebensrettende Items für uns bereithalten.

Da uns während unserer Abenteuer keine Umgebungskarte zur Verfügung steht, passiert es leider immer wieder, dass man etwas ziellos umherirrt. Zwar sind die Welten weitestgehend linear gehalten, aber gerade in Bereichen wie dem Inneren einer Burganlage mit zahlreichen Abzweigungen führt dies doch immer wieder zu Verwirrung.

Bevor wir das Spiel starten, können wir uns für einen von fünf Charakteren entscheiden. Dieser lässt sich allerdings nach jeder absolvierten Mission im Optionsmenü ändern, sobald wir uns wieder im „Roten Mond“ befinden. Jeder von ihnen gehört einer anderen Klasse an und besitzt daher unterschiedliche Waffen und Fähigkeiten. Neben einem Hexenjäger und einer Feuermagierin stehen außerdem ein Zwergengrenzläufer, ein imperialer Soldat sowie eine Waldläuferin zur Auswahl.

In der umfangreichen Einführungsmission, die vor dem Einstieg ins reguläre Spiel absolviert werden kann, wird uns die grundlegende Steuerung von „Warhammer“ erklärt. Hier haben wir zudem die Möglichkeit, die verschiedenen Bewegungen, Angriffe und Besonderheiten direkt in der Spielwelt auszuprobieren und zudem unsere ersten Gegner zu bezwingen.

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Unserem Charakter stehen verschiedene Angriffsarten zur Verfügung. So lässt sich unsere Nahkampfwaffe, die je nach Klasse ein Schwert, ein Degen oder auch ein Dolch sein kann, über die R2-Taste benutzen. Dieser Standardangriff ist sehr schnell, verursacht dafür aber nur geringen Schaden. Um einen mächtigeren Angriff einzusetzen, muss die R2-Taste vor dem Loslassen länger gehalten werden. Diese Attacke ist ideal für gepanzerte Gegner, die eine Menge aushalten. Da der stärkere Nahkampfangriff aber etwas länger dauert, macht er uns währenddessen natürlich auch anfälliger für Attacken des Gegners.

Über die Dreiecks-Taste gelangen wir zur Fernwaffe, beziehungsweise auch wieder zurück zum Nahkampf. Der Fernangriff wird beispielsweise mit einem Bogen oder einer Schusswaffe ausgeführt, was wiederum vom gewählten Charakter abhängt. Dieser benötigt außerdem Munition, die in Truhen in der Spielwelt gefunden werden kann. Bei einigen Fernwaffen können die Gegner über die L2-Taste anvisiert werden, bevor das Geschoss über R2 abgefeuert wird. So lassen sich brenzlige Situationen bereits aus der Ferne etwas angenehmer gestalten.

Sprünge sind hingegen über die X-Taste möglich. Wenn wir gleichzeitig den linken Controlstick nach hinten, nach links oder nach rechts bewegen führt unser Charakter zudem eine Ausweichbewegung in die gewünschte Richtung aus. Das Blocken von gegnerischen Attacken erfolgt über die L2-Taste, durch die Kombination beider Schultertasten können wir unsere Feinde außerdem nach hinten stoßen. Auf diese Weise wird ihre Aktion unterbrochen und sie sind für einige Sekunden handlungsunfähig und relativ schutzlos.

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Sollten es einmal nötig sein, mehrere Gegner auf einmal auszuschalten, empfiehlt sich der Einsatz von Bomben. Diese lassen sich, sobald wir sie eingesammelt haben, über die Aufwärtstaste des Steuerkreuzes auswählen und mit R2 abfeuern. Da der Sprengradius allerdings recht gering ist, sollten wir beim Einsatz unbedingt auf ein genaues Anvisieren der Feinde achten. Um uns oder unsere Begleiter zu heilen, stehen uns zudem nützliche Items wie Verbandszeug oder Heiltränke zur Verfügung. Diese können über die linke Richtungstaste ausgewählt und anschließend über R2 bei uns selbst oder über L2 bei unseren Verbündeten eingesetzten werden. Hierzu ist es erforderlich, die Taste so lange zu halten, bis der angezeigte Balken wieder vollständig aufgefüllt ist. Eingesammelte Boost-Tränke, die uns kurzzeitig zu mehr Kraft oder Schnelligkeit verhelfen, lassen sich wiederum über die rechte Richtungstaste des Steuerkreuzes einsetzen.

Grafik

Das Spiel bietet uns eine sehr atmosphärische Fantasy-Welt, die schon im Einführungslevel zu überzeugen weiß. Wälder, Felsenlandschaften und kleine Dörfer warten hier ebenso auf uns wie imposante Burgen oder düstere Verliese. Wettereffekte wie Regen oder sich bewegende Blätter sorgen darüber hinaus für eine lebendige und authentische Umgebung. Im Mittelpunkt der Darstellung steht hier aber ganz eindeutig die Atmosphäre sowie das Kreieren einer stimmungsvollen Fantasy-Landschaft, wodurch wir natürlich keinen allzu hohen Realismus erwarten sollten.

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Nach dem Abschluss des Einführungstutorials können wir uns darüber hinaus auf eine hervorragend inszenierte Intro-Sequenz freuen, die uns den Story-Rahmen des Spiels eindrucksvoll präsentiert und dabei mit einer sehr einnehmenden Umsetzung punkten kann. Gerade die Licht- und Wassereffekte sehen hier wirklich atemberaubend aus, sodass man nach dem Intro sofort Lust hat, ins richtige Spielgeschehen einzusteigen.

Sound

Im Spielmenü erwartet uns eine druckvolle orchestrale Musik, die mit wuchtigen Streichersounds und rhythmischen Elementen sowie mit Chören als Steigerung für eine sehr stimmungsvolle Begrüßung sorgt. Die In-Game-Musik ist dagegen insgesamt sehr dezent und wird in erster Linie als Steigerungselement eingesetzt, beispielsweise in Kampf- oder Gefahrensituationen. Aber auch die Soundeffekte des Spiels sind sehr gelungen und kreieren unter anderem mit krachendem Holz unter unseren Füßen oder mit dem Klang von Regen in den Bäumen eine rundum gelungene Atmosphäre.

Die Sprachausgabe ist auf Englisch gehalten, allerdings lässt sich im Menü ein deutscher Untertitel zuschalten, sodass wir auch wirklich alle Dialoge vollständig mitbekommen. Leider wurde in der Intro-Sequenz nach dem Einführungslevel auf einen deutschen Untertitel verzichtet, wodurch wir hier schon sehr genau hinhören müssen, um den Storyrahmen mit allen Details zu erfassen.

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Fazit

„Warhammer: The End Times – Vermintide“ fesselt von Beginn an mit einer sehr einnehmenden Atmosphäre und einer lebendigen Spielwelt. Auch die vielen Einzellevel, die nach und nach die Story erzählen, sind ein interessanter Ansatz und sichern dank der weiteren freischaltbaren Missionen zudem unsere Langzeitmotivation. Die fehlenden Speicherpunkte innerhalb der Level sowie die teils hektischen Kämpfe in der Ego-Perspektive sorgen dagegen in der einen oder anderen Situation für Frust. Insgesamt ist „Vermintide“ aber ein rundum gelungener Titel, der auch gerade aufgrund der Möglichkeit des Koop-Spielens wirklich Spaß macht.

Positiv

  • Hervorragend inszenierte Intro-Sequenz
  • Stimmige Atmosphäre
  • Actionreiche Kämpfe
  • Level in örtlich begrenzten Arealen

Negativ

  • Keine Speicherpunkte innerhalb der Level
  • Teils sehr hektische Kämpfe mit zu vielen Gegnern gleichzeitig
  • Fehlende Karte sorgt immer wieder für Orientierungslosigkeit
85
Daniel Walter

Geschrieben von: Daniel Walter

Hat seit der ersten PlayStation keine Konsolengeneration ausgelassen und interessiert sich vor allem für Adventures, RPGs und Actiongames. Neben der Arkham- und Assassin's Creed Reihe liegen auch sämtliche Star-Wars-Titel stets hoch im Kurs.

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  • Bertl: Hallo zusammen, ich habe die Möglichkeit durch Klicken des linken Sticks von Modus "Ernten" auf Modus "Fortschritt" zu schalten. Was ist der Unterschied zwischen den beiden? Danke für eine Antwort.
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