Uncharted: The Lost Legacy – Sightseeing mit Hindernissen

Gut ein Jahr nach Nathan Drake´s letztem Abenteuer erfreut Naughty Dog die Spielergemeinde mit einem neuen Uncharted Teil. Wie sich dieser im Vergleich zu den Vorgängern schlägt, klären wir in unserem Test.

Wenn zwei Frauen eine Reise tun…

… hat man entweder den Anfang eines ziemlich dummen Witzes oder im Falle des Entwicklerstudios Naughty Dog einen neuen Ableger der Uncharted Reihe. Nachdem Nate in A Thief´s End mehr oder weniger offiziell seinen Ruhestand eingeläutet hat, schickt man nun einen „neuen“ Protagonisten samt Sidekick in den Ring. Genauer gesagt hat man sich Chloe Frazer, bekannt aus Uncharted – Among Thieves und Uncharted – Drake´s Deception, ausgesucht. Ihr zur Seite steht Nadine Ross, die in Teil 4 der Reihe Nates Gegenspielerin ist. Etwa 6 – 12 Monate nach den Ereignissen von A Thief´s End machen sich beide gemeinsam auf die Suche nach Ganeshas Stoßzahn, einem sagenumwobenen indischen Artefakt. Im Laufe der Geschichte offenbart sich allerdings, dass Chloe nicht nur dieses Artefakt sucht. Wie üblich sind sie nicht die Einzigen, die dem antiken Schmuckstück hinterherjagen. Diesmal bekommen sie es mit dem Warlord Asav zu tun, der einen Bürgerkieg anzetteln will, um sich mit seinen Rebellen das Land zurückzuholen. Natürlich kann Chloe dies aufgrund ihrer indischen Wurzeln nicht zulassen.

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Nichts Neues

Das Gameplay hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht wirklich verändert. Gespielt wird immer noch in der Third-Person-Perspektive. Die Waffenauswahl ist auch diesmal durchaus vielfältig und bietet die Möglichkeit, Situationen auf verschiedenste Arten anzugehen. Von der schallgedämpften Pistole, mit der man die Reihen der Gegner gezielt und unerkannt ausdünnen kann, bis zum Raketenwerfer, mit dem man sich den Weg einfach gewaltsam frei kämpft. Der Spieler entscheidet.

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Neben Schusswaffen kann man die Feinde auch mit Nahkampfangriffen außer Gefecht setzen, was in höheren Schwierigkeitsgraden doch ein wenig Geschick verlangt, da man Angriffe und Blockaden richtig setzen muss. Hat man aber erst einmal den Bogen raus, sehen die Kämpfe wunderbar flüssig und authentisch aus. In der Hauptsache bewegt man sich zwar zu Fuß fort, doch werden weitere Strecken mit dem Auto zurückgelegt, Schluchten mit dem Enterhaken überwunden und auf dem Rücken eines Elefanten reitet man auch noch. Wie üblich gibt es wieder diverse kleinere Schätze zu finden, die der indischen Kultur entspringen. Wer sich sorgen macht, dass die Spielzeit zu kurz kommt, dem sei gesagt, dass Chloe die für Uncharted übliche Zeit lang zu sehen ist.

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Zeig, was du kannst!

Nach diesem Grundsatz scheint Naughty Dog bei jedem neuen Spiel die Grafikpower der Playstation auszureizen und dieser Teil ist keine Ausnahme. Nicht nur die Spielfiguren sehen fantastisch und ihre Bewegungen sowie Mimik wie auch Gestik beinahe real aus, nein auch die Umgebung wartet mit unfassbar schönen Szenen auf. Sei es ein indischer Markt, die weitläufige Umgebung oder Ruinen längst vergangener Tage. Die Entwickler lassen keinen Zweifel daran, dass sie mit voller Hingabe an ihren Spielen arbeiten, auch wenn Nathan Drake keine Rolle mehr spielt. Der Sinn für Details und die Gestaltung der Schauplätze rangieren auf höchstem Niveau und lassen dem Spieler das eine oder andere Mal regelrecht den Atem stocken.

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Listen to me!

Wie aus den vorangegangenen Teilen gewohnt bieten die Gespräche auch dieses Mal wieder viel Grund zum Schmunzeln. Chloe und Nadine funktionieren fabelhaft miteinander. Die leichte Spannung, die zwischen ihnen herrscht, wird in nahezu jedem Satz deutlich und auch die etwas tiefgründigeren Unterhaltungen machen beide Charaktere sehr zugänglich, indem sie deren Bindung stärken. Die musikalische Untermalung ist wie immer grandios und perfekt auf die jeweilige Stimmung angepasst. Hollywood könnte es nicht besser. Auch die unterschiedlichen Waffen klingen satt und wuchtig.

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Fazit

The Lost Legacy ist ein mehr als würdiger Erbe der Uncharted Reihe und macht wieder einmal deutlich, wie gut man sich bei Naughty Dog auf Spiele mit packender Story, Witz, fantastischem Setting und großartiger Grafik versteht. Wer die Uncharted-Serie mag, muss dieses Spiel einfach spielen.

Positiv

  • Fantastische Story
  • Wunderschönes Setting
  • Interessante Charaktere

Negativ

  • Wenig Neuerungen
  • Mehr oder weniger lineare Story
  • Altbekannter Plot
93
Florian Richter

Geschrieben von: Florian Richter

Nerd,Technikbegeistert, Gamer aus Überzeugung. Nebenbei auch noch auf YouTube ab und zu aktiv. Fan der Uncharted - und Ratchet&Clank - Spielereihe.

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  • Martin: okay habs jetzt verstanden :D
  • Martin: Hey! Auch von mir vielen lieben Dank für den Guide :D Ist der "Hauptguide" nach dem ich mich richte bzw. mittlerweile der einzige, den ich nutze^^ Ich hätte aber noch eine Frage zu diesem Part: Held Vorheriger Held Soforttötung bis … Stufe Siyalatas/Fragsworth The Masked Samurai 30 – 50 Atlas Samurai Stufe 2500 150 – 175 Terra Atlas Stufe 1500 350 – 450 Phthalo Terra Stufe 1500 700 – 900 Orntcha Gladeye Phthalo Stufe 1500 1300 – 1700 … Orntcha Gladeye Stufe 1500 2500 – 3000 Kannst du das genauer erklären? Was sind z.B. Altas, Terra usw. und das mit den Stufen
  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Black Flag hat mich von der Story her nicht packen können, hatte mir mehr erwartet und das Gameplay war damals einfach nichts für mich. Ist ja aber immer so, wenn in/an einer Serie was geändert wird, gibt es immer unterschiedliche Meinungen.