Tropico 5 Penultimate Edition (Xbox One)

Wer träumt nicht von einer kleinen Insel unter der karibischen Sonne? Mit genug Geld kann man sich diesen Traum vielleicht erfüllen, für alle anderen gibt es das Spiel Tropico 5! In unserem Test nehmen wir die kürzlich erschienene „Tropico 5 Penultimate Edition“ für die Xbox One unter die Lupe.

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El Presidente, wie sehen sie überhaupt aus? Genau das dürfen wir direkt zu Beginn entscheiden. Das Kostüm, dessen Farben, die Frisur und Haarfarbe, sowie ein Hut und Accessoire lassen sich auswählen. Egal ob wir als elegant gekleideter Gentleman, oder aber als Astronaut mit rosa Streifen auf dem Anzug spielen, es hat keinen Einfluss auf das Spiel. Also gerne einfach die eigene Kreativität ausleben! Und den Namen dürfen wir natürlich auch nicht vergessen. Wir wollen ja einen einprägsamen Nachnamen haben, damit wir für immer in den Geschichtsbüchern stehen.

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Und dann starten wir auch schon in unseren wahrgewordenen Traum einer eigenen Insel. Vor jedem Level können wir auswählen, wie sehr die Wirtschaft und die Politik eine Rolle spielt. Wer sich gerne von Naturkatastrophen die Stadt zerstören lassen will, der kann außerdem die Häufigkeit derer erhöhen. Das Tutorial leitet uns durch alle wichtigen Elemente des Spiels. Zuerst hätten wir hier das Bauen von verschiedenen Gebäuden. Hierfür brauchen wir nur die „Y“ Taste zu drücken und es öffnet sich ein Auswahlfenster mit den verschiedenen Kategorien der Gebäude. Mit dem linken Stick wählen wir im aktuellen Fenster aus, was wir gerne hätten, mit dem rechten Stick wechselt man durch die verschiedenen Kategorien, wie zum Beispiel „Unterhaltung“, „Militär“ und „Industriegüter“. Das fühlt sich nicht nur rund an, es läuft auch während des Spielens wie geschmiert.

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Das Aufbauprinzip ist immer gleich: Erst wird Nahrung für die Tropicaner, also die Einwohner, angepflanzt, danach die Wirtschaft angekurbelt und zu guter Letzt dürfen wir uns um die Auslandsbeziehungen und das Militär kümmern. Sind unsere „Nachbarn“ im Ausland nämlich verärgert, werden diese in unser Land einfallen und alles vernichten, was wir aufgebaut haben. Das „Preisen“ in der Botschaft kann solche drastischen Einmischungen von außen verhindern. Und hier kommt auch schon das Militär ins Spiel. Ohne Soldaten, Panzer oder Ähnliches werden wir wohl oder übel das Level in den Sand setzen. Hin und wieder könnten nämlich Piraten angreifen, die Einwohner rebellieren und in blinder Zerstörungswut toben oder vergleichbare Situationen entstehen, die es aufzuhalten gilt. Dazu ist das Militär einfach unverzichtbar.

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Wer ein guter El Presidente sein möchte, der muss die Zufriedenheit seiner Tropicaner erhöhen. Das ist leichter gesagt als getan. Die Tropicaner wollen Sicherheit, Unterhaltung, Nahrung, Gesundheitsversorgung, Wohnraum, Arbeitsplätze, Freiheit und zu guter Letzt Religion. All das gilt es zu steigern, um so die Zustimmung des Volkes zu erhalten. Dank verschiedenen Statistiken erhält man auch ständig einen Überblick über die eigene Bewertung. Da das noch nicht komplex genug ist, wurden zusätzlich noch verschiedene Fraktionen integriert, wie zum Beispiel die Königstreuen, die Rebellen oder die Kapitalisten. Hier sollte man auch immer einen Blick auf die Statistiken werfen, um die Zustimmung einer Fraktion nicht zu sehr zu verlieren, denn das wirkt sich auf die Gesamtzufriedenheit aus. Hier stellt sich die Frage, versucht man es allen Recht zu machen oder geht man konsequent seinen Weg? Das muss jeder Spieler für sich selbst entscheiden.

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Wo waren wir? Genau, bei den Leveln. Vor so gut wie jedem Level können wir uns aussuchen, auf welcher Insel wir spielen möchten. So stehen „Cayo de Fortuna“ und „Bao-Bao“ bereit, um bevölkert zu werden. Keine Angst, wer die eine Insel wählt, muss die andere im nächsten Level auswählen. Danach stehen beide wieder zur Verfügung und so weiter. Hier kann strategisch vorgegangen werden, sofern man beide Inseln etwas anders aufzieht. Zum Beispiel die eine mit Industrie, die andere mit Tourismus. Hier ein kleiner Einschub: die Ladebildschirme sind echt schön. Man sieht jedes Mal ein anderes Bild von Tropico, das gemalt wurde und darauf findet man interessante Fakten zu verschiedenen Herrschern, wie zum Beispiel „Ne Win“ (Herrscher von Birma), oder „Francisco Macías Nguema“ (Präsident von Äquatorialguinea).

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Zurück zum Thema: In jedem Level verfolgen wir ein bestimmtes Ziel und um das zu erreichen, erhalten wir etliche kleine Nebenmissionen, die wir machen können oder nicht. Darunter fallen Aufgaben, die zum Beispiel von einer bestimmten Fraktion kommen, damit deren Zufriedenheit steigt. Oder aber von unserem treuen Berater „Penultimo“, der uns etwas vorschlägt. Gerne versetzt er uns auch immer mit seinem Lieblings Spruch in Aufruhr: „Hunderttausend heulende Höllenhunde!“. Es gibt auch Teil-Missionen, die wir für unser eigentliches Ziel benötigen. Wir arbeiten also etappenweise darauf zu.

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Wir starten in der Kolonialzeit und arbeiten uns immer weiter nach vorne. Je mehr wir verdienen, je mehr wichtige Gebäude wir bauen und je mehr Level wir schaffen, desto weiter rücken wir in den Zeitaltern nach vorne. In jedem bekommen wir neue Gebäude, neue Optionen für Verordnungen und einiges mehr. Mit den Verordnungen kann man zum Beispiel die Reichen ärgern und ihnen das Geld mit einer Vermögenssteuer aus den Taschen ziehen, das Militär für ein paar Jahre effizienter gestalten, oder wir erhöhen die tägliche Ration an Nahrung für jeden einzelnen Bürger. Hier stehen viele verschiedene Türen offen, je nachdem wie man sein Spiel spielen möchte.

Das Wichtigste hätten wir fast vergessen. Was braucht ein kleiner Inselstaat am meisten? Eine Verfassung natürlich! Hier kann geregelt werden, wer wahlberechtigt ist, oder ob die Soldaten eine Ausbildung machen dürfen und vieles mehr.

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Tropico bietet viele verschiedene Möglichkeiten, sein Spiel zu gestalten. Sei es als Herrscher, dem sein Volk wichtig ist, oder als der, der nur auf Kohle aus ist. Der Spielstil beeinflusst auch die Länge jedes Levels. Je nachdem, wie man eben mit Ressourcen und Geld umgeht, dauern sie beim einen länger und beim anderen kürzer. Was man aber sagen kann ist, dass man an Tropico weit mehr als 20 Stunden Vergnügen hat, da unter anderem auch ein Mehrspielermodus integriert ist. Hier kann man mit bis zu vier Freunden zusammenspielen. Man treibt Handel, verteilt Ressourcen und verwickelt andere in Kriege. Der Multiplayermodus ist schön gelöst und macht viel Spaß.

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Begleitet wird Tropico von verschiedenen Musikstücken, die nach mehreren Stunden Spielzeit zu einem Ohrwurm werden. Alle Titel versprühen ein karibisches Flair, der zum Spaß haben auffordert. Die Sprecher von El Presidente, Penultimo und den anderen runden die Karibik Atmosphäre noch ab. Vor allem die Stimme von El Presidente klingt so, wie man ihn sich vorstellen würde. Leider sind nicht alle Textboxen komplett vertont, was etwas schade ist.

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Auf das ganze Geschehen schauen wir von oben, drehen aber mit der Kamera den Blickwinkel und können hineinzoomen. So lassen sich die Gebäude von allen Seiten ansehen, die einzelnen Einwohner bei der Arbeit beobachten und den Wellen beim Branden zusehen.

In der „Penultimate Edition“ von „Tropico 5“ sind zudem weitere DLC’s enthalten. In „Hostile Takeover“ bekommen wir zum Beispiel neue Karten auf denen wir spielen können, neue Musik, sowie drei neue Einzelspielerszenarien, die zum Spielen einladen. In „Big Cheese“ wollen wir den besten Käse der Welt produzieren, dafür gibt es neue Gebäude und vieles mehr.

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Fazit:

Wer ein ausgeklügeltes, vielseitiges und langanhaltend spaßiges Aufbaustrategiespiel möchte, der sollte sich „Tropico 5“ zulegen. Wie schon erwähnt, enthält die „Penultimate Edition“ einige DLC’s, die auf jeden Fall einen Blick wert sind. Mir hat „Tropico 5“ viel Spaß bereitet, da ich schon die vorherigen Teile geliebt habe. Allein das karibische Flair, der Soundtrack und die endlosen Möglichkeiten, wie man seinen Spielstil gestalten und ausleben kann, machen „Tropcio 5“ zu einem der besten Spiele, die ich je gespielt habe.

Positiv

  • DLC’s sind in der „Penultimate Edition“ enthalten
  • Super umgesetzte Steuerung auf der Xbox One
  • Spaßiger Mehrspielermodus
  • Interessante Story
  • In sich rundes Gameplay

Negativ

  • Nicht alle Textboxen sind komplett vertont
90
Dominik Probst

Geschrieben von: Dominik Probst

Informatik-Student und Hobby-Spieleentwickler. Nebenbei auch noch auf Youtube als Let's Player unterwegs. Gamer aus Leidenschaft seit meiner Kindheit, mit einem Faible für die komplette "The Legend of Zelda"- und "Halo"-Reihe.

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Neueste Kommentare

  • Florian Richter Florian Richter: Ja Telltale weiß einfach wie man die Fans der Filme und die der Comics vereinen kann. Die Charaktere sind wirklich gut gelungen und man muss nicht überlegen wen man da auf dem Bildschirm hat.
  • Tim: Habe Guardians im Flugzeug gespielt, davor den 1. Kinofilm gesehen. Die Umstellung im Design der Charaktere ging recht schnell und ist einfach auch richtig gut gemacht.
  • Dominik Probst Dominik Probst: Kann ich schon verstehen. Aber Merchandise ist immer schön anzusehen :D