TransRoad USA – Werdet zum erfolgreichen Unternehmer

 

TransRoad USA ermöglicht es uns, ein eigenes Transportunternehmen aufzubauen. Wie sich der neuste Titel des deutschen Entwicklers Deck 13 geschlagen hat, verrät euch unser Test.

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Jetzt erst recht

Die Kampagne ist der umfangreichste Spielmodus der Simulation. Hier tun wir uns mit unserem Partner Billy Bowman zusammen, um uns in den USA als Logistikunternehmen einen Namen zu machen. Die Geschichte startet zunächst damit, dass Billy und unser Alter Ego, die gemeinsam als LKW-Fahrer bei einer Transportfirma arbeiten, aus heiterem Himmel entlassen werden. Um der drohenden Arbeitslosigkeit zu entfliehen, fassen die Kollegen den Entschluss, eine eigene Firma zu gründen.

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Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Bevor es richtig losgeht, haben wir die Chance unsere Firma frei zu benennen. Anschließend startet das Abenteuer in Augusta, wo wir uns dank des von der Bank genehmigten Kredits ein erstes Grundstück mitsamt Gebäude zulegen können. Da Billy von seinem vorhergehenden Job noch einen eigenen Truck besitzt, dürfen wir direkt mit unserer ersten Aufgabe beginnen. Die verschiedenen Aufträge an jedem freigeschalteten Ort sind im Hauptmenü der Kampagne aufgelistet und erstrecken sich über das gesamte Land. Wenn wir mit der Maus über einen der Aufträge fahren, erkennen wir sofort, wie viel uns die Fahrt kostet, wie lange sie dauert und was uns am Ende als Gewinn hängen bleibt. Auch das vorgegebene Zeitlimit für die Erledigung des Jobs ist hier ersichtlich.

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Top organisiert dank übersichtlicher Fahrpläne

Wenn wir einen Auftrag bearbeiten möchten, ziehen wir diesen in einen freien Platz eines Fahrplans. Es stehen uns bis zu acht Fahrpläne zur Verfügung, denen wir jeweils einen gewünschten Truck unseres Fuhrparks zuweisen können. Ein Fahrzeug kann bis zu drei Aufträge gleichzeitig erfassen, die nacheinander abgearbeitet werden. Die Reihenfolge der Aufträge innerhalb eines Fahrplans kann dabei selbst festgelegt werden. Dank der Fahrpläne haben wir die Chance, mehrere Aufträge zusammenzufassen, was gerade bei fortschreitender Größe unseres Fuhrparks für Übersichtlichkeit sorgt. Allerdings müssen wir dabei beachten, dass die Jobs auch innerhalb des vorgegebenen Zeitrahmens erledigt werden, da der Kunde sonst den Auftrag annullieren kann. Geschieht dies, erhalten wir nicht nur kein Geld, sondern müssen darüber hinaus auch noch eine Strafgebühr zahlen, was gerade am Anfang schnell den Ruin bedeuten kann.

Durch den Abschluss der Aufträge erhalten wir nicht nur Geld, sondern verbessern auch stetig unseren Ruf, vorausgesetzt wir erledigen den Job auch zur Zufriedenheit der Kunden. Ein verbesserter Ruf bringt im Laufe der Zeit auch neue Auftraggeber mit sich, sodass wir uns nach und nach einen Namen in den USA machen können. Mit dem erstmaligen Erreichen jedes Ortes schalten wir dort neue Kunden aus den unterschiedlichsten Bereichen frei, von einfachen Post-Diensten bis hin zu Möbeltransporten oder der Beförderung von Rohstoffen jeder Art. Einige sind sofort verfügbar, wohingegen für andere ein gewisser Ruf vor Ort Voraussetzung ist.

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Alles im Blick behalten

Als Leiter des Unternehmens sind wir aber nicht nur für das Managen der Jobs zuständig, sondern müssen uns in Hauptmenü außerdem mit unseren Mitarbeitern befassen. Hier haben wir die Möglichkeit, neue Fahrer einzustellen oder vorhandene zu entlassen. Jeder Fahrer besitzt individuelle Lizenzen, die für fortgeschrittene Transporte erforderlich sind. Hierzu gehört beispielsweise eine Gefahrgut-Lizenz oder auch eine Vieh- oder Autotransport-Lizenz. Um entsprechende Aufträge bearbeiten zu können, benötigen wir einen Fahrer mit der jeweiligen Lizenz sowie einen passenden Anhänger in unserem Fuhrpark. Je mehr Lizenzen ein Fahrer aufweisen kann, desto höher sind allerdings auch seine Gehaltsvorstellungen.

Neue Trucks und Anhänger erhalten wir an einer der zahlreichen auf der Karte markierten Verkaufsstellen. Sobald sich ein Fahrzeug in unserem Besitz befindet, müssen wir ihm über das Fahrzeug-Depot-Menü einen verfügbaren Fahrer zuweisen, um es anschließend nutzen zu können. Über das Depot lassen sich zudem Anhänger mit Trucks verbinden oder von selbigen lösen, weiterhin haben wir dort die Chance, neue Stellplätze freizuschalten.

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Im Hauptquartier unseres Unternehmens dürfen wir nach einiger Spielzeit auf verschiedene Werbemaßnahmen zurückgreifen, mit denen wir unseren Ruf verbessern können. Diese Maßnahmen, beispielsweise im Fernsehen oder im Radio, sind allerdings sehr teuer, und bergen außerdem ein gewisses Risiko, unseren Ruf auch zu verschlechtern, wie man es von zahlreichen Firmen in der TV-Werbung kennt, die so dermaßen präsent sind, dass man sie nicht mehr ertragen kann. Aber auch den Zustand unserer Trucks müssen wir stets im Blick behalten, damit diese nicht das Zeitliche segnen. Hierfür ist es erforderlich, dass wir den Truckshops einen Besuch abstatten.

Da sowohl die Gehälter der Fahrer, als auch die Anschaffung und Wartung der Trucks oder die Werbemaßnahmen viel Geld verschlingen, dürfen wir bei finanziellen Engpässen außerdem einen Kredit aufnehmen, der sich wie im echten Leben in seiner Laufzeit sowie den damit verbundenen Raten anpassen lässt.

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Fazit: 

Wer sich für Simulation interessiert, bekommt bei TransRoad USA wirklich viel geboten. Allein die Kampagne, bei der wir uns nach und nach zum Transport-Guru mausern, bietet einige Stunden Spielspaß. Wer danach noch nicht genug hat, kann sich verschiedenen Herausforderungen im Quest-Modus stellen oder sich im Sandbox Modus im freien Spiel austoben. Da wir uns nicht nur um die Organisation der Fahrten kümmern, sondern auch den Zustand unserer Fahrzeuge im Blick behalten, die Verwaltung der Fahrer übernehmen oder auch für weitreichende Werbung sorgen müssen, ist für ein vielschichtiges Gameplay gesorgt. Die Menüs sind hierbei ordentlich strukturiert und auch die grafische Präsentation ist gut gelungen, wenn auch die Städte leider etwas leer wirken, was gerade bei Großstädten wie New York oder Washington stark auffällt. Insgesamt präsentiert sich TransRoad aber dennoch als sehr solider Genrevertreter. Man sollte sich aber schon grundlegend für Simulationen interessieren, um einen Zugang zu TransRoad USA zu erhalten.

Positiv

  • Gelungene Karriere mit gut dargestellter Entwicklung des Unternehmens
  • Übersichtliche Organisation dank Fahrplänen
  • Weitreichendes Arbeitsfeld
  • Viele freischaltbare Kunden in verschiedenen Städten
  • Unterschiedliche Transportarten mit individuellen Voraussetzungen

Negativ

  • Städte nicht sehr belebt
  • Kein Multiplayer
  • Für Nicht-Genrefans wahrscheinlich etwas zu langweilig
78
Daniel Walter

Geschrieben von: Daniel Walter

Hat seit der ersten PlayStation keine Konsolengeneration ausgelassen und interessiert sich vor allem für Adventures, RPGs und Actiongames. Neben der Arkham- und Assassin's Creed Reihe liegen auch sämtliche Star-Wars-Titel stets hoch im Kurs.

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  • Martin: okay habs jetzt verstanden :D
  • Martin: Hey! Auch von mir vielen lieben Dank für den Guide :D Ist der "Hauptguide" nach dem ich mich richte bzw. mittlerweile der einzige, den ich nutze^^ Ich hätte aber noch eine Frage zu diesem Part: Held Vorheriger Held Soforttötung bis … Stufe Siyalatas/Fragsworth The Masked Samurai 30 – 50 Atlas Samurai Stufe 2500 150 – 175 Terra Atlas Stufe 1500 350 – 450 Phthalo Terra Stufe 1500 700 – 900 Orntcha Gladeye Phthalo Stufe 1500 1300 – 1700 … Orntcha Gladeye Stufe 1500 2500 – 3000 Kannst du das genauer erklären? Was sind z.B. Altas, Terra usw. und das mit den Stufen
  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Black Flag hat mich von der Story her nicht packen können, hatte mir mehr erwartet und das Gameplay war damals einfach nichts für mich. Ist ja aber immer so, wenn in/an einer Serie was geändert wird, gibt es immer unterschiedliche Meinungen.