The Walking Dead – A New Frontier: Nichts Neues in der Zombie-Apokalypse?

Mit „The Walking Dead: A New Frontier“ geht die Serie von Telltale nun in die vierte Runde. Aus den Vorgängern (Staffel 1, 2 und Michonne) sind wir ja schon an die Welt nach der Zombie-Apokalypse gewöhnt und finden uns gut zurecht. Ob der vierte Teil noch einen draufsetzen kann und neue Spielelemente mit sich bringt, werden wir in diesem Test herausfinden.

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Die Handlung von „A New Frontier“ spielt einige Zeit nach dem Ende von Staffel 2. Hat man noch einen Speicherstand der zweiten Staffel auf der Festplatte, kann man diesen importieren. Ansonsten sucht man sich seine eigene Vergangenheit aus. Wie man es aber aus den Vorgängerteilen gewohnt ist, ändert sich nicht das komplette Spiel, sondern hauptsächlich die Dialoge. Die Knotenpunkte in der Geschichte sind die gleichen.

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Wer jetzt dachte, wir starten wieder mit Clementine, der hat falsch gedacht! Wir starten mit einer Szene, in der Javi, unser Hauptcharakter, von seinem Bruder angerufen wird. Wir sollen so schnell wie möglich nach Hause zu unserem Vater kommen, denn dieser liegt im Sterben. Dort angekommen gibt es erst mal eine kleine Auseinandersetzung mit unserem Bruder, weil wir zu spät sind. Einige Zeit später will die Tochter von unserem Bruder ihrem Opa etwas zu trinken bringen, denn sie ist der Meinung, dass er am Leben ist. Diesen Zeitpunkt könnte man als Stunde 0 beschreiben. Ab jetzt geht die Welt den Bach hinunter. Etliche Monate/Jahre später sind wir immer noch am Leben und kämpfen dafür, solange wie möglich zu überleben. Da die Story das Hauptaugenmerk bei diesen Telltale Spielen ist, verraten wir nicht mehr als diese kurze Einleitung.

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„A New Frontier“ ist wieder in 5 Episoden aufgeteilt, von denen zur Veröffentlichung bereits zwei verfügbar sind: „Verpflichtende Bande“ Teil Eins und Teil Zwei. Jede Episode hat eine ungefähre Länge von einer Stunde, je nachdem wie gründlich und wie schnell man sich umsieht und durch die Dialoge geht. Am Ende jeder Episode gibt es auch hier wieder eine Statistik, wie man sich selbst und wie sich die anderen Spieler im Verlauf der Handlung entschieden haben.

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Apropos Entscheidungen: Mit an Bord ist diesmal Crowd Play, bei dem alle anwesenden Familienmitglieder oder Freunde mit ihren Smartphones abstimmen können, wie man sich im Spiel entscheidet. Es gibt drei unterschiedliche Weisen mit dem Spiel zu interagieren: Zum einen das herumlaufen und untersuchen von Gegenständen, als Nächstes wären da noch die Dialoge, bei denen wir des Öfteren zwischen fünf Auswahlmöglichkeiten  wählen müssen. Man kann natürlich auch wieder nichts sagen. Und zu guter Letzt die Quicktimeevents (QTE). Diese bestehen aus Drücken der Richtungstasten, der Taste E oder der Taste Q.

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Die Hoffnungen, dass Telltale sich bei diesem Teil etwas Neues einfallen lässt und nicht einfach altbewährtes übernimmt, waren groß, doch leider ist bisher nichts davon dazu gekommen. Im Grunde ist das Spiel nichts anderes als die Teile davor, nur mit einer anderen Geschichte. Schade eigentlich. Aber vielleicht werden wir in den nächsten drei Episoden noch positiv überrascht, denn das Beste hebt man sich ja bekanntlich bis zum Schluss auf.

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Nichtsdestotrotz ist das Spiel wirklich interessant. Im Geschichten erzählen ist das Team bei Telltale echt gut und man wird in ihren Bann gezogen. Auch grafisch kann „A New Frontier“ wieder einiges hermachen. Der Comic Stil ist sehr schön umgesetzt und wirkt zeitlos. Die Umgebungen sind detailliert und mit schönen Lichteffekten in Szene gesetzt. Die Charaktere sehen stimmig und gut aus. Die Bewegungen sind rund. Auch die Gesichtsanimationen wirken realistisch, selbst wenn sich ab und an die Augen etwas komisch verhalten. Das kam in unserem Test aber nur ein bis zwei Mal vor.

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Die Umgebungen sind mit einem schönen Soundtrack ausgestattet, der die Atmosphäre unterstreicht. Dieser dringt sich nicht auf und bleibt eher im Hintergrund. „A New Frontier“ ist komplett in Englisch, das heißt, die Sprecher sprechen Englisch und es gibt deutsche Untertitel. Die Sprecher verleihen den Charakteren das Gewisse etwas und lassen sie glaubwürdig erscheinen. Die Untertitel sind gut übersetzt. Zumindest sind uns keine Fehler aufgefallen.

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Fazit:

„The Walking Dead: A New Frontier“ passt sehr gut in die bisherige Reihe und zieht den Spieler wieder in seinen Bann. Es wird die Geschichte aus den Vergangenen beiden Staffeln aufgegriffen und aus einem anderem Standpunkt erzählt. Man trifft natürlich irgendwann auf altbekannte Leute, aber mehr verraten wir nicht! Leider wurde ich etwas enttäuscht, dass keine neuen Interaktionsmöglichkeiten mit eingebunden wurden. Das macht das Spiel eben nur zu einer Kopie der vorherigen Teile mit neuer Geschichte. Etwas enttäuschend, aber ich hoffe, dass in den nächsten Episoden noch etwas frischer Wind und Abwechslung in das Spiel kommt.

 

Positiv

  • Fesselnde Geschichte
  • Tolle Grafik
  • Atmosphärischer Soundtrack

Negativ

  • Keine Abwechslung
  • Gleiches Spielprinzip wie die Teile vorher
  • Keine Innovationen
77
Dominik Probst

Geschrieben von: Dominik Probst

Informatik-Student und Hobby-Spieleentwickler. Nebenbei auch noch auf Youtube als Let's Player unterwegs. Gamer aus Leidenschaft seit meiner Kindheit, mit einem Faible für die komplette "The Legend of Zelda"- und "Halo"-Reihe.

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  • Bertl: Hallo zusammen, ich habe die Möglichkeit durch Klicken des linken Sticks von Modus "Ernten" auf Modus "Fortschritt" zu schalten. Was ist der Unterschied zwischen den beiden? Danke für eine Antwort.
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