Super Night Riders

Super Night Riders kombiniert das Spielprinzip des Arcade-Klassikers Outrun von Sega mit modernerer Grafik und rasanter Musik. Ob es dem Oldie das Wasser reichen kann und wie es mit der Langzeitmotivation ausschaut, klären wir hier beim Mighty Games Mag für euch.

Ein einfaches Spielkonzept

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In Super Knight Riders fährt der Spieler mit seinem Motorrad durch sogenannte „Stages“. Jede ist in sechs Abschnitte unterteilt. Das Bike beschleunigt quasi umgehend auf 315 km/h, somit sind schnelle Reaktionen gefragt. Die Strecken sehen alle mehr oder weniger identisch aus. Jeder Abschnitt hat ein anderes grafisches Thema. Mal kommen scharfe Linkskurven, mal geht es in die andere Richtung. Soweit so gut. Die Sichtweite reicht nicht besonders weit in die Ferne, Gegner und Kurven „ploppen“ quasi immer sehr kurzfristig vor dem Spieler auf. Besonders auf die Gegner muss geachtet werden. Diese fahren unterschiedlich schnell und stellen kurz gesagt gesagt Hindernisse dar, denen man blitzschnell ausweichen muss. Bremsen ist dabei keine Option denn die zur Verfügung stehende Zeit rast gnadenlos dem Ende entgegen. Ist die Zeit um, so ist der Versuch gescheitert und man kann/muss/darf/will von vorne Starten. Beim Durchfahren der Lichtschranke zum nächsten Abschnitt gibt es wieder Zeit auf das Konto gutgeschrieben.

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Das alles führt unweigerlich dazu, dass in den höheren Abschnitten der kleinste Fehler das Ende bedeutet. Frustfaktor ist vorprogrammiert und gewollt. Da ein Abschnitt etwa 30 Sekunden dauert, hält sich der Unmut aber in Grenzen und man möchte das klägliche Scheitern wieder vergessen machen. Für den Abschluss einer Stage bekommt man ein Steam-Achievement. Hat man alle sechs erreicht, wartet die Fahrt durch alle sechs Stages a 6 Abschnitten – mit anderen worten wahnwitzige 36 nahezu perfekte Prüfungen müssen hier ohne mit der Wimper zu zucken abgeliefert werden.

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Hart, schwer, wie ein alter Arcade-Klassiker eben. Eine weitere Herausforderung sind die Courses, quasi die Strecken. Jeweils sechs Stück mit dem gleichen Thema, eben jene die man zerstückelt in den Stages durchfährt. Das war es auch schon, was die Inhalte betrifft. Wer hier nun darauf hofft, dass es weitere Motorräder oder richtige Gegner gibt, den müssen wir nun enttäuschen. Weder stehen verschiedene Bikes zur Auswahl, noch kann man das vorhandene aufrüsten. Gegner gibt es zwar in Form von fahrenden Hindernissen, aber sie konkurrieren nicht mit dem Spieler und sind somit nicht einmal Statisten. Das sägt leider sehr an der Langzeitmotivation. Beim zu Beginn erwähnten Outrun sorgt zum einen der Zweispieler-Modus als auch die verschiedenen Modelle für mehr Abwechslung.
Grafisch eine Hommage

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Visuell ist Super Knight Riders an den Arcade-Klassiker angelegt, die Grafik ist minimalistisch aber dennoch zugleich scharf und modern. Grafisch bieten die verschiedenen Kurse relative Abwechslung, aber letztendlich ist alles gleich, was in diesem Fall nicht negativ verstanden werden sollte. Schließlich ist dies ausdrücklich gewollt. Die Musik wird schnell recht eintönig, daher sollte man sie definitiv auf „Random“ stellen, damit verschiedene Stücke abgespielt werden.

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Steuerung

Gesteuert wird das Motorrad entweder mit der Tastatur oder dem Controller. Wichtig sind hier vor allem schnelle Reflexe, vorausschauendes Fahren und besonders Durchhaltevermögen. Daher ist es relativ zweitrangig, welche Eingabemethode gewählt wird. Die Eingabe ist in beiden Fällen digital und nicht analog.

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Fazit
Super Knight Rider macht eine Menge Spaß und fordert dem Spieler so einiges ab. Anfangs heißt es zwar stets „Ein Versuch geht noch“, aber hat man alle Stages absolviert und die Achievements eingesackt, gibt es wenige Gründe erneut auf die Piste zu fahren. Somit ist die Frage nach der Langzeitmotivation schnell geklärt. Bei Outrun gab es hier wenigstens mehr Fahrzeuge und einen direkten Konkurrenten. Der geringe Preis sowie das schöne Retro-Feeling machen das Ganze aber wieder sehr charmant und das Spiel ist sicherlich in einer Rabatt-Aktion einen Kauf wert.

Positiv

  • Nie alterndes Spielprinzip
  • Stages direkt anwählbar
  • Retro Hommage

Negativ

  • Geringer Umfang
65
Tim-Oliver Siegwart

Geschrieben von: Tim-Oliver Siegwart

Seit bereits über 30 Jahren Gamer mit Leib und Seele. Bei den Mightys quasi der Experte für Rennsimulationen und First Person Shooter.

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Neueste Kommentare

  • Nicole: Damit kann mein Sohn in der Schule die Zeit überbrücken ohne ermahnt zu werden da geräuschlos im Gegensatz zu vielen anderen Stressspielzeugen :-) Die Farbe ist egal, sind alle toll... Favoriten wären schwarz oder türkis...
  • Janis: Oh ich brauche dringend einen! Allein weil nicht immer ein Kugelschreiber o.ä. greifbar ist, und ich damit viel mehr Variation habe:)) Schwarz oder schwarz/weiß bitte
  • Christopher: Hallo, das hört ich interessant an ! Ich wackel immer mit dem ganzen Bein. Farbe : schwarz/weiß Gruß Chris