Super Blackjack Battle 2 Turbo Edition – The Card Warriors

Was kommt dabei raus, wenn man Street Fighter mit Blackjack paart? Genau das, worüber dieses Review sich auslässt.

Round and round it goes

Die Grundidee ist ganz witzig: Anstatt sich gegenseitig vor wunderschönen 8-Bit Pixelhintergründen zu vermöbeln, zieht es den wahren Gentleman (die „Gentlefrau“ ebenso) in die Casinos dieser Welt. Das Spielprinzip ist dabei ganz offensichtlich an das wohl bekannte Prügelspiel von 1987 angelehnt.

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Gespielt wird nach den allseits bekannten Blackjack-Regeln: Der Dealer gibt Karten aus, es gilt auf die Summe von 21 zu kommen, falls nicht machbar, zumindest nah daran. Drüber ist schlecht, etwas drunter lässt noch etwas Hoffnung auf einen Sieg bestehen. Nachdem man aus einem von 10 Charakteren gewählt hat, geht es automatisch per Flugzeug in die erste Spielstätte zum ersten Gegner. Man erhält 1000 Chips, Mindesteinsatz sind 50.

Insgesamt gilt es pro Gegenspieler zehn Runden zu bestehen. Dabei muss man nicht zwangsläufig am Ende der Zeit seine Chips vermehrt haben. Hat der Gegner irgendwann nichts setzbares mehr, hat man gewonnen. Selbst bei einem Verlust von 950 Chips ist man der Champion des Tages. Computerspiele folgen wohl nach wie vor ihren eigenen Regeln.

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Kli-schön

Der Besiegte bekommt noch einen mehr oder minder lustigen Spruch gedrückt, der Humor wird sich vermutlich nicht jedem Spieler erschließen, schon geht es weiter. Ähnlich wie bei Street Fighter hat jeder Charakter noch seine eigene Hintergrundgeschichte zu bieten. Diese wird jedoch leider, und das wäre echt ein nettes Schmankerl gewesen, nicht ernsthaft verfolgt. Um über den eigenen Avatar mehr zu erfahren, müssen alle Gegner mit etwas Glück und Strategie zur Strecke gebracht werden.

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Zum Humor des Spiels gehört es vermutlich auch, sich über diese Spiele lustig zu machen, welche tatsächlich Stories parat haben. Leider macht sich der Eindruck breit, der zuständige Texter des Ganzen war ein wenig lustlos bei der Sache. Einen 8-Bit Blackjacker aus dem Hut zu zaubern ist sicher eine nette Idee, doch dazu hätte es, um in Jubel auszubrechen, doch ein wenig mehr gebraucht. Die Klischees, welche bedient werden, sind ein guter Anfang – der deutsche Spieler ist genauso selbstverständlich Soldat und sein Casino ist ein Flugzeughangar, wie der südamerikanische Gegner ein Drogenbaron ist.

Auf halber Strecke stehen geblieben, tragen diese Leckerbissen nicht bis ans Ende. Die nett animierten Hintergründe stimmen da schon wieder ein wenig gnädiger, der Button um Grimassen zu ziehen, haut es hingegen nicht mehr wirklich raus.

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Fazit

Was im Gedächtnis bleibt, ist ein lediglich auf Retro getrimmtes Glücksspiel für zwischendurch. Zumindest gibt es einen Onlinemodus, in dem man sein Glück gegen echte Spieler versuchen darf. Leider war es während des Tests nicht möglich, auch nur ein einziges Mal jemanden zu finden, der sich auf den gleichen Server verirrt hätte.

Positiv

  • Putzige Hintergründe
  • Zocken für echte Zocker

Negativ

  • Halbgarer Humor
63

Geschrieben von: Daniel Liebeherr

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Neueste Kommentare

  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Black Flag hat mich von der Story her nicht packen können, hatte mir mehr erwartet und das Gameplay war damals einfach nichts für mich. Ist ja aber immer so, wenn in/an einer Serie was geändert wird, gibt es immer unterschiedliche Meinungen.
  • Daniel Walter Daniel: Ich war immer ein Fan der alten Herangehensweise und vermisse es daher im neuen Teil ein wenig. Trotzdem ist Origins wirklich gut, auch wenn es nicht an meine Favoriten AC 2 und AC Black Flag heranreicht.
  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Die Neuausrichtung gefällt mir sehr gut. Die Architektur ist wunderschön und die Story gut gemacht. Auch die vielen Nebenquests und jetzt mit Level 40 die Community Events sind super. Das ewige geklettere und Dauerblocken aus den Vorgängern war einfach idiotisch, finde das jetzt überzeugender.