Steep – ein echtes Highlight für Wintersport- und Extremsport-Fans

Das Open-World Sportspiel „Steep“ von Ubisoft bietet uns die Möglichkeit, eine winterliche Berglandschaft vollkommen frei zu erkunden und währenddessen auf Sportgeräte wie Skier, ein Snowboard, einen Wingsuit oder einen Paraglider zurückgreifen zu können. Ob das Spiel nur etwas für echte Wintersport-Fans ist, oder, ob auch Gelegenheits-Rodler hier auf ihre Kosten kommen, zeigen wir euch in unserem Test.

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Vier Sportarten für jeden Geschmack

Während wir uns durch die winterliche Landschaft bewegen, haben wir die Wahl zwischen vier Wintersportgeräten, mit denen wir Tricks ausführen, Abfahrten bewältigen oder Challenges bestehen können. Die Taste R1 öffnet ein Auswahlrad, über das wir zu jeder Zeit zwischen den Sportgeräten hin und her wechseln können. Challenges sind hingegen oftmals an ein bestimmtes Sportgerät gebunden.

Sobald wir uns auf einem Hügel oder einer Erhöhung befinden, bietet sich die Nutzung der Skier oder des Snowboards an, erstens um schneller voranzukommen, zweitens um während der rasanten Fahrten für die bevorstehenden Challenges zu üben. Die grundlegende Bewegung der beiden Geräte lässt sich über den linken Controllerstick steuern. Drücken wir diesen nach vorne, lässt sich das Tempo erhöhen, wodurch aber auch die Schwierigkeit steigt, da es bei einer höheren Geschwindigkeit sehr viel schwerer ist, Hindernissen wie Bäumen der Felsen auszuweichen. Geht unser Fahrer K.O., müssen wir unsere letzte Fahrt noch einmal am letzten Startpunkt beginnen.

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Bei Rampen und kleinen Wellen haben wir die Möglichkeit, Sprünge auszuführen. Dies geschieht durch Halten und rechtzeitiges Loslassen der R2-Taste. Während wir uns in der Luft befinden, ist es über den rechten Controllerstick zudem möglich, verschiedenen Tricks auszuführen, je nachdem, in welche Richtung wir diesen bewegen. Hier ist es allerdings wichtig, dass wir den Stick rechtzeitig wieder in seine Ausgangsposition bringen, um nicht Gefahr zu laufen, bei der Landung zu stürzen. Das wahrlich berauschende Tempo der Abfahrten verleitet immer wieder dazu, etwas übermütig zu werden. Daher empfiehlt es sich, immer mal wieder das Tempo etwas rauszunehmen, um das Sportgerät wieder vollständig unter Kontrolle zu bekommen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Steuerung sehr intuitiv ist und ein gutes Reagieren auf die Herausforderungen unserer Umgebung möglich macht.

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Etwas bedächtiger geht es bei den beiden Fluggeräten zur Sache. Um diese nutzen zu können, benötigen wir allerdings einen Startpunkt, der über eine gewisse Höhe verfügt, die einen Absprung sowie ein darauf folgendes Gleiten in der Luft möglich macht. Hier steuern wir die Flughöhe über den linken Stick, wohingegen der rechte für Ausweichmanöver oder Sturzflüge genutzt werden kann. Besondere Vorsicht ist bei der Landung angebracht, die gerade beim Wingsuit, das mit einer etwas höheren Geschwindigkeit unterwegs ist, sehr schnell auch einmal schiefgehen kann. Um eine sichere Ankunft am Boden zu gewährleisten, müssen wir hier auf den Einsatz eines Gleitschirms zurückgreifen, der im richtigen Moment ausgelöst werden muss.

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Da für alle vier Geräte eine gewisse Höhe benötigt wird, sei es für den Absprung oder für das Schwungnehmen vor der Fahrt, ist es natürlich immer wieder erforderlich, höher gelegene Startpunkte anzusteuern. Dies ist entweder zu Fuß möglich oder per Schnellreise über die Bergpanorama-Ansicht. Diese Ansicht zeigt uns beispielsweise sämtliche freigeschalteten Basislager an, die uns als Ausgangspunkt für unsere Touren dienen. Sobald wir nah genug an einem bisher nicht entdeckten Basislager dran sind, ist es zudem möglich, dieses über unser Fernglas freizuschalten, um es künftig auch als Startpunkt nutzen zu können.

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Challenges und Events

Während unserer Touren können wir immer wieder verschiedene sehenswerte Orte entdecken. Dabei handelt es sich beispielsweise um Ortschaften oder andere markante Areale in der winterlichen Berglandschaft. Darüber hinaus warten an bestimmten Orten actionreiche Challenges auf uns, bei denen wir unser Können unter Beweis stellen dürfen. Hier müssen wir vorgegebene Zeiten schlagen, um Erfahrungspunkte zu erhalten und dadurch nach und nach im Level aufzusteigen. Je höher unser Level ist, desto größer ist auch unser Ansehen. Dies sorgt wiederum dafür, dass wir zu speziellen Wintersport-Events eingeladen werden, wo weitere Herausforderungen auf uns warten.

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Bei den Challenges ist es beispielsweise unsere Aufgabe, einen Parcours mit dem Snowboard zu bewältigen und dabei möglichst viele Tricks zu zeigen, um auf diese Weise Punkte zu sammeln. Bei anderen Strecken geht es dagegen nur um die Zeit, die wir für den jeweiligen Abschnitt benötigen. Wenn wir nach Abschluss einer Challenge ein weiteres Mal an den besagten Ort zurückkehren, besteht natürlich auch die Möglichkeit, die eigene Zeit zu schlagen. Bei jeder Challenge werden uns außerdem die erreichten Punktzahlen anderer Spieler angezeigt, wodurch wir stets einen Anreiz haben, an unserer Technik zu arbeiten, um uns mit ihnen messen zu können. Jeder der zahlreichen Gipfel um uns herum hält zudem eine eigene Berggeschichte parat, die wir, sobald wir das geforderte Level erreicht haben, spielen können.

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Da wir überall in der riesigen Welt andere „Steep“-Spieler treffen und uns mit ihnen zu einer Gruppe zusammenschließen können, hat man auch nie das Gefühl, alleine unterwegs zu sein. Diese Funktion macht es darüber hinaus möglich, gemeinsam die Umgebung zu erkunden und sich gegenseitig neue Tricks zu zeigen.

Atmosphärische Gebirgslandschaft

Die Umgebung in „Steep“ überzeugt mit einer hervorragend in Szene gesetzten wunderschönen Winterlandschaft, die neben Bergen auch Wälder oder kleine Örtchen für uns bereithält. Über die Aufwärtstaste des Steuerkreuzes können wir zu jeder Zeit selbst entscheiden, zu welcher Tageszeit wir die Spielwelt erkunden möchten. Bei Nacht leuchtet sich unsere Spielfigur mit einer Taschenlampe den Weg, was noch einmal für eine ganz andere Atmosphäre sorgt, als wenn wir uns über Tag bei strahlendem Sonnenschein unseren Weg bahnen.

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Details wie Wettereffekte, Lichteffekte oder Spuren im Schnee, die sich je nach Fortbewegungsart unterscheiden, machen die Spielwelt realistisch. Darüber hinaus sehen auch die Bewegungen der Spielfigur sowie die der losen Teile der Bekleidung und Ausrüstung sehr echt aus und sorgen so für eine stimmige Präsentation.

Während der Abfahrten können wir uns außerdem auf treibende, instrumentale Rocksongs freuen, die die Freiheit, die uns das Spiel vermittelt, noch zusätzlich unterstreichen und außerdem für einen noch intensiveren Geschwindigkeitsrausch sorgen. Ergänzend hierzu kommen auch authentische Soundeffekte wie das Pfeifen des Windes oder die Geräusche der Skier auf dem Schnee zum Einsatz, die das Spielerlebnis noch realer wirken lassen.

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Fazit

„Steep“ bietet uns eine Freiheit, die in diesem Ausmaß für ein Sportspiel mehr als außergewöhnlich ist. Wir haben vollkommen freie Wahl, ob wir den verschiedenen Challenges nachgehen, die Umgebung erkunden oder einfach nur mit anderen Spielern durch die winterliche Landschaft heizen möchten. Die immer wieder neuen Herausforderungen, die sich mit einem höheren Level nach und nach freischalten lassen, garantieren auch nach längerer Spielzeit stets einen ausreichenden Anreiz, um weiter an der eigenen Technik zu feilen und sich immer weiter zu verbessern. Darüber hinaus sieht „Steep“ auch wirklich atemberaubend aus und es macht einfach Spaß, mit den vier Sportgeräten im Schnee unterwegs zu sein. Wer sich in irgendeiner Form für Winter- und Extremsport begeistern kann und Lust hat, die Berge der Spielwelt zu erobern, kommt hier auf jeden Fall auf seine Kosten. Es ist vom Genre her aber schon ein Spiel, bei dem man auch gewillt sein muss, sich darauf einzulassen.

Positiv

  • Vollkommende Freiheit
  • Anspruchsvolle Challenges
  • Bestenlisten mit Zeiten anderer Spieler
  • Gemeinsames Spiel mit anderen möglich

Negativ

  • man sollte ein gewisses Interesse an Winter- und Extremsport haben
88
Daniel Walter

Geschrieben von: Daniel Walter

Hat seit der ersten PlayStation keine Konsolengeneration ausgelassen und interessiert sich vor allem für Adventures, RPGs und Actiongames. Neben der Arkham- und Assassin's Creed Reihe liegen auch sämtliche Star-Wars-Titel stets hoch im Kurs.

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  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Black Flag hat mich von der Story her nicht packen können, hatte mir mehr erwartet und das Gameplay war damals einfach nichts für mich. Ist ja aber immer so, wenn in/an einer Serie was geändert wird, gibt es immer unterschiedliche Meinungen.
  • Daniel Walter Daniel: Ich war immer ein Fan der alten Herangehensweise und vermisse es daher im neuen Teil ein wenig. Trotzdem ist Origins wirklich gut, auch wenn es nicht an meine Favoriten AC 2 und AC Black Flag heranreicht.
  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Die Neuausrichtung gefällt mir sehr gut. Die Architektur ist wunderschön und die Story gut gemacht. Auch die vielen Nebenquests und jetzt mit Level 40 die Community Events sind super. Das ewige geklettere und Dauerblocken aus den Vorgängern war einfach idiotisch, finde das jetzt überzeugender.