Der schnellste Igel der Welt ist wieder auf dem Bildschirm zurück. Der allseits bekannte Sonic muss wieder einmal die Welt vor Dr. Eggman und seinen Lakaien retten. In Sonic Forces ist es zum ersten Mal möglich, einen eigenen Charakter zu erstellen und diesen in das Spiel einzubinden. Wie sich das Game auf der Nintendo Switch schlägt, finden wir jetzt heraus.

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Dr. Eggman schmiedet erneut Pläne gegen seinen Erzfeind Sonic. Diesmal hat er laut eigenen Angaben seinen ganzen Hass in die Entwicklung eines unzerstörbaren Instruments der Vernichtung gesteckt. Dieses Instrument scheint, soweit man es erblicken kann, ein neuer Feind zu sein. Nach diesem kurzen Blick in Dr. Eggmans Pläne wechseln wir die Szene zum blauen Igel Sonic. Auf seinem Ausflug durch die Green Hill Zone funkt ihn Tales an, der von einer Invasion von Dr. Eggmans Untertanen erzählt und Sonic zu Hilfe ruft.

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Und dann geht die rasante Spielaction auch schon los. Wir übernehmen die Kontrolle über ihn und heizen mit Höchstgeschwindigkeit durch das Level. Dabei sammeln wir Ringe, die uns vor Schaden schützen, solange wir mindestens einen dabei haben. Außerdem nutzen wir Booster, um schneller zu werden, und erledigen Gegner auf unserem Weg. Hin und wieder treffen wir auch auf Fragezeichen-Ringe, die uns das Spiel kurz und knapp erklären, sowie verschiedene Kapseln, die beispielsweise den Turbo von Sonic auffüllen.

Unser blauer Held kann wieder springen, Gegner mit einem Wirbelsprung angreifen und mit dem Turbo, wie ein Hamster auf Drogen, durch die Gegend flitzen. Letzteres war natürlich als Witz gemeint. Am Ende des Levels wird dann unser Rang bestimmt, der vom besten Rang S über A bis zu B, C und weiteren reicht. Hier spielen unsere Punkte eine Rolle, die sich aus der benötigten Zeit, der am Ende im Besitz befindenden Ringe und aus der Anzahl an neuen Versuchen berechnet wird. Letzteres ist, wie der Name schon verrät, ein neuer Versuch den Level zu bestehen. Wir können nicht sterben und fangen dann, sofern aktiviert, bei einem Speicherpunkt oder direkt am Anfang des Levels wieder an.

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Direkt nach dem ersten Green Hill Level trifft Sonic auf alte Bekannte und muss im Kampf gegen die feindlichen Schergen eine Niederlage einstecken. Danach vergehen einige Monate, in denen Dr. Eggman so gut wie alle Gegenden unter seine Kontrolle gebracht hat. Sonics Aufenthaltsort ist seitdem unbekannt. Eine kleine Truppe von Rebellen hat sich zusammengeschlossen, um den Doktor zu besiegen und die Welt zu befreien. Mit an Bord sind beispielsweise Amy und Knuckles. Die Rebellen haben sechs Monate lang auf ein Zeichen von Sonic gewartet aber leider vergebens. Deswegen ist die Stimmung bei ihnen auch nicht sonderlich gut, aber ein neuer Rekrut wird erwartet: nämlich wir!

Zum ersten Mal in der Sonic-Geschichte dürfen wir uns einen Charakter nach unseren Vorlieben erstellen. Zuerst wählen wir ein Geschlecht, danach wählen wir uns eine der folgenden Tierarten aus: Hund, Wolf, Kaninchen, Bär, Katze, Vogel und Igel. Jede Tierart hat eine bestimmte Eigenschaft, so startet der Hund nach einem K. O. mit ein paar Ringen, der Wolf zieht Objekte an und der Igel verliert langsamer Ringe, wenn er Schaden erleidet. Weiter geht es mit der Auswahl eines Kopfes und einer Hautfarbe, die im Kopfbereich lokalisiert ist. Danach kommen noch Augen und die dazugehörige Farbe dran, eine Körperfarbe, Kleidungsfarbe, Stimme und Siegerpose müssen auch noch ausgewählt werden.

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Danach starten wir in unser Abenteuer und unseren Kampf gegen Dr. Eggman sowie seine Schergen. Dabei finden wir heraus, was mit Sonic passiert ist, was es mit Eggmans Instrument auf sich hat und retten dabei die Welt.

Auf unserem Weg durch die verschiedenen Level spielen wir entweder mit unserem Charakter oder Sonic. Unser Charakter besitzt zudem eine Waffe, die neben einer normalen Attacke auch einen Spezialangriff ausführen kann. Die Waffen nennen sich Wispon und davon gibt es einige verschiedene. Wir beginnen mit einer Art Flammenwerfer, der uns als Spezialangriff in die vertikale nach oben schleudert, wie bei einer Explosion. Während wir durch die Missionen rennen, sollten wir auch Ausschau nach den fünf roten Ringen halten. Nach Abschluss eines Levels erhalten wir zusätzliche Belohnungen dafür. Diese Belohnungen sind Outfits für unseren selbst erstellten Charakter. Schließen wir mit Rang S ab, gibt es sogar noch mal etwas oben drauf. Im Avatar Menü können wir uns die verschiedenen Anziehsachen anlegen und auch die Wispon wechseln.

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Mehr können wir allerdings auch nicht machen in Sonic Forces. Es ist ein typisches Sonic-Spiel mit ein paar Extras. Man bekommt auf jeden Fall das, was man erwartet. Mit ungefähr vier Stunden Spielzeit ist man doch recht schnell am Ende. Allerdings kann man dann ja noch auf die Jagd nach allen roten Ringen und nach dem Rang S in jedem Level gehen. Es gibt auch zwei Schwierigkeitsgrade: Normal und Schwer. Letzterer ist aber gar nicht so herausfordernd, sodass man hier eigentlich nicht verzweifeln sollte.

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Auf der Nintendo Switch sieht Sonic Forces wirklich gut aus und läuft flüssig. Was uns besonders gefällt ist, dass die Hintergründe nur so mit Details vollgepackt wurden. Sei es eine Fabrik, in der durch Rohre Flüssigkeit gepumpt wird und etliche Arbeitsanlagen herumstehen, oder ein Containerabstellplatz oder aber der Kampf von riesen Robotern gegen das Umland. Es lohnt sich also, den Hintergrund im Auge zu behalten, denn hier wurde wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Wir wechseln auch öfters zwischen der 3D- und der Sidescroller-Darstellung. Diese Übergänge sind flüssig und stören keineswegs. Musikalisch wird die rasante Action mit flotten, ohrwurmverdächtigen Soundtracks verfeinert. Die Musik passt perfekt zum Setting und lässt den Spieler in das Geschehen eintauchen. Bei der Sprachausgabe wurden die altbekannten Sprecher eingesetzt.

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Fazit

Mit Sonic Forces hat mein ein schönes, wenn auch etwas kurzweiliges Spiel, das zwar nicht an die ganz alten Sonic-Spiele heranreicht, trotzdem aber eine sehr gute Figur macht. Es ist sehr schön, dass wir uns einen eigenen Charakter erstellen dürfen und diesen auch einkleiden können. Das macht Spaß und verleiht dem Spiel eine große Individualität. Das Leveldesign ist wirklich gut und vor allem die Optik hat mir sehr gefallen. Alles was im Hintergrund passiert, ist wirklich schön anzusehen. Der Schwierigkeitsgrad ist zwar auf „Schwer“ nicht sonderlich hoch, aber vollkommen ausreichend. Mir hat es Spaß gemacht und ich kann das Spiel auf jeden Fall weiterempfehlen.

Positiv

  • Eigener Charakter kann erstellt werden
  • Verschiedene Outfits
  • Tolle Optik
  • Super Musikauswahl

Negativ

  • Schwierigkeitsgrad nicht sonderlich hoch
  • Spielzeit könnte länger sein
72
Dominik Probst

Geschrieben von: Dominik Probst

Informatik-Student und Hobby-Spieleentwickler. Nebenbei auch noch auf Youtube als Let's Player unterwegs. Gamer aus Leidenschaft seit meiner Kindheit, mit einem Faible für die komplette "The Legend of Zelda"- und "Halo"-Reihe.

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  • Martin: Hey! Auch von mir vielen lieben Dank für den Guide :D Ist der "Hauptguide" nach dem ich mich richte bzw. mittlerweile der einzige, den ich nutze^^ Ich hätte aber noch eine Frage zu diesem Part: Held Vorheriger Held Soforttötung bis … Stufe Siyalatas/Fragsworth The Masked Samurai 30 – 50 Atlas Samurai Stufe 2500 150 – 175 Terra Atlas Stufe 1500 350 – 450 Phthalo Terra Stufe 1500 700 – 900 Orntcha Gladeye Phthalo Stufe 1500 1300 – 1700 … Orntcha Gladeye Stufe 1500 2500 – 3000 Kannst du das genauer erklären? Was sind z.B. Altas, Terra usw. und das mit den Stufen
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