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Skyrim VR – Taucht ein in die Fantasy-Welt

Von Daniel Walter am 14. Januar 2018 in Review

Seit Kurzem ist der fünfte Teil der Elder-Scrolls-Reihe auch als VR-Variante erhältlich. Wir haben uns den Fantasy-Titel genauer angesehen und verraten euch, was wir davon halten.

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Eine Legende

Zu Skyrim selbst muss man mittlerweile nicht mehr viel sagen. Das Fantasy-Epos erschien bereits auf zahlreichen Konsolen, darunter Xbox 360, PS4 oder zuletzt auch Nintendo Switch. Das Rollenspiel überzeugte von Beginn an mit einer riesigen, atmosphärischen Spielwelt, unzähligen Quests sowie verschiedenen DLCs, mit denen wir unsere Reise fortsetzen konnten. Der Erfolg des Titels wurde von der Vielfalt an verfügbaren Mods noch weiter angefeuert, die mit der Special Edition auch endlich auf der aktuellen Konsolengeneration nutzbar wurden. Auf Mod-Support müssen wir bei der VR-Version zunächst einmal verzichten, angeblich ist es aber nicht ausgeschlossen, dass dieser noch nachgereicht wird.

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Im Gegensatz zu vielen anderen VR-Titeln, die lediglich für kurze Zeit Spielspaß bieten, punktet Skyrim mit vollen Umfang. Daher können wir die bereits bekannte Geschichte nun einfach deutlich intensiver erleben und haben die Chance, vollständig in die Fantasy-Welt einzutauchen. Wie gewohnt beginnt die Story mit einer Kutschenfahrt durch die schneebedeckte Landschaft. Unser zu Beginn namenloses Alter-Ego wurde von kaiserlichen Truppen gefangen genommen und befindet sich nun zusammen mit anderen Gefangenen auf dem Weg zur Hinrichtung. Diese soll in einem nahe gelegenen Dorf vonstatten gehen, wo der Henker schon auf uns wartet. Während es einigen unserer Mitgefangenen wenige Augenblicke später nicht so gut ergeht, haben wir selbst Glück, denn in dem Moment, als Scharfrichter zum finalen Schlag ausholt, erscheint wie aus dem Nichts ein Drache, der alles in Schutt und Asche legt. Das ausbrechende Chaos ermöglicht uns die Flucht, sodass wir noch einmal mit dem Leben davon gekommen sind. Die eigentliche Reise startet unweit entfernt im Dörfchen Flusswald und führt uns in sämtliche Regionen von Himmelsrand, vom tiefsten Wald bis hin zum höchsten Berggipfel. Welche besondere Rolle unsere Figur dabei spielt und wie das Erscheinen des Drachen in das Bild passt, offenbart sich uns dabei erst nach und nach.

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Taucht ein in die Spielwelt

Die VR-Umsetzung bietet die Chance, die Umgebung aus nächster Nähe zu betrachten. Das plastische Erscheinungsbild selbiger sorgt für eine immersive Erfahrung der besonderen Art. So hat man stets das Gefühl, die Pflanzen am Wegesrand berühren oder die Hand nach unseren Gesprächspartnern ausstrecken zu können. Auch die Waffe, die wir vor unseren Augen sehen, sieht so real aus, dass man das Metall förmlich spüren kann. Leider sieht man den eigenen Körper nicht, wenn man nach unten schaut, dies hätte die Erfahrung noch intensiviert. Grafisch ist die VR-Ausgabe der Spielwelt wirklich wunderschön. Sofort fühlt man sich heimisch und möchte die Atmosphäre der verschiedenen Orte aufsaugen, ganz gleich ob man alleine im Schnee oder in einem gemütlichen Dorf unterwegs ist. Natürlich merkt man dem Spiel sein eigentliches Alter an einigen Stellen an, dies tut der intensiven Erfahrung in der virtuellen Realität aber keinen Abbruch.

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Sehr gelungen ist auch die Darstellung des Geländes, sodass uns beispielsweise mulmig wurde, als wir steile Abhänge nach unten liefen, und wir mit aufkommender Höhenangst zu kämpfen hatten, als wir hoch oben auf den Gipfeln der Berge standen. Als etwas störend haben wir dagegen das Verengen des Blickfeldes empfunden, das vor allem bei schneller Bewegung zu vordergründig ist. Hier war es sicherlich die Intension, die Anstrengung beim Rennen zu verdeutlichen, für unseren Geschmack ist der Effekt aber zu stark.

Wer sich mit VR grundsätzlich etwas schwer tut, wird auch bei Skyrim einige Momente haben, in denen die virtuelle Realität vielleicht etwas zu real ist. So ist das Bewegungstempo im Spiel, wenn wir dieses mit dem klassischen PS4-Controller steuern, zunächst einmal enorm hoch. Wenn hier das Tempo durch sanfteres Drücken des Controllersticks nicht behutsam verringert oder eine entsprechende Anpassung im Optionsmenü vorgenommen wird, hat man schnell mit aufkommender Motion Sickness zu kämpfen. Diese spielt hingegen bei Nutzung der Move-Controller weitestgehend keine Rolle, da wir hier zum Beispiel auf das Teleportieren zurückgreifen können. Aber auch Menschen, die unter verschiedenen Phobien leiden, werden das eine oder andere Mal vor eine Herausforderung gestellt, sei es beim Ausflug auf die wirklich hoch gelegenen verschneiten Gipfel oder beim Kampf gegen riesige Spinnen, die in der virtuellen Realität schon deutlich imposanter sind als in der gewöhnlichen Version.

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Fazit:

Skyrim VR ist bisher der umfassendste und intensivste VR-Titel, der in meinem Laufwerk gelandet ist. Wo mich das Ur-Spiel schon mit seiner einmaligen Atmosphäre gepackt hat, macht es mir die VR-Umsetzung wirklich schwer, das Headset auf die Seite zu legen und mich nicht in der wunderschönen Welt zu verlieren. Aber natürlich wirkt nicht nur die beeindruckende Natur sehr viel realer, sondern auch ungeliebte Bewohner wie die riesigen Spinnen sind plötzlich deutlich beeindruckender, als man es in Erinnerung hatte. Hierauf muss man sich beim Spielen einstellen, außerdem ist erforderlich, etwas behutsamer mit der Bewegungssteuerung via Controller umzugehen, um nicht von der Motion Sickness gepackt zu werden. Zusammenfassend kann Skyrim VR wirklich jedem Fantasy-Fan ans Herz gelegt werden, der den Meilenstein des Genres noch einmal intensiver erleben möchte.

Positiv

  • Einmalige Atmosphäre
  • Wunderschöne VR-Umgebung
  • Spürbare Geländeveränderungen
  • Intensive Erfahrung

Negativ

  • Schnelle Bewegung führt zu Motion Sickness 
  • Beim Herabschauen kein eigener Körper sichtbar
  • Herausforderung für Menschen mit diversen Phobien
  • Sichtbarer Move-Controller stört die Atmosphäre ein wenig
90
Daniel Walter

Geschrieben von: Daniel Walter

Hat seit der ersten PlayStation keine Konsolengeneration ausgelassen und interessiert sich vor allem für Adventures, RPGs und Actiongames. Neben der Arkham- und Assassin's Creed Reihe liegen auch sämtliche Star-Wars-Titel stets hoch im Kurs.

The Elder Scrolls V: Skyrim – Special Edition

Publisher:Bethesda
Release Datum:28. Oktober 2016

Verfügbar für

Genre

USK Alterseinstufung

Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.

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