Pokémon Tekken

Als Pokémon Trainer hat man es manchmal nicht einfach. Es gibt Kämpfe, in denen man einfach haushoch unterlegen ist oder von einem leichten Sieg ausgeht, dann aber trotzdem verliert. In beiden Fällen muss man seine Wut unterdrücken, um nicht den Handheld in die Ecke zu donnern. Zusammen mit Bandai Namco Entertainment hat Nintendo zwei Spieleserien verschmolzen, um eben diese angestaute „Wut“ endlich rauslassen zu können: Pokémon Tekken! Das mit „Wut rauslassen“ war natürlich nur ein kleiner Scherz. Pokémon Tekken, oder auch Pokkén Tournament genannt, ist eine Mischung aus den weltbekannten Spielreihen „Tekken“ und „Pokémon“. Vom ersteren ist das Grundkonzept, die Steuerung und das Gameplay, vom letzteren sind die Charaktere, Pokémon, Fähigkeiten und Story.

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Zu Beginn des Spiels werden wir von Nia, einer Kampftrainerin der Ferrum-Region und ihrem Pokémon Snibunna angesprochen. In Ferrum laufen die Pokémon-Kämpfe etwas anders ab als in den anderen Regionen. Sobald sich ein Trainer registriert, erhält dieser ein sogenanntes Kampfvisier. In diesem befindet sich ein Resonanzstein, durch den man während des Kampfes mit dem Pokémon-Partner verschmelzen kann. Nachdem wir uns während der Registrierung einen Namen ausgesucht haben, dürfen wir uns einen Charakter erstellen. Der Editor ist nicht sonderlich umfangreich, muss er aber auch gar nicht sein. Es kann zu Beginn nur das Geschlecht, die Hautfarbe und das Gesicht inklusive Augenfarbe bestimmt werden. Im späteren Spielverlauf ist es auch noch möglich, das Outfit zu ändern sowie Accessoires hinzuzufügen.

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Nach der Charaktererstellung suchen wir uns eines von vierzehn verschiedenen Partner-Pokémon aus. Zur Auswahl stehen aus den Editionen

  • Rot/Blau/Gelb: Pikachu, Glurak, Gengar und Machomei
  • Gold/Silber/Kristall: Suicune
  • Rubin/Saphir/Smaragd/Feuerrot/Blattgrün: Lohgock, Gewaldro, Guardevoir
  • Diamant/Perl/Platin/HeartGold/SoulSilver: Lucario, Snibunna, Knakrack
  • Schwarz/Weiß/Schwarz 2/Weiß 2: Skelabra
  • X/Y/Omega Rubin/Alpha Saphir: Rutena

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Wer mitgezählt hat, merkt, dass das insgesamt nur dreizehn sind. Das stimmt. Aber es gibt ein zweites Pikachu in einer etwas abgewandelten Form: das Wrestler-Pikachu! Man kann es sich wie einen Mexikanischen Wrestler vorstellen, mit Maske und allem Drum und Dran. Jedes Partner-Pokémon ist einem dieser Eigenschaften zugeordnet: Technik, Tempo, Standard oder Kraft. Standard Pokémon spielen sich ausgeglichen, alle mit der Eigenschaft Kraft sind langsamer aber dafür stärker als zum Beispiel die, die Tempo zugeordnet sind. Alle mit Technik sind mehr auf Kombis ausgerichtet. Hier sei gesagt, dass die Auswahl eines Pokémon nicht bedeutet, dass man die anderen nicht spielen kann. Man hat später immer die Möglichkeit, sich ein neues auszusuchen. Hier liegt aber der Hund begraben, denn jedes Pokémon sammelt Erfahrungspunkte pro absolviertem Kampf. Sollte man in einer der höheren Ligen, auf die wir gleich noch eingehen werden, das Pokémon wechseln, so sollte dieses auf jeden Fall gleich gut trainiert sein. Ansonsten läuft der Kampf womöglich nicht zu unseren Gunsten ab.

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Mit jeder aufgestiegenen Stufe erhalten wir einen Fertigkeitspunkt, der in eines von vier Attributen gesteckt werden kann: Angriffsfertigkeit, Verteidigungsfertigkeit, Resonanzfertigkeit und Strategiefertigkeit. Mit der Angriffsfertigkeit erhöht sich die Angriffskraft sowie der verursachte Schaden, durch die Verteidigungsfertigkeit wird die Verteidigung gestärkt und der erlittene Schaden verringert. Mithilfe der Resonanzfertigkeit verlängert sich der Limit-Zustand, der  während des Limits die Angriffskraft wie auch Verteidigung erhöht. Zu guter Letzt gibt es noch die Strategiefertigkeit, die die Vorbereitungszeit für Helfer verkürzt und deren Fertigkeiten stärkt.

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Genug zur Theorie, kommen wir jetzt zum praktischen Teil von Pokémon Tekken. Mit fertigem Charakter und ausgesuchtem Partner-Pokémon können wir uns zwischen verschiedenen Spielmodi entscheiden. Entweder wir absolvieren erstmal das Training, das von Kampfgrundlagen bis Tricks für Experten alles abhandelt oder wir führen im Einzelspieler-Kampf Gefechte gegen Computergegner.

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Die eigentliche Story spielt in der Ferrum-Liga. In verschiedenen Ligen kämpfen wir uns in den Liga-Matches jeweils vom letzten Platz bis zu den besten acht nach oben. In jeder Runde absolvieren wir jeweils fünf Kämpfe und steigen dann je nach Anzahl Siege und Niederlagen ein paar Plätze auf oder ab. Sind wir mindestens auf Platz acht angekommen, steht uns das Turnier zur Verfügung. Im Turnier muss jeder Kampf gewonnen werden, sonst fliegt man raus. Insgesamt müssen im Turnier drei Kämpfe bestanden werden, um danach gegen den Liga-Meister antreten zu können. Bei erfolgreichem Kampf steigen wir in die nächste Liga auf. Zwischen den verschiedenen Ligen sieht man immer wieder Zwischensequenzen, in denen wir von einem mysteriösem Pokémon erfahren, dass die Kraft der Resonanzsteine absorbieren kann. Bei einem Kampfspiel geht man davon aus, dass die Story nicht wirklich im Fokus steht, aber man hätte trotzdem mehr Story-Elemente einbauen können.

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Wer gerne gegen seine Freunde oder andere Spieler spielt, findet im Online Modus alles was das Herz begehrt. Es können Rang-Matches und Freundschafts-Matches geführt werden. Die Rang-Matches ähneln den Liga-Matches, so sammelt man Rangpunkte und steigt Plätze auf oder ab. Ohne Druck kann man sich in den Freundschafts-Matches gegen andere Spieler messen. Egal ob Freund, Unbekannter oder beispielsweiße Zuschauer beim Livestream, es wird nur der Match-Code benötigt um dem Spiel beizutreten.

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Es gibt noch den Punkt „Deine Stadt“, in der unter anderem das Partner-Pokémon gewechselt werden kann. Dort können wir uns auch einen Titel auswählen, den wir freigespielt haben. Außerdem ist es möglich, sich eine Nachricht aussuchen, die angezeigt werden soll und auch das Aussehen unseres Charakters, sowie das von Nia zu ändern. Hierzu benötigen wir entweder Geld, dass wir durch die Kämpfe verdienen, oder aber freigeschaltete Gegenstände, die durch Erfolge verdient werden.

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Das wichtigste bei einem Kampfspiel sind natürlich die Kämpfe. Jedes Match ist ein Best-of-Three, bei dem derjenige gewinnt, der zwei Siege eingefahren hat. Es gibt verschiedene Kampfarenen, die sich in Größe und Menge an Power-UPs unterscheiden. Jedes Pokémon besitzt ein Resonanzlimit, das sich mit jeder ausgeteilten und eingesteckten Attacke füllt. Ist das Limit voll, kann das Pokémon in den Limit-Zustand gelangen, in dem es mehr Schaden austeilt und weniger einsteckt. Zusätzlich zum Limit wählt man auch am Anfang des Kampfes zwischen drei Hilfs-Pokémon-Teams. Nach jeder Liga bekommt man neue Teams, die man in „Deine Stadt“ auswählen kann. Diese Teams können zum Beispiel heilen, Schaden austeilen oder positive beziehungsweiße negative Statuseffekte vergeben. Die negativen natürlich an den Gegner, die positiven nur an uns.

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Das komplette Spiel läuft flüssig in 60fps. Alles, was auf dem Bildschirm zu sehen ist, spiegelt auch das Gamepad wieder. Optisch macht Pokémon Tekken etwas her, das man zwar jetzt nicht mit dem neuesten Call of Duty oder Battlefield vergleichen kann, trotzdem sieht es sehr gut aus. Alles ist schön animiert und macht Lust auf mehr. Jede Arena besitzt eine eigene Hintergrundmusik, die dem Kampf das richtige Feeling verleiht. Die Audioausgabe ist komplett in Englisch, alle Texte sind auf Deutsch. Für alle Liebhaber ist sogar noch die Japanische Sprachausgabe mit an Bord! Unsere Trainerin Nia gibt uns standardmäßig immer wieder mal audiovisuelle Hinweise, die nach kurzer Zeit aber schon auf die Nerven gehen. Für den Anfang echt nett, aber je mehr man spielt, desto nerviger wird es. Glücklicherweise kann man aber die Intensität der Hinweise ändern und diese sogar komplett abstellen.

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Fazit

Pokémon Tekken macht richtig viel Spaß! Die Story ist zwar nicht allzu lange, aber dennoch hat sie mich in den Bann gezogen. Ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte mit dem mysteriösen Pokémon ausgeht. Auch den anziehenden Schwierigkeitsgrad pro Liga finde ich perfekt. Am Anfang dachte ich, dass es echt leicht wird, aber am Ende musste ich doch einige Niederlagen einstecken.

Positiv

  • Viele Erfolge und Gegenstände/Kostüme/Charakteranpassungen
  • Lange Spielzeit
  • Offline und Online Liga

Negativ

  • Story etwas mager
83
Dominik Probst

Geschrieben von: Dominik Probst

Informatik-Student und Hobby-Spieleentwickler. Nebenbei auch noch auf Youtube als Let's Player unterwegs. Gamer aus Leidenschaft seit meiner Kindheit, mit einem Faible für die komplette "The Legend of Zelda"- und "Halo"-Reihe.

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  • Martin: okay habs jetzt verstanden :D
  • Martin: Hey! Auch von mir vielen lieben Dank für den Guide :D Ist der "Hauptguide" nach dem ich mich richte bzw. mittlerweile der einzige, den ich nutze^^ Ich hätte aber noch eine Frage zu diesem Part: Held Vorheriger Held Soforttötung bis … Stufe Siyalatas/Fragsworth The Masked Samurai 30 – 50 Atlas Samurai Stufe 2500 150 – 175 Terra Atlas Stufe 1500 350 – 450 Phthalo Terra Stufe 1500 700 – 900 Orntcha Gladeye Phthalo Stufe 1500 1300 – 1700 … Orntcha Gladeye Stufe 1500 2500 – 3000 Kannst du das genauer erklären? Was sind z.B. Altas, Terra usw. und das mit den Stufen
  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Black Flag hat mich von der Story her nicht packen können, hatte mir mehr erwartet und das Gameplay war damals einfach nichts für mich. Ist ja aber immer so, wenn in/an einer Serie was geändert wird, gibt es immer unterschiedliche Meinungen.