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PC Building Simulator

Von Tjark Würstlein am 18. Februar 2019 in Review

Der nun aus dem Early-Access herausgewachsene PC Building Simulator von The Irregular Corporation ist genau das, was der Name verspricht. Das Spiel ist eine Simulation, in der wir den ganzen virtuellen Tag nichts anderes machen, als Computer auseinander und wieder zusammen zu bauen. Kling zunächst vielleicht eintönig, aber enthält doch einige Abwechslung.

Das Spiel beginnt damit, dass wir einen kurzen Text eingeblendet bekommen, der uns die aktuelle Situation schildert. Wir haben nämlich den PC-Shop von unserem Onkel Tim übernommen, da dieser ihn nicht mehr betreiben wollte. Der Shop besteht aus einer Art kleinen Wohnung, mit nur einem Zimmer und angrenzendem kargen Flur. Eingerichtet ist das Ganze sehr passend für so eine kleine Reparaturwerkstatt. Im Arbeitszimmer stehen ausreichend große Tische zum Abstellen von Kundenrechnern, ein eigener PC zum Arbeiten, einem Regal mit lagernden Artikeln und Postern von verschiedenen Herstellern an den Wänden. Ganz stilecht ist die Jalousie vor dem einzigen Fenster immer heruntergelassen und lässt sich auch nicht verstellen.

Da der vorherige Besitzer den Laden aufgegeben hat, ist unser Lager zunächst leer und da er sich auch noch 15$ Spritgeld genommen hat, starten wir unsere Karriere mit einem negativen Kontostand. Natürlich müssen wir trotzdem Strom und Miete zahlen können, also müssen wir Geld verdienen. Zum Glück ist uns der Kundenstamm erhalten geblieben und meldet sich an unserem ersten Arbeitstag direkt mit einem Auftrag in unserem E-Mail-Postfach.

Die Aufträge, die wir behandeln, sind die üblichen Aufträge eines IT-Shops. Die Spanne reicht vom einfachen Entstauben eines Rechners, über Austauschen von defekten Teilen bis zum kompletten Neubau eines PCs nach Anforderungen des Kunden. Natürlich sind zunächst einfachere Aufträge unser Tagesgeschäft. Damit sind auch Personen, die noch nie an Rechnern rumgeschraubt haben, nicht sofort überfordert und können sich erst in die Vorgänge einfinden. Eine wirkliche Story verbirgt sich in dem Spiel nicht, aber das ist von einem Simulationsspiel auch nicht unbedingt zu erwarten. Die Interaktion per Mail fühlt sich allerdings sehr authentisch an, da die Texte gut geschrieben sind.

Ein normaler Auftrag läuft nach folgendem Muster ab. Zunächst bekommen wir eine E-Mail vom Kunden, in der er sein Problem beziehungsweise seine Wünsche äußert. Angehängt finden wir meist die PC-Spezifikationen. Als Nächstes wird der Computer zu uns gesandt. Das dauert in der Regel einen Arbeitstag. Während des Wartens auf den „Patienten“ können über den Online-Shop schon mal eventuell benötigte Ersatzteile oder zusätzliche Komponenten bestellt werden. Da der Versand auch hier circa einen Tag dauert, kommen dadurch beide Pakete dann zeitgleich an, was uns ein zeiteffizientes Arbeiten ermöglicht. Leider läuft es nicht immer so reibungslos, denn auch Lieferschwierigkeiten kommen manchmal vor.

Wenn beide Lieferungen angekommen sind, müssen wir den Rechner auf unseren Diagnose-Tisch stellen und auch erst mal HDMI, Maus, Tastatur und Strom einzeln Einstecken. Wenn es erforderlich ist Teile auszutauschen, muss auch hier jede Abdeckung und Schraube einzeln entfernt werden. Dies erfordert schon ein gewisses Wissen, in welcher Reihenfolge Kabel, Schrauben und Komponenten gelöst beziehungsweise wieder eingesetzt werden dürfen. Anschließend erfolgt natürlich noch ein Test, ob sich der Rechner überhaupt starten lässt. Manche Aufträge erfordern noch das Installieren von bestimmten Programmen, wie Virenscannern oder dem Benchmark-Programm 3D Mark. Wenn soweit alles in Ordnung scheint, stellen wir den Rechner wieder in den Flur und geben dem Kunden Bescheid, dass der Rechner sich auf dem Weg zurück befindet. Sobald wir dies tun, erhalten wir auch unser Honorar.

Mit dem Geld, das wir durch unsere Tätigkeiten bekommen, müssen wir einerseits Miete und Strom bezahlen, aber alles was darüber hinaus geht, können wir beliebig in Upgrades investieren. Die Verbesserungen werden erst durch unseren Levelanstieg freigeschaltet und können dann erworben werden. So können wir uns einen Schraubenschlüssel kaufen, der alle Schrauben automatisch entfernt oder ein automatisches Kabelmanagement, das uns das Einstecken des PCs abnimmt.

Um bei den ganzen Aufträgen und bestellten Teilen den Überblick zu behalten, gibt es einen Kalender, in dem wir alle Termine übersichtlich sehen. Wir haben jederzeit die Möglichkeit, unseren Arbeitstag zu beenden und zum nächsten Tag zu springen. Und wenn wir im Kalender auch am nächsten Tag keinen Eintrag finden, steht es uns frei auch einfach mal einen Tag blau zu machen.

Durch Levelaufstieg wird das Sortiment des virtuellen Shops ebenfalls erweitert. So können wir am Anfang nur eine begrenzte Auswahl an Produkten von wenigen Herstellern einkaufen und verbauen, nach einiger Zeit aber auf ein immenses Angebot von zahlreichen Herstellern zurückgreifen. Zu den namhaften Marken zählen unter anderem Corsair, MSI, Razer, NZXT und Asus.

Im Spielverlauf kommt noch ein Bewertungssystem hinzu, durch das uns unsere Kunden bewerten können. Eine bessere Gesamtbewertung bringt uns interessantere Aufträge. Um alle Kunden vollkommen zufriedenzustellen, müssen alle Mails sorgfältig gelesen werden. Denn manchmal verstecken sich in den Texten noch Wünsche, die uns quasi Bonuspunkte geben.

Im Hauptmenü gibt es auch einen sogenannten Free Build Modus, in dem wir alle in der Kampagne bereits freigeschalteten Produkte ganz nach Belieben zum eigenen Traum-PC zusammen gebaut werden können. Das ist mal eine ganz nette Abwechslung als immer nur den Kundenwünschen gerecht werden zu müssen. So gesehen ein lustiger „Feierabend“ Zeitvertreib.

 

Die Modelle sind im kompletten Spiel sehr schön animiert und detailreich. Es ist jeder einzelne Chip auf jeder Platine, jedes Kabel und auch jede Schraube vorhanden. Die teilweise ikonischen Bauteile lassen sich anhand der Ingame-Modelle meist schon ohne einen Blick auf die Beschreibung identifizieren. Selbst Kleinigkeiten, wie das typische Geräusch beim Einschalten eines Rechners, ist vorhanden.

Damit das Arbeiten nicht langweilig wird, gibt es die Möglichkeit über einen Media-Player auf ein eher begrenztes Angebot von eigenen Liedern zuzugreifen. Da dies aber schnell langweilig werden könnte, kann man die Playlist um Lieder von der eigenen Festplatte ergänzen oder einfach auf Internet-Radio umschalten.

 

Fazit

Egal ob man ein völliger Neuling oder erfahren im Zusammenbauen von Rechnern ist, kann man in diesem Titel seinen Spaß finden. Dabei muss man auch ein gewisses Planungstalent mitbringen, um die verschiedenen Bestellungen und Aufträge entsprechend sinnvoll verwalten zu können. Mir persönlich bereitet das Schrauben an den virtuellen PCs auf jeden Fall sehr viel Spaß.

Positiv

  • realitätsnah
  • schöne, detaillierte Komponenten

Negativ

  • eigentlicher Soundtrack kurz
  • keine wirkliche Story
82

Geschrieben von: Tjark Würstlein

PC Building Simulator

Release Datum:Early Access
Kurzbeschreibung:Im PC Building Simulator bauen, reparieren und analysieren wir PCs von und für Kunden.

Verfügbar für

Genre

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USK Alterseinstufung

Alterseinstufung ausstehend.

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