Orcs must Die! Unchained

Schon in „Herr der Ringe“ waren sie nicht gerade beliebt und auch beim Entwicklerstudio Robot Entertainment sowie dem Publisher Gameforge wird man wohl keine Freunde der Orks finden. In „Orcs must Die! Unchained“ (fortan als „OMD“ abgekürzt) macht man sich erneut daran, den unliebsamen Monstern den Garaus zu machen. Was der Titel sonst noch kann, verraten wir in unserem Vorabtest.

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Es war einmal, …

…vor langer Zeit, da begab sich eine Handvoll edler und tapferer Krieger auf die Mission, die Welt von der Orkplage zu befreien. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann kämpfen sie noch heute. Klingt komisch, ist aber so. Wer eine tiefgründige und weltverändernde Geschichte erwartet, der ist hier leider an der falschen Adresse, denn eine wirkliche Story gibt es hier nicht. Aber wer braucht die schon bei einem Tower-Defense-Game?

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Klick, Bumm, tot.

OMD ist kein Towerdefense Spiel, wie man es kennt. Klassischerweise setzt man in einer Topdown-Ansicht verschiedenste Arten von Verteidigungsanlagen in den Weg der Gegnerhorden und hofft darauf, dass sie es nicht in die eigene Festung schaffen. Wirklichen Einfluss auf das Geschehen kann man nicht nehmen. Robot Entertainment geht hier einen anderen Weg. Als eigenständiger Spielcharakter, mit verschiedensten Attacken und platzierbaren Fallen ausgestattet, kann man aktiv den Gegnern das Leben zur Hölle machen. Wie in einem klassischen RPG können die Charaktere aufleveln und auch die Fallenauswahl wächst stetig. Gesteuert wird der Charakter per Maus und Tastatur. In den Kampf stürzt man sich entweder allein, oder mit bis zu neun weiteren Spielern. Je nach Spielmodus versucht man, durch Fallenstellen in den sogenannten „Killboxen“, Bereichen auf den Wegen, in denen die Fallen platziert werden müssen, die anrollenden Massen abzuwehren, oder stellt sich auf die Seite derer, die versuchen den Rift der Gegenspieler zu stürmen. Wer sich als guter Orktöter beweist, füllt sein Unchainedmeter, bis endlich der lang erwartete Moment kommt, in dem man mit der magischen Taste die volle Kraft seines Charakters entfesseln kann. Wie auf Drogen nimmt die Figur keinen Schaden, teilt dafür aber ordentlich aus. Ein sprichwörtliches Feuerwerk an Attacken wird abgefeuert und lässt keinen Ork, Minion oder gegnerischen Helden kalt. Zwar kann man diese Missionen jeweils alleine in Angriff nehmen, doch so richtig Spaß kommt erst beim Spielen in Fünfer-Teams auf. „Orcs must die! Unchained“ ist einer dieser Titel, der erst mit anderen Mitspielern sein volles Potential entfaltet.

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Schöner die Orks nie starben

Auch wenn es kein Meilenstein ist, so hat OMD doch eine wunderschöne und detailreiche Grafik zu bieten. Die verschiedenen Maps sind kreativ gestaltet, fordernd, abwechslungsreich und bieten verschiedenste taktische Möglichkeiten. Das charmant witzige Charakterdesign lässt keinen Zweifel offen, dass hier der Spaß im Vordergrund steht. Wohl auch deshalb ist von übermäßiger Zurschaustellung von Blut und Eingeweiden Abstand gehalten worden.

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Die freundliche Stimme aus dem Hintergrund

Wer kennt sie nicht? Die nette Stimme des Tutorials, die einem freundlich, aber bestimmt beibringt, wie das Spiel funktioniert. Auch hier treffen wir wieder auf sie. Bodenfallen, Blockaden, Angriffe, Gegnertypen. Alles was man wissen muss, wird während der Einführung durchexerziert und stets hat man das mahnende Wort dieser einen Stimme im Ohr. Auch die Charaktere sind vertont. Ab und an haben sie auch mal Bei den Massen an Gegnern, mit denen man es zu tun bekommt, sollte man meinen, dass vor lauter Schreien und Kampfgeräuschen nichts mehr zu hören ist, doch dem ist nicht so. Erfreulicherweise ist das Sounddesign sehr zurückhaltend gestaltet und auch die Hintergrundmusik ist weder aufdringlich noch nervig.

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Fazit

„Orcs must die! Unchained“ bringt frischen Wind in das leicht angestaubte Genre der Tower Defense Spiele und macht dank der Kombination aus RPG mit Actiongame auch auf Dauer Spaß – vor allem, wenn man sich den Horden nicht alleine stellt. Selbst wer diese Art von Spiel nicht unbedingt mag, sollte dennoch einen Blick riskieren, denn in der aktuellen Beta-Phase ist das Spiel kostenlos. Vielleicht wird man ja positiv überrascht.

Positiv

  • Einfaches Gameplay
  • Schöne Gestaltung (Charaktere, Umgebung, etc.)
  • Perfektes Koop-Spiel
  • Direkter Einfluss auf die Kämpfe

Negativ

  • Sehr repetitiv
Florian Richter

Geschrieben von: Florian Richter

Nerd,Technikbegeistert, Gamer aus Überzeugung. Nebenbei auch noch auf YouTube ab und zu aktiv. Fan der Uncharted - und Ratchet&Clank - Spielereihe.

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Neueste Kommentare

  • Florian Richter Florian Richter: Ja Telltale weiß einfach wie man die Fans der Filme und die der Comics vereinen kann. Die Charaktere sind wirklich gut gelungen und man muss nicht überlegen wen man da auf dem Bildschirm hat.
  • Tim: Habe Guardians im Flugzeug gespielt, davor den 1. Kinofilm gesehen. Die Umstellung im Design der Charaktere ging recht schnell und ist einfach auch richtig gut gemacht.
  • Dominik Probst Dominik Probst: Kann ich schon verstehen. Aber Merchandise ist immer schön anzusehen :D