Layers of Fear: Inheritance

 

Bei der Erweiterung “Layers of Fear: Inheritance“ dürfen wir erneut in das alte Haus des Künstlers zurückkehren. Aber kann die Erweiterung die brillante Stimmung des Hauptspiels erneut einfangen? Wir haben es für euch getestet.

Der größte Unterschied zur vorangehenden Geschichte ist, dass wir die Person der Tochter übernehmen, die 30 Jahre nach den Ereignissen von “Layers of Fear“ zurückkehrt, um sich ihrer Vergangenheit zu stellen.

391720_20160804193243_1

Wir betreten ihr altes Zuhause, diesmal aber bewaffnet mit einer Taschenlampe, da der Strom nicht mehr funktioniert. Alles ist zerstört und düster, aber vereinzelt sind noch Briefe und Bilder zu finden. Von der Neugierde gepackt wird alles durchsucht.

Der Schwerpunkt der Erweiterung handelt natürlich von der Tochter. Es werden aber auch weitere Details zur gesamten Hintergrundgeschichte der Familie geliefert. Diese werden wie schon im Hauptspiel durch Notizen, Briefe und Gegenstände erzählt die entdeckt werden wollen.

391720_20160804193632_1

Außerdem geraten wir in einige Flashbacks beziehungsweise Erinnerungen des Mädchens, die dann vom Spieler durchlebt werden. Wieder ist es die Aufgabe, Teile des Gebäudes zu durchschreiten, aber dieses Mal meistens in der Perspektive des Kindes. Die Möbel und Räume erscheinen uns riesig. Begleitet wird das Ganze von den Stimmen der Eltern, die sich streiten, uns trösten oder einfach nur Teile der Geschichte erzählen. Natürlich treten auch immer wieder schon bekannte Elemente aus dem Hauptspiel auf, wie zum Beispiel die Puppen oder der böse Wolf und das rote Mädchen.

391720_20160804193814_1

Die Atmosphäre während des Spiels ist zu Anfang wieder sehr dicht und bedrückend. In den ersten Erinnerungen hat man wieder Gänsehaut und die wieder hervorragend inszenierten Schocker geben einem das Gefühl der Unsicherheit. Diese lässt aber leider gegen Ende hin nach, da man oft durch sehr nebelige und dunkle Räume läuft, in denen es kaum möglich ist, etwas zu sehen.

Die Grafik ist wieder sehr schön und passend gelungen, da sie den Stil des zerstörten Hauses gut einfängt. Auch die Effekte sind wie im Hauptteil sehr realistisch dargestellt und können ganz klar überzeugen.

391720_20160804193840_1

Der Sound ist genau wie vorher eine große Stärke des Spiels. Bei der Erweiterung haben die Entwickler eine neue Titelmelodie eingeführt, die nicht mehr auf dem Klavier gespielt ist, sondern mit Streichinstrumenten vertont wurde. Die Hintergrundgeräusche sind ebenso äußerst atmosphärisch und toll eingesetzt.

Alte Mankos wie die Steuerung gibt es leider immer noch, fallen aber aufgrund des Gewöhnungseffekts nicht mehr so sehr auf.

Dafür gab es winzige Grafikfehler und einige Türen verklemmten sich beim Öffnen in anderen Möbelstücken oder Wänden und ließen sich nicht dann nicht mehr schließen. Hier gilt aber genau wie im Hauptspiel, dass es nicht wirklich stört und der Atmosphäre nicht zum Nachteil gereicht.

391720_20160804194201_1

Fazit:

Die Erweiterung “Inheritance“ ist eine tolle Idee und gibt noch viele weitere Einblicke in die eigentliche Geschichte des Hauptspiels. Zu Beginn fühlt man sich wieder in das verdrehte und bizarre Haus des Künstlers hineinversetzt und die Atmosphäre weiß zu überzeugen. Leider haben die Entwickler es diesmal meiner Meinung nach nicht geschafft, die Spannung weiter aufrecht zu erhalten. Dadurch wird das Spiel am Ende etwas langweilig, wobei das Finale doch sehr abrupt kommt und man doch noch gerne einiges mehr erfahren hätte.

Dennoch ist es eine starke Erweiterung, die auch für fünf Euro wirklich erschwinglich ist.

Die Entwickler schafften es wieder einmal, meine Neugierde zu wecken, weshalb ich auch immer weiterspielen wollte und es eigentlich jetzt auch noch möchte. Vielleicht gibt uns “Bloober Team“ ja erneut die Gelegenheit, in das Haus zurückzukehren.

 

Positiv

  • Zu Anfang tolle Atmosphäre
  • Gute Grafik
  • Hervorragender Sound inklusive sehr schönem Soundtrack
  • Viele weitere Informationen zur Geschichte
  • Elemente aus dem Hauptspiel werden aufgegriffen

Negativ

  • Atmosphäre lässt gegen Ende hin nach
  • Kleine Bugs
  • Sehr kurze Spielzeit
86
Nikolas Rau

Geschrieben von: Nikolas Rau

Kinderpfleger und angehender Erzieher. Großes Hobby natürlich PC-Spiele, dabei gerne auch neue und innovative Dinge aus dem Bereich Indie. Neueinsteiger in der Branche.

Keine Kommentare bisher.

Kommentar oder Antwort hinzufügen

Neueste Kommentare

  • Martin: okay habs jetzt verstanden :D
  • Martin: Hey! Auch von mir vielen lieben Dank für den Guide :D Ist der "Hauptguide" nach dem ich mich richte bzw. mittlerweile der einzige, den ich nutze^^ Ich hätte aber noch eine Frage zu diesem Part: Held Vorheriger Held Soforttötung bis … Stufe Siyalatas/Fragsworth The Masked Samurai 30 – 50 Atlas Samurai Stufe 2500 150 – 175 Terra Atlas Stufe 1500 350 – 450 Phthalo Terra Stufe 1500 700 – 900 Orntcha Gladeye Phthalo Stufe 1500 1300 – 1700 … Orntcha Gladeye Stufe 1500 2500 – 3000 Kannst du das genauer erklären? Was sind z.B. Altas, Terra usw. und das mit den Stufen
  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Black Flag hat mich von der Story her nicht packen können, hatte mir mehr erwartet und das Gameplay war damals einfach nichts für mich. Ist ja aber immer so, wenn in/an einer Serie was geändert wird, gibt es immer unterschiedliche Meinungen.