Kingdom Come Deliverance auf der Gamescom

Es ist nach 2015 bereit unser zweiter Besuch bei Warhorse mit Kingdome Come Deliverance. Seither haben wir bereits viel über das Spiel berichtet und in einigen Videos die Spielwelt präsentiert.
Mit Spannung haben wir die Präsentation erwartet und waren gespannt, welche Neuerungen uns auf der diesjährigen Gamescom präsentiert werden.

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In der Vorführung erhält der Spieler den Auftrag, ein feindliches Lager zu infiltrieren, Informationen über die Truppenstärke zu sammeln und nach Möglichkeit den Gegner zu sabotieren, sodass ein späterer Angriff höhere Erfolgschancen bekommt. Die Entwickler überlassen es dem Spieler, wie er die Aufgabe löst. Viele Wege führen in das Camp im Wald und bevor man sich auf den Weg durch die wunderschönen böhmischen Wälder macht, sollte man sich für eine Taktik entscheiden sowie sich dementsprechend rüsten.

archery

Das Rüstungssystem in Kingdome Come Deliverance ist sehr realistisch gestaltet. Es wird nicht der gesamte Rüstungswert addiert und vom Angriffswert des Gegners subtrahiert. Hier kommt es wirklich darauf an, an welcher Stelle der Spieler getroffen wird. Trägt man wagemutig keinen Helm, so ist der erste Treffer mit ziemlicher Sicherheit bereits tödlich. Sind die Arme ungeschützt und kaltes Stahl schneidet in den Arm, so ist die Verletzung schwerwiegender, als wenn man zumindest Leder oder gar eine Vollpanzerung verwendet. Die Nachteile der schweren Panzerung sind offensichtlich. Je schwerer desto behäbiger wie auch geräuschvoll schleicht man sich durchs Dickicht und wirkt auf Wachen bedrohlicher. Entscheidet man sich also für ein eher lautloses Vorgehen, so ist eine leichte Rüstung mehr als ausreichend. Ist man auf Krawall gebürstet, sollte man im Zwiebelprinzip mehrere Lagen an Leder und Stahlrüstungen anziehen.

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Im Falle unserer Präsentation schleicht sich der Protagonist zunächst lautlos ins Lager und meuchelt dort eine der Wachen. Mit der neuen Kleidung erregt man weniger Aufsehen und geht im Zweifel als „der Neue“ durch. So auch in unserem Fall. Mit Arglist vergiften wir das Essen und laufen in den oberen Teil des Lagers. Hier kommt die nächste Hürde. Die ungarischen Wachen sprechen uns direkt an. Wir haben nun die Möglichkeit, sie zu ignorieren oder darauf zu antworten. Das Problem ist, wir sprechen kein ungarisch. Außer einer formlosen Floskel besitzen wir keine Kenntnisse der Sprache. Wir könnten in Tschechisch antworten oder es mit der Floskel versuchen. Mit letzterer kommen wir mürrisch an den Wachen vorbei und spionieren weiter.

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Ein wenig Zeitdruck herrscht obendrein auch noch. Jede Figur in Kingdom Come Deliverance geht einem festen Tagesablauf nach. Bauern bestellen beispielsweise ihre Felder, Soldaten haben ihre festen Patrouillen und so weiter. In unserem Falle wird die Lage etwas kritisch, da früher oder später die gemeuchelte Wache vermisst werden oder gar im Dickicht durch Zufall gefunden werden wird. Natürlich kann man sich diese Tagesabläufe auch zunutze machen, indem man gekonnt dem Ärger aus dem Wege geht.

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Zuletzt könnten wir nun noch Pfeile des Feindes vernichten, damit beim Sturm auf das Lager den Bogenschützen die Munition ausgeht. Eine weitere Option wäre, das Heu anzuzünden und somit den Schützen die Sicht rauben. Letztendlich ist es dem Spieler selbst überlassen, wie er in dieser riesigen Welt agiert und seine Aufträge erfüllt.

Eine schlechte Nachricht gibt es für alle Spieler der Beta, denn ein weiteres Update wird es wie bereits befürchtet nicht mehr geben. Die Entwickler von Warhorse wollen sich nun voll und ganz auf den Release konzentrieren sowie alle Kräfte in diese Richtung bündeln. Unser hervorragender Eindruck von Kindom Come Deliverance bleibt weiterhin bestehen. Wer einen Blick auf die wunderschöne Spielwelt erhaschen möchte, kann sich, um die Wartezeit zu verkürzen, unsere Gameplay-Videos und Screenshots zu Gemüte führen.

Tim-Oliver Siegwart

Geschrieben von: Tim-Oliver Siegwart

Seit bereits über 30 Jahren Gamer mit Leib und Seele. Bei den Mightys quasi der Experte für Rennsimulationen und Shooter. In der Gamesbranche tätig, dabei unter anderem als Producer, PR-Manager, Localization Manager, QA Lead und Submission Manager bei mehreren Entwicklerstudios und Publishern.

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Neueste Kommentare

  • Florian Richter Florian Richter: Ja Telltale weiß einfach wie man die Fans der Filme und die der Comics vereinen kann. Die Charaktere sind wirklich gut gelungen und man muss nicht überlegen wen man da auf dem Bildschirm hat.
  • Tim: Habe Guardians im Flugzeug gespielt, davor den 1. Kinofilm gesehen. Die Umstellung im Design der Charaktere ging recht schnell und ist einfach auch richtig gut gemacht.
  • Dominik Probst Dominik Probst: Kann ich schon verstehen. Aber Merchandise ist immer schön anzusehen :D