Hired Ops: Stimmungsvolle Gefechte in Russland

Wir haben euch den First-Person-Shooter „Hired Ops“ bereits in einem Interview näher vorgestellt. Nun hatten wir Zugang zur Early Access Phase des Titels und zeigen euch in unserem Preview, was ihr davon erwarten könnt.

Gameplay

In der aktuellen Version des Spiels stehen uns 100.000 Credits als Startkapital zur Verfügung, mit denen wir die zahlreichen Waffen ausprobieren und uns einen Überblick über das Arsenal verschaffen können. Die primären Waffen reichen von russischen Kalashnikov-Modellen über deutsche MP5-Varianten von Heckler & Koch bis hin zu Snipergewehren oder Schrotflinten. Darüber hinaus lassen sich diverse Pistolen-Modelle als Zweitwaffe auswählen. Insgesamt stehen 43 Schusswaffen zur Verfügung, die sich mit entsprechendem Kapital nach und nach freischalten lassen. Einige Varianten können zudem erst ab einem bestimmten Spiellevel genutzt werden.

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Weiterhin ist es möglich, mit den verdienten Credits neue Muster für das Outfit unseres Soldaten zu erwerben, die in den Bereichen Oberkörper, Arme und Beine eingesetzt werden können. Der Menübereich „Combat Skills“ bietet uns darüber hinaus die Möglichkeit, mit Skillpunkten und Credits neue Fähigkeiten freizuschalten, die uns in den künftigen Gefechten nützlich sein werden. Hierzu zählen beispielsweise eine höhere Genauigkeit bei diversen Waffen oder auch ein erhöhtes Sprinttempo unseres Kämpfers.

In der Early Access Version stehen uns mit „Deathmatch“ und „Team Elimination“ zwei Spielmodi zur Wahl. Während es in der ersten Variante nur um Tötungen geht, ist es in letzterer unsere Aufgabe, einen VIP zu beschützen oder zu eliminieren, je nachdem, auf welcher Seite wir stehen. Sind wir selbst der VIP, gilt es so lange wie möglich zu überleben. Damit dieser besondere Spieler auch von überall gesehen wird, ist er auf dem Bildschirm mit einer Krone markiert, die seine Position preisgibt.

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Wir können zwischen fünf verschiedenen Karten wählen, die es jeweils als Tag- und Nacht-Variante zu entdecken gibt. Dabei spielen wir ausschließlich in Russland und zwar sowohl in und um Tarkov, als auch in Norvinsk. Die Maps reichen von Parks und Ufergegenden bis hin zu Stadt- oder Hafenkarten, die uns zahlreiche Versteckmöglichkeiten bieten, was einem taktischen Spiel sehr zuträglich ist.

Die voreingestellte Steuerung sollte für Shooter-Fans kein Problem darstellen. Die Bewegung erfolgt klassisch über die WASD-Tasten, wohingegen unser Primärfeuer auf der linken Maustaste sowie die Zielfunktion auf der rechten untergebracht ist. Das Wechseln von der Primär- zur Sekundärwaffe ist über das Mausrad möglich, wohingegen das Nachladen über „R“ erledigt werden kann. In eine geduckte Position begeben wir uns über „C“, die Sprintfunktion lässt sich über „Shift“ nutzen, solange wir über eine entsprechende Ausdauer verfügen. Ergänzend zum regulären Angriff lassen sich über „G“ zudem Granaten sowie über „V“ ein Nahkampfangriff einsetzen.

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Grafik

Die Welten überzeugen mit viel Liebe zum Detail und zeigen uns beispielsweise Wald- und Uferlandschaften oder auch verlassene Gebäude und Gelände mit Containern, Zäunen oder abgestellten Fahrzeugen. Die Mischung aus offenem Gelände und engen Nischen zwischen Häusern und Frachtcontainern sorgt für ein abwechslungsreiches Gameplay, das auch diverse taktische Möglichkeiten bietet. Auf diese Weise wird zudem eine realistische Umgebung kreiert.

Ein Faktor, der diesem Realismus leider entgegenwirkt, ist die Tatsache, dass Bäume, Wände oder Kisten keinerlei Schaden nehmen, wenn wir auf sie feuern. Auch die Fahrzeuge sind lediglich Dekoration und können ausschließlich als Deckung genutzt werden. Dies stört zwar nicht beim eigentlichen Spielen, ist aber dennoch ein Aspekt, der meiner Meinung nach in einen modernen Shooter gehört. Im Interview hat der Entwickler allerdings angedeutet, sich in Zukunft noch mit diesem Punkt zu befassen, um die Präsentation des Spiels zu optimieren.

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Sound

Im Ladebildschirm sowie im Hauptmenü des Spiels erwartet uns eine Mischung aus treibenden Rockklängen und opulenten Orchestersounds, die uns hervorragend auf die bevorstehenden Kämpfe einstimmen. Dabei sind es vor allem die akzentuierten Drumpassagen sowie die harten Gitarrenriffs, die das Adrenalin nach oben treiben und uns dadurch heiß aufs Spielen machen.

Im Spiel selbst wurde leider vollständig auf eine musikalische Untermalung verzichtet, was die Level etwas nackt und oberflächlich wirken lässt. Dies geht leider mit einer nicht wirklich dichten Atmosphäre einher, die Einiges an Tiefe vermissen lässt. Noch dazu klingen die Sounds der Schusswaffen teilweise recht unecht und flach, vor allem dann, wenn sie auf Metall treffen. Ergänzend zu den Waffensounds hören wir während der Gefechte immer wieder Rufe und Schreie unserer Mitstreiter wie auch Feinde sowie unsere eigenen Schritte auf dem Boden, die sich je nach Material etwas anders anhören.

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Fazit

Der First-Person-Shooter „Hired Ops“ überzeugt in erster Linie mit fünf gut in Szene gesetzten realistischen Karten, die unter anderem aufgrund der einzeln spielbaren Tag- und Nacht-Varianten für ein abwechslungsreiche Gameplay sorgen. Leider ist es nicht möglich, die Umgebung in irgendeiner Form zu zerstören oder die dort befindlichen Fahrzeuge zu nutzen. Dies kann sich aber nach Aussage der Entwickler in einer späteren Version des Spiels noch ändern. Ein weiteres Manko ist die fehlende Hintergrundmusik während der Gefechte, was gerade in Anbetracht der wirklich hervorragenden Intro-Musik sehr schade ist und doch Einiges an Atmosphäre vorenthält. Nichtsdestotrotz bietet uns der Titel temporeiche Kämpfe sowie ein hohes Maß an Action und ist daher ideal für ein schnelles Match zwischendurch.

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Positiv

  • Gelungene Umgebungsdarstellung
  • Passende Intro-Musik
  • Viele freischaltbare Waffen
  • Tag- und Nacht-Varianten der Karten

Negativ

  • Keine Umgebungszerstörung möglich
  • Keine nutzbaren Fahrzeuge
  • Keinerlei Musik während der Kämpfe
  • Waffensounds wirken sehr flach
Daniel Walter

Geschrieben von: Daniel Walter

Hat seit der ersten PlayStation keine Konsolengeneration ausgelassen und interessiert sich vor allem für Adventures, RPGs und Actiongames. Neben der Arkham- und Assassin's Creed Reihe liegen auch sämtliche Star-Wars-Titel stets hoch im Kurs.

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Neueste Kommentare

  • BASSTRO: Passiert zufällig und ist nicht zu verhindern außer du belebst ihn wieder
  • Christian: Lässt noch nicht viele Schlüsse zu, aber eine leere, etwas heruntergekommene Stadt mit deutlichen Zeichen der Verwüstung... Das spricht vielleicht für ein Zombie-Setting oder ähnliches. Kann ich mir aber auf der anderen Seite nicht vorstellen, da das Thema mit Metro, H1Z1 Just Survive, The Division & Co. schon ziemlich ausgelutscht ist. Denkbar wäre auch ein Post-Apokalyptisches-Szenario wie in der Fallout-Reihe. Das wären allerdings ziemlich große Fußstapfen. Aber vielleicht überrascht Bandai auch mit einer ganz neuen Idee? Verlassene Städte haben ja erstmal immer einen gewissen Reiz und bieten viel Raum für Geschichten und laden zum erkunden ein. Ich bin gespannt.
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