Heavy Metal Machines – Ein MOBA mit Autos?

Anfang des Jahres schickte das brasilianische Entwicklerteam Hoplon Infotainment sein neustes Spiel in das von Steam geschaffene Early Access-Programm. Heavy Metal Machines ist eine angenehme Mischung aus chaotischem Autorennen, Metal Musik und abgerundet mit einem Anteil an MOBA Elementen. Das alles vermischt, ergibt laut Entwickler Hoplon: „Wahnsinn, Chaos und erbarmungslose Zerstörung„.

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Überraschend unkompliziert

Das Spiel an sich ist so einfach wie genial. Auf einer Karte mit zwei gespiegelten Streckenseiten, muss das eigene Team versuchen die Bombe, die zu Beginn immer in der Mitte der Karte erscheint, ins gegnerische Tor zu befördern. Das Team, das dies zuerst dreimal schafft, gewinnt. Da es sich hier um eine Kombination aus Autorennen und MOBA handelt, ist es nur denkbar logisch, dass das Spiel keine vorhandene Story hat, geschweige denn braucht.

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Massenkarambolage

Wie bereits im oberen Teil erwähnt, ist das Ziel des Spiels dreimal eine Bombe in das gegnerische Tor zu befördern. Ein Team besteht jeweils aus 4 Spielern, die vor dem Spiel unterschiedliche Rollen auswählen. Die Charaktere unterscheiden sich stark in ihren Fähigkeiten. Zwar hat jeder eine Beschleunigung, jedoch gibt es beispielsweise Fahrzeuge, die besser dazu geeignet sind dem Bombenträger den Rücken freizuhalten und ihn zu unterstützen, anstatt selbst die Bombe zu tragen. Man braucht also inmitten des Chaos am besten auch eine Taktik. Während des Spiels erhält man Gold, mit dem man die Fähigkeiten seines Fahrers aufwerten kann. So ist es dem Spieler möglich seinen individuellen Spielstil mithilfe der selbst vorgenommenen Verbesserungen hervorzuheben.

Meist ist es so, dass der mit dem besten Start, zu Beginn die Bombe hat. Diese verliert er nur, wenn er von dem Gegnerteam zerstört wird oder wenn er sie freiwillig abwirft, sodass ein anderes Teammitglied übernehmen kann. Der Fokus liegt also immer auf dem Bombenträger, der vom eigenen Team beschützt, und vom gegnerischen angegriffen wird.

Die Strecke ist immer dieselbe und sehr simpel gehalten, birgt aber einige Gefahren in sich. Es gibt zum Beispiel „Lava-Wände„, die bei einer Berührung Schaden verursachen, und Bereiche, in denen der Bombenträger die Bombe automatisch verliert. Außerdem gibt es Abkürzungen, die jeder Spieler nutzen kann, solange er nicht die Bombe trägt. Das vereinfacht es dem Team, das ohne Bombe unterwegs ist, dem Gegnerteam den Weg abzuschneiden und begünstigt Angriffe, mit denen viele Spieler nicht rechnen.

Durch abgeschlossene Spiele erhält man Erfahrungspunkte, durch die man sowohl seinen Account als auch seinen gespielten Charakter aufsteigen lassen kann. Durch jeden Aufstieg erhält man sogenanntes „Fame„. Dies ermöglicht dem Spieler das Freischalten von weiteren Charakteren und unterschiedlichen Skins.

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Der Mehrspielermodus

Heavy Metal Machines lebt von seinem Mehrspielermodus. Zwar ist das Spielen gegen Bots möglich, jedoch nur sinnvoll um neue Charaktere auszuprobieren. In Heavy Metal Machines geht es vor allem darum, sich mit anderen Mitspielern messen zu können, neue Taktiken zu testen und die eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Ohne eine gewisse Konkurrenz würde der Reiz verloren gehen sich verbessern und steigern zu wollen.

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Die Steuerung

Die Steuerung per Maus und Tastatur ist gut umgesetzt worden. Trotz dessen, dass Autorennspiele öfters mit dem Controller gespielt werden, ist hier eine Steuerung mit Maus und Tastatur eventuell sinnvoller. Mit der Maus lässt sich das Fadenkreuz besser kontrollieren, um Fähigkeiten zielsicherer abfeuern zu können. Das Fahren an sich funktioniert jedoch mit Maus und Tastatur genauso gut, wie mit einem Controller.

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Die Grafik

Die Grafik von Heavy Metal Machines ist passend zum Spiel. Sie ist weder veraltet, noch der aller neuste Schrei. Das Comic ähnliche Aussehen verpasst dem Geschehen seinen ganz eigenen Charme. Dabei lenkt er weder ab, noch langweilt er den Zuschauer. Die Optik unterstützt das Chaos mit nett anzusehenden Effekten.

Sound

Wie der Name des Titels bereits verrät, ist die Musik im Spiel hauptsächlich aus dem Genre Metal. Auch wenn man sonst vielleicht nicht unbedingt Metalfan ist, wird die Musik nicht als störend empfunden. Die Komponente macht das Spiel zu dem, was es ist und passt sehr gut zu dem Stil des Ganzen. Sollte man sich gar nicht mit der Musik anfreunden können, kann man sie selbstverständlich in den Einstellungen deaktivieren.

Die Soundeffekte an sich wirken soweit es geht realistisch und hochwertig. Das Spiel ist nicht mit vielen unnötigen Effekten überladen.

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Fazit

Zusammenfassend kann man sagen, dass Heavy Metal Machines ein sehr gelungenes Spiel, und für einen Early-Access Titel bereits sehr ausgereift ist. Man verliert auch nach mehreren Runden nicht den Spielspaß und kann gerade auch, wenn man mit Freunden zusammen spielt, mehrere Stunden in der Welt von Heavy Metal Machines versinken. Auch wenn das Spiel sehr simpel und leicht zu verstehen ist, hat man Lust es immer wieder zu starten. Zu Beginn mag einem das Chaos etwas komisch vorkommen, denn Heavy Metal Machines ist ein sehr schnelles Spiel und gerade wenn man ein Neuling ist, kann das sehr verwirrend sein. Man erlangt aber schnell einen Durchblick, sodass man direkt mitmischen kann.

Ein Ranked-System hat mir etwas gefehlt, jedoch steckt dies bereits in der Entwicklung und wird mit den kommenden Patches freigeschaltet. Auf die weitere Entwicklung kann man sehr gespannt sein.

Gabor Röser

Geschrieben von: Gabor Röser

Schüler am Berufskolleg für Architektur und Bautechnik. Besonderes Interesse an Survival-Games und der Moba-Szene. Auf Twitch.tv auch im Livestream zu sehen.

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Neueste Kommentare

  • Florian Richter Florian Richter: Ja Telltale weiß einfach wie man die Fans der Filme und die der Comics vereinen kann. Die Charaktere sind wirklich gut gelungen und man muss nicht überlegen wen man da auf dem Bildschirm hat.
  • Tim: Habe Guardians im Flugzeug gespielt, davor den 1. Kinofilm gesehen. Die Umstellung im Design der Charaktere ging recht schnell und ist einfach auch richtig gut gemacht.
  • Dominik Probst Dominik Probst: Kann ich schon verstehen. Aber Merchandise ist immer schön anzusehen :D