Futurama: Game of Drones

Wie viel Futurama steckt wirklich in Game of Drones?

Puzzle-Spiele im Stil von Candy Crush Saga, Soda, Jelly Saga und so weiter, finden sich in den App-Stores wie Sand am Meer. Sie Alle folgen immer dem gleichen Muster: Kombiniere durch einen Zug möglichst viele Bonbons, Kugeln oder sonstige Gegenstände der gleichen Farbe oder Form auf einem Spielfeld, um sie aufzulösen und im Idealfall eine Kettenreaktion hervorzurufen. Dabei gilt es meist eine bestimmte Zahl von Objekten einer bestimmten Farbe zu zerstören, Gegenstände an das untere Ende des Spielfelds fallen zu lassen oder eine andere recht simple Aufgabe zu erledigen. Das Prinzip dieser Spiele, die bereits in ähnlicher Weise für den Gameboy der ersten Generation erhältlich waren, dürfte jedem der ein Smart Phone oder Tablet sein Eigen nennt bereits geläufig sein und bedarf keiner näheren Erklärung mehr.

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Interessant wird die Sache jedoch, wenn dieses bekannte Spielprinzip mit einer mindestens ebenso bekannten TV-Serie kombiniert wird. Genau dies ist beim kostenlos erhältlichen Futurama: Game of Drones vom Entwickler Wooga der Fall. Das Spiel kombiniert das bekannte Spielprinzip mit dem bissigen Humor der Serie. Auf einem aus Hexagons zusammengesetzten Spielfeld kombinieren wir verschiedene Drohnen um unsere verschiedenen Spielziele zu erreichen. Dabei wird auf die ganze Palette der, aus anderen Spielen bereits bekannten Herausforderungen zurückgegriffen. Unter anderem gilt es Pizzen von oben nach unten durch das Spielfeld zu schleusen oder in einem der relativ neuen Features solcher Spiele, uns auf dem Spielfeld direkt mit einem Computergegner zu duellieren. Kommen wir einmal nicht weiter stehen verschiedene Bonusgegenstände bereit die wir uns erspielen oder gegen eine geringe Gebühr natürlich auch mit Echtgeld erkaufen können („Shut up and take my money!“). Soweit also alles beim Alten.

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Was Futurama: Game of Drones von den üblichen Spielen dieses Genres abhebt ist vor allem die relativ umfangreiche Geschichte, die den Rahmen des Spiels bildet. Diese wird im Stil eines animierten Comics, mit deutschsprachigen Texten erzählt. Sie startet mit einem diabolischen Plan von MomCorp, einem großen Konzern der von der bösartigen Namensgeberin Mom geführt wird (Ähnlichkeiten in der Darstellung des Konzerns zu Amazon sind vermutlich rein zufällig *hust*). Eine Operation namens „Unfairer Wettbewerb“ soll Planet Express in den Ruin treiben. Natürlich setzen Professor Farnsworth und Hermes alles daran die drohende Pleite abzuwenden und schicken ihre Crew mit neuen Aufträgen und Businessmodellen auf die Reise um die drohende Katastrophe doch noch abzuwenden.

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Die Geschichte hat zwar keinen nennenswerten Tiefgang, liefert aber immer wieder Anspielungen auf die reale Welt und Kostproben des bissigen Humors, für den die TV-Serie bekannt ist. Wir besuchen auf unseren Missionen mit dem Raumschiff von Planet Express diverse, aus der Serie bekannte Orte wie den Mond, Mars Vegas oder die Mutantenkanalisation. Natürlich begegnen uns auf unseren Abenteuern auch viele der aus der Serie bekannten Figuren. Diese halten uns auch über einen, ins Spiel integrierten Microblog namens Twitcher (kommt uns das nicht auch bekannt vor?), mit amüsanten Kurznachrichten über die aktuellen Ereignisse, auf dem Laufenden.

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Fazit
Rein spielerisch hat Futurama: Game of Drones nichts wirklich Neues zu bieten, sondern kombiniert im Wesentlichen zahlreiche, aus anderen Puzzlespielen bereits bekannten Mechaniken. Die technische und grafische Umsetzung ist dabei sehr gut gelungen. Die für solche Spiele ungewöhnlich umfangreiche Geschichte und vor allem der damit verbundene Humor machen das Spiel dennoch zu einem Ausnahmetitel und angesichts der kostenlosen Verfügbarkeit zu einem Must Have für alle Fans der Serie.

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Positiv

  • Humor wird der Serienvorlage gerecht
  • Kostenlos
  • Mehr Geschichte bekommt man in einem Puzzle nicht
  • Es IST Futurama

Negativ

  • Es ist und bleibt ein übliches Puzzle
  • Hintergrundmusik wird auf Dauer lästig
92
Christian Heldmaier

Geschrieben von: Christian Heldmaier

Gelernter Mediengestalter und Master of Science in der Fachrichtung Publishing. Zertifizierter Social Media Manager mit Erfahrung im Verlagsmarketing und hauptberuflich derzeit im Webmonitoring tätig.

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Neueste Kommentare

  • Stephanie Walter Stephanie Walter: Ich glaube, es kommt einfach darauf an, was man gerne spielt. Klar lassen sich Taktik und Teamplay nicht mit einem Titel wie Battlefield vergleichen aber ich denke, dass trotzdem viele Spaß an Battlefront II haben werden. Gerade auch Gelegenheitsspieler, die schnell mal ne Runde zocken wollen. Ihr hab natürlich Recht, die Grafik und das Feeling stimmen und vielleicht tut sich in Sachen Teamplay noch ein bisschen was vorm Release, gerade bei den Gruppenpunkten wäre das wünschenswert. Ich freue mich auf jeden Fall richtig auf die Kampagne.
  • Daniel Walter Daniel: Ist das erste Mal, dass ich es am PC spiele, früher stundenlang an der PS2 :-)
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