Faeria Preview

Das momentan im Early-Access befindliche Kartenspiel „Faeria“ betitelt sich selbst als das „Ultimative Kartenspiel“. Ob es aber eine Chance gegen „Hearthstone“ oder „Gwint“, dem Kartenspiel aus „The Witcher 3“, hat, finden wir in diesem Test heraus.

„Faeria“ vereint das altbekannte Prinzip der strategischen Kartenspiele mit einem lebendigen Spielbrett. Das spürt man auch direkt im Tutorial, in dem uns dieses natürlich erklärt wird. Insgesamt gibt es 35 Spielfelder, von denen insgesamt vier Stück mit einem Faeria-Brunnen besetzt sind. Pro Spielzug können wir zwei Felder mit einem Prärie-Feld belegen. Es ist uns freigestellt, wo wir diese Felder platzieren mit der Einschränkung, dass sie entweder an unseren Charakter oder aber an einem uns gehörendem Spielfeld angeschlossen sein müssen. Am oberen Rand des Spielfelds sitzt unser Gegner, am unteren Rand befindet sich unser Spieler.

faeria-1

Vor unserem ersten Zug ziehen wir drei Karten, die wir entweder behalten oder alternativ jede einzelne davon umtauschen können. Der Spieler, der als zweites an der Reihe ist, erhält eine „Erkunden“ Karte, die ein gratis Prärie-Feld und zwei Faeria-Punkte gibt. Von diesen Punkten erhalten wir pro Runde drei, die wir wiederrum für das Beschwören von Einheiten und Zauberkarten benutzen können. Jede Einheit benötigt eine verschiedene Menge Faeria, teilweise benötigen diese auch eine bestimmte Anzahl an Spielfeldern. Es gibt nämlich nicht nur die Prärie, sondern auch noch Wald, Wasser, Feuer und Wüste. Wollen wir eines dieser speziellen Felder setzen, können wir keine Prärie-Felder mehr spielen. Besitzen wir ein Feld neben einem Faeria-Brunnen, und befindet sich auf diesem Feld eine Einheit von uns, erhalten wir dann jede Runde einen Faeria-Punkt extra.

faeria-2

Auf jedem Feld kann eine Einheit beschworen werden, die wir dann im nächsten Zug bewegen können. Je nach Karte kann entweder ein Feld oder mehrere gezogen werden. Das Ziel des Spiels ist es, den Gegner in Grund und Boden zu stampfen.

faeria-3

Was wäre ein Kartenspiel ohne die Möglichkeit, sich ein eigenes Deck zu basteln? Dafür stehen uns entweder vorgefertigte Pakete von jeweils sechs Karten zur Verfügung, die wir nach Belieben zusammenstellen können. Für alle, die etwas mehr Individualität möchten, steht natürlich auch eine Einzelkartenauswahl zur Verfügung. Die einzige Einschränkung ist das Limit von 30 Karten für das Deck. Strategie spielt bei diesem Titel eine große Rolle, denn es gibt Zauberkarten, die zum Beispiel dem Gegner von seinen insgesamt 20 Lebenspunkten ein paar abziehen, oder aber ein neues Feld auf dem Spielbrett erscheinen lassen, und vieles mehr ermöglichen.

faeria-4

Es würde den Rahmen sprengen, alle Zauber aufzuzählen, aber es sei gesagt, dass viele verschiedene Aktionen ausführbar sind. Das Gleiche gilt für die Einheiten. So gibt es hier unter anderem die Fähigkeit „Fliegen“, mit der eine Einheit über jegliches Feld bewegt werden darf und somit nicht an die gespielten Felder gebunden ist. Eine andere Eigenschaft mancher Kreaturen nennt sich „Letzte Worte“, die eintreten, sobald sie besiegt wird und somit eine späte Rache aus dem Grab ermöglicht.

faeria-5

Natürlich liegt der Hauptfokus von „Faeria“ auf dem Online-Spiel-Modus, bei dem wir uns gegen andere Spieler in gewerteten und nicht gewerteten Kämpfen messen können. Jedoch zählen nur die Erstgenannten, wenn man in der Rangliste aufsteigen möchte. Nichtsdestotrotz gibt es einen Solo-Modus, in dem wir uns momentan in drei verschiedenen Kategorien (Rot, Gelb, Blau), mit jeweils drei Missionen befassen können. Siegen wir, bekommen wir neue Karten für unser Deck.

faeria-6

Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, im Spiel Kartenpacks zu kaufen, die entweder mit interner Währung oder aber mit echtem Geld erworben werden.

Fazit

Insgesamt spielt sich „Faeria“ bisher ziemlich gut. Die neuen Möglichkeiten durch das Spielbrett führen zu völlig unkonventionellen Taktiken. So kommt es nicht mehr nur darauf an, wie stark die Einheiten sind, sondern auch darauf, wo wir unsere Felder platziert haben und wie viele Felder wir von einer Sorte besitzen. Man kann theoretisch innerhalb von drei Zügen direkt neben dem Gegner ein Feld platziert haben, und ihn dann angreifen, oder man baut sich zuerst eine Verteidigungslinie auf, um sich selbst zu schützen. Es gibt hier viele verschiedene Möglichkeiten, die das Spiel auf jeden Fall zu einer interessanten Alternative zu „Hearthstone“ machen. Jeder Freund von Kartenspielen sollte sich „Faeria“ auf jeden Fall einmal ansehen und selbst entscheiden, ob es ihm gefällt. Ich für meinen Teil bevorzuge „Faeria“ gegenüber anderen Genrekonkurrenten!

Dominik Probst

Geschrieben von: Dominik Probst

Informatik-Student und Hobby-Spieleentwickler. Nebenbei auch noch auf Youtube als Let's Player unterwegs. Gamer aus Leidenschaft seit meiner Kindheit, mit einem Faible für die komplette "The Legend of Zelda"- und "Halo"-Reihe.

Keine Kommentare bisher.

Kommentar oder Antwort hinzufügen

Neueste Kommentare

  • Florian Richter Florian Richter: Ja Telltale weiß einfach wie man die Fans der Filme und die der Comics vereinen kann. Die Charaktere sind wirklich gut gelungen und man muss nicht überlegen wen man da auf dem Bildschirm hat.
  • Tim: Habe Guardians im Flugzeug gespielt, davor den 1. Kinofilm gesehen. Die Umstellung im Design der Charaktere ging recht schnell und ist einfach auch richtig gut gemacht.
  • Dominik Probst Dominik Probst: Kann ich schon verstehen. Aber Merchandise ist immer schön anzusehen :D