Factorio Preview

Gestrandet auf einem fremden Planeten, umzingelt von einer feindlichen außerirdischen Lebensform, gilt es in Factorio ums Überleben zu kämpfen. Mit ein paar Gegenständen im Gepäck startet man die Bemühungen, eine kleine Basis aufzubauen und sich zu schützen.

Erst wird per Hand ein bisschen Kohle und Eisen abgebaut, danach stellen wir unseren Brennofen aus unserem Gepäck auf, stecken die Kohle und das Eisenerz rein, und warten darauf die fertigen Eisenplatten herauszunehmen. Da das per Hand wirklich lange dauert, machen wir das solange, bis wir uns die ersten Förderbänder und Greifer bauen können. Wir automatisieren unseren Abbauprozess. Das ist das grundlegende Spielprinzip von Factorio: Abbauen, Bauen, Automatisieren. Immer wieder, immer mehr und immer größer.

factorio6

Zum Zeitpunkt dieses Previews befindet sich Factorio noch im Early-Access und ist somit noch nicht am Ende der Entwicklung angelangt, am Spielprinzip dürfte sich aber nichts mehr ändern. Man muss hier auch erwähnen, dass es zum jetzigen Zeitpunkt etliche Stunden Spielspaß garantiert und das für gerade mal 20€. Es sind bisher auch einige verschiedene Spielmodi enthalten: Kampagne, freies Spiel, Sandbox, Supply und Multiplayer.

factorio2

Im Sandboxmodus geht es einfach nur darum Spaß zu haben. Man spielt im Gottmodus und es gibt kein Ziel. Hier spielt man auch keinen Charakter, sondern bewegt nur die Kamera. Direkt am Anfang wird gefragt, ob man gerne eine „Starttruhe“ haben möchte, in der schon einige Gegenstände vorhanden sind, und ob alle Forschungen schon abgeschlossen sein sollen. Ansonsten gilt einfach abbauen, bauen, automatisieren. Das freie Spiel ähnelt dem letztgenannten Modus, nur spielen wir nicht im Gottmodus und verfolgen das Ziel, eine Rakete zu bauen um das Weltall zu erkunden.

factorio3

Der Kampagnenmodus enthält momentan drei verschiedene Kampagnen, in der ersten müssen wir mit begrenzten Mitteln die jeweils zueinander gehörenden Kisten verbinden. In der zweiten gilt es, mit so wenig Geld wie möglich, das vorgegebene Ziel zu erreichen. Und im letzten Modus spielt man eine Story, die bisher insgesamt vier Missionen umfasst. Vier Missionen klingen jetzt echt wenig, aber hier kann viel Zeit investiert werden. Für die erste Mission haben wir nämlich circa fünf Stunden gebraucht, da wir immer wieder unsere Fabrik optimierten.

factorio4

Im Supplymodus starten wir mit ein paar Truhen und müssen pro Runde eine bestimmte Anzahl vorgegebener Items in diese legen. Am Anfang stört der Zeitdruck noch nicht wirklich, mit zunehmender Rundenzahl wird er allerdings höher, da immer spezifischere Gegenstände benötigt werden.

factorio9

Das Prinzip von Factorio eignet sich auch hervorragend für einen Mehrspielermodus. Genau deshalb hat der Entwickler ihn eingebunden. Mittels IP-Adresse und Port ist es möglich, sich mit Freunden zu verbinden und zusammen eine riesige Fabrik zu basteln.

Es gibt verschiedenste Bauteile, Waffen, Ressourcen und Nutzobjekte. Am Anfang des Spiels stehen uns nicht alle zur Verfügung, denn wir müssen diese erst im Labor erforschen. Zum Erforschen benötigen wir verschiedene Forschungspacks, die wir natürlich wieder herstellen müssen. Und da ein Labor alleine nicht schnell genug ist, bauen wir hiervon selbstverständlich viele. Bei der ganzen Forschung dürfen wir auch unseren Stromverbrauch nicht außer Acht lassen, da sonst unsere Fabrik entweder nicht läuft oder nur noch ineffizient arbeitet. Hierfür stehen uns Dampfmaschinen und Solaranlagen zur Verfügung. Erstere verschmutzen dabei die Umwelt und Letztere nicht. Je höher die Umweltverschmutzung ist, desto stärkere und größere Gegnertruppen greifen unsere Fabrik an. Deswegen gilt es schon von Anfang an seine Fabrik möglichst umweltbewusst zu konzipieren.

factorio10

Natürlich sollte man auch seine Umgebung erkunden, aber zu Fuß dauert das Jahre. Daher kann man sich unter anderem ein Auto bauen. Spätestens wenn die Ressourcen in der Nähe der Fabrik ausgehen, wird es Zeit neue zu suchen. Jetzt kann man sich fragen, wie man dann das ganze Erz nach Hause bringen soll. Die Antwort ist einfach: Wir bauen uns Gleise, einen Zug und natürlich Containerwagen. Danach richten wir uns eine Station ein, sichern das Gebiet vor Feinden und lassen, wie gehabt, alles automatisiert zu unserer Fabrik zurückbringen.

factorio1

Begleitet wird das Spiel von verschiedenen Musikstücken, die im Stil etwas Abwechslung bieten und den Spieler in keinem Fall nerven oder total ablenken. Auch die Soundeffekte klingen super, egal ob es die Waffen sind, die Geräusche des Zugs oder der Brennöfen, oder was es sonst noch gibt. Sprachausgabe gibt es keine, was aber auch nicht stört, da es sowieso nicht wirklich viel zum Reden gäbe. Auf jeden Fall sind die Texte im Spiel unter anderem auch auf Deutsch lokalisiert. Leider fühlt sich die Übersetzung an manchen Stellen nicht 100%ig rund an. Deswegen spielen wir es auch auf Englisch.

Last but not least sollte man auch mal erwähnen, dass das Spiel komplett in 2D ist. Um den Anschein von einer 3D-Spielwelt zu erzeugen, wurde die isometrische Ansicht gewählt, auch 2.1D genannt, bei der die Kamera leicht gedreht ist.

Fazit:

Nach 15 Stunden habe ich endlich das freie Spiel gemeistert und bin wirklich begeistert, was Factorio im Early Access schon alles inbegriffen hat. Vergleicht man das mit anderen Spielen, könnte man sagen, das Factorio eigentlich schon fertig ist. Solange hat mich ein Spiel schon lange nicht mehr gefesselt. Ich kann es allen ans Herz legen, die gerne mal eine Fabrik bauen würden, sich dabei noch um ein paar Gegner kümmern möchten und Spaß am Abreißen und neu aufbauen haben.

Positiv

  • Lange Spielzeit
  • Viele Spielelemente jetzt schon im Early Access vorhanden
  • Interessantes Spielkonzept

Negativ

  • Übersetzung teilweise noch nicht rund
Dominik Probst

Geschrieben von: Dominik Probst

Informatik-Student und Hobby-Spieleentwickler. Nebenbei auch noch auf Youtube als Let's Player unterwegs. Gamer aus Leidenschaft seit meiner Kindheit, mit einem Faible für die komplette "The Legend of Zelda"- und "Halo"-Reihe.

Keine Kommentare bisher.

Kommentar oder Antwort hinzufügen

Neueste Kommentare

  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Black Flag hat mich von der Story her nicht packen können, hatte mir mehr erwartet und das Gameplay war damals einfach nichts für mich. Ist ja aber immer so, wenn in/an einer Serie was geändert wird, gibt es immer unterschiedliche Meinungen.
  • Daniel Walter Daniel: Ich war immer ein Fan der alten Herangehensweise und vermisse es daher im neuen Teil ein wenig. Trotzdem ist Origins wirklich gut, auch wenn es nicht an meine Favoriten AC 2 und AC Black Flag heranreicht.
  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Die Neuausrichtung gefällt mir sehr gut. Die Architektur ist wunderschön und die Story gut gemacht. Auch die vielen Nebenquests und jetzt mit Level 40 die Community Events sind super. Das ewige geklettere und Dauerblocken aus den Vorgängern war einfach idiotisch, finde das jetzt überzeugender.