Eon Altar – Rollenspiel mit deinen Freunden

Mit „Eon Altar“ haben die drei Freunde von „Flying Helmet Games“ ein völlig neues Erlebnis für ein lokales rundenbasiertes Rollenspiel entwickelt. Das noch nicht ganz fertiggestellte Spiel wird hier genauer unter die Lupe genommen.

Um „Eon Altar“ überhaupt spielen zu können, benötigst du ein Smartphone, WLAN und Englischkenntnisse. Zuerst lädt man sich die „Eon Altar Controller“- App auf sein Smartphone, um damit später den Charakter steuern zu können. Die App ist bisher nur für Android und iOS und auf Steam verfügbar. „Flying Helmet Games“ Ziel ist es, dass man sich wieder mit seinen Freunden trifft, um dann gemeinsam zu spielen, wie zum Beispiel bei Tabletop-Spielen wie „Dungeons and Dragons“. Einen online Modus gibt es deswegen nicht.

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Wenn wir mit dem Spiel starten, können wir zwischen Kampagne oder Kampfarena wählen.

In der Kampfarena kannst du deine Stärke testen, indem du Welle für Welle Gegner besiegst. In diesem Modus steigt man auch sofort mit einem höheren Level ein, um die Fähigkeiten des Charakters voll ausnutzen zu können. Nach jeder fünften Welle kommt ein Bosskampf und natürlich werden die Gegner immer stärker.

Die Kampagne ist der „Story-Modus“ mit dem wir uns gleich ausführlicher beschäftigen.

Jetzt wird zwischen fünf Charakteren gewählt:

Silent Thorn – Assassine
Baryson – Kreuzritter
Marcus – Gardist
Shasek – Söldner
Muran – Kampfmagier

Zu den Charakteren wird auf dem Smartphone eine kurze Erklärung gezeigt, um richtig in die Rolle des jeweiligen Helden schlüpfen zu können.

Wie oben schon erwähnt ist das Spiel noch nicht fertiggestellt. Es ist in „Seasons“ eingeteilt, die in drei Episoden geteilt sind. Jede Episode besteht aus einer Kampagne mit drei Leveln. Momentan sind zwei Episoden der Ersten „Season“ veröffentlicht. Die dritte Episode kommt im Winter 2016. Da „Flying Helmet Games“ ein Indie Entwickler ist, ist noch nicht abzusehen, ob sie alle drei geplanten „Seasons“ entwickeln können.

Nun starten wir in das Spiel: Es können bis zu vier Spieler gleichzeitig spielen. Als einer der fünf Charaktere kommt man in Tarnum an. Jeder hat Interesse an der Festung von Tarnum, so auch wir, denn dort ist unter den Gemäuern der Eon Altar verborgen. Dieser soll die Geburtsstätte der Menschheit sein. Jeder der fünf Helden hat einen anderen Hintergrund, weshalb er den Eon Altar finden will. Doch auf dem Weg dorthin haben sich Söldner angesiedelt, die den Weg versperren. Man kämpft sich allein oder mit seinen Freunden erst mal zur Festung vor, um das Abenteuer zu beginnen.

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Der erste Teil von Episode eins ist das Tutorial. Hier wird einem erklärt, wie man die Smartphone Steuerung benutzt, denn damit läuft und kämpft man. Trotzdem läuft das eigentliche Spiel über den PC Bildschirm. Auf dem Smartphone hat man auch ein Menü, in dem man neben seinem Charakter auch Waffen und Ausrüstung aufwerten kann. Die Tasche für Heil- und andere Tränke ist auch noch dort zu finden. Natürlich gibt es auch bei Eon Altar wie üblich Quests zu erfüllen. Diese lassen sich einfach per Knopfdruck auf unserem Controller in der Hand öffnen.

In der Mitte unseres Smartphones befinden sich ein kleiner und ein großer Kreis. Mit dem kleinen Kreis kann man Dinge und Personen anvisieren und mit ihnen interagieren. Mit dem äußeren Kreis wird der Held „frei“ bewegt. Man tippt oder zieht den Finger auf dem Smartphone in die Richtung, in die man sich bewegen möchte. Im ersten Moment ist die Steuerung recht ungewohnt und man läuft nicht immer dorthin, wo man eigentlich hinwollte, aber man gewöhnt sich dran.

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Während wir unseren Weg zur Festung gehen, nehmen wir Quests an. Neben den Quests, die jeder aus unserem Team bekommt, gibt es auch noch persönliche Quests. Wie schon gesagt, hat jeder der Helden anderen Grund warum er den „Eon Altar“ finden will und deswegen haben sie diesbezüglich auch etwas andere Quests. Wenn wir mit Personen im Spiel reden, sehen wir auf unserem Smartphone was sie sagen aber wir hören es auch. Dort wird auch gezeigt was der Held antwortet. Den Text soll man seinen Kameraden dann vorlesen. Es gibt auch Informationen von manchen Personen, die nur für den Helden gedacht sind. Diese werden auch auf dem Smartphone dargestellt. Entweder gibst du die Informationen an alle Mitspieler weiter, oder du behältst sie für dich.

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Wir kommen nun in einen Kampf. Vor uns stehen Gegner. Wenn wir sie nicht von hinten überraschen können, ist immer unser Gegner zuerst dran. Also schieben wir den kleinen Kreis auf einen Feind, und wählen dann im neu erschienenen Auswahlmenü eine Attacke aus. Die Standardattacke kann jederzeit ausgeführt werden und füllt ein Paar Punkte unserer Energieleiste auf. Alle anderen Fähigkeiten verbrauchen diese Energie wieder, sind aber stärker oder machen Flächenschaden. Ist man alleine unterwegs, ist taktisches vorgehen wichtig, mit mehreren Mitstreitern klatscht man die Gegner einfach nur so weg.

Während des Spiels kann man nicht selbstständig speichern, deswegen ist es wichtig die „Godstones“ zu finden. An diesen wird nicht nur unser Spiel automatisch gespeichert, sondern wir benötigen diese auch, um unseren Charakter aufzuwerten. An den „Godstones“ wird man auch wiederbelebt, sollte man denn sterben.

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Während des Spiels sammelt man „Remnants“, „Common“, „Precious“ und „Renown“ auf, wenn man beispielsweise Kisten zerstört, Gegner tötet oder „Quests“ beendet. Diese Dinge werden zum Aufwerten des Charakters benötigt. Dazu gibt es zwei Menüs: In „Upgrades“ werden Waffe und Ausrüstung aufgewertet. Dazu brauchen wir unsere „Godstones“ sowie „Precious“, „Common“ und „Remnants“. Je weiter du im Level aufsteigst, desto mehr musst du ausgeben. In „Abilities“ hat man drei Fähigkeitsbäume. Diese werden mit „Renown“ aufgewertet. Hier kann man neben neuen Talenten, die uns resistenter gegen Schaden werden lassen, aber auch neue Zauber zu lernen. Mit „Renown“ steigt dein Held auch im Level.

Wenn euer Held einmal in einer Kampagne gelevelt wurde, ist er auch auf jedem anderen Smartphone auf dem aktuellen Level.

Wie schon erwähnt ist es von Vorteil Englischkenntnisse zu besitzen, denn das Spiel ist komplett auf Englisch. Zu einem Rollenspiel gehört epische Titel- und Hintergrundmusik, welche hier auch geschaffen wurde. Die Dialoge sind gut synchronisiert, sofern man es Dialoge nennen kann. Den eigenen Teil soll man ja selbst sprechen oder liest ihn einfach, wenn man alleine spielt. Während des Kampfes ändert sich die Hintergrundmusik und es gibt passende Geräusche. Beim Zerstören von Kisten hört man das Zerplatzen des Holzes. Musikalisch ist „Eon Altar“ sehr zufriedenstellend.

Die Grafik von „Eon Altar“ ist noch nicht ganz ausgefeilt. Es hat viele Ecken und Kanten bei Nahaufnahmen und wirkt schwammig. Die Charaktere können sich nur leicht seitlich bewegen, was die Gangart etwas seltsam wirken lässt. Die Hintergründe sind trotzdem sehr gelungen, wenn auch etwas Detailarm. Manchmal gibt es kleine Grafikfehler, die man aber verzeihen kann.

Am Anfang der Kampagne, wie bei den Ladezeiten gibt es sehr schöne Zeichnungen.

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Fazit

„Eon Altar“ ist ein fast gelungenes, klassisches Rollenspiel. Alleine ist es etwas schwierig, aber, wenn man sich ein, zwei Freunde einlädt macht es richtig Spaß. Das ist auch Ziel von diesem Spiel, das man mit seinen Freunden zusammen „zockt“. Wenn du nicht nur ein Smartphone, sondern vielleicht sogar noch ein Tablet besitzt, kannst du auch locker alleine spielen.

Die Steuerung ist sehr gewöhnungsbedürftig, da der Charakter nicht immer genau in die Richtung geht, in die man eigentlich selbst möchte. Aber es ist eine sehr innovative Idee, die noch etwas besser umgesetzt werden könnte.

Die zwei Episoden sind relativ schnell durchgespielt, wenn man sich nicht zu dämlich anstellt, was etwas Schade ist, da so ein Rollenspiel doch länger dauern sollte. Für einen Teil einer Episode braucht man ein bis zwei Stunden.

Die Geschichte von „Eon Altar“ ist gut durchdacht. Es gibt Intrigen und Monster und man fühlt sich wie in einer richtigen Fantasywelt.

Für Spieler, die mal wieder ein richtiges „Oldschool“ Rollenspiel mit moderner Technik spielen wollen, kann ich „Eon Altar“ nur empfehlen.

 

Positiv

  • Epische Hintergrundmusik
  • Stimmungsvolle Welt
  • Interessante Spielsteuerung

Negativ

  • Schwammige Steuerung
  • Kleine Grafikfehler
  • Wenig abwechslungsreiche Musik
  • Wenig Speichermöglichkeiten
71
Anne Kiekebusch

Geschrieben von: Anne Kiekebusch

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Neueste Kommentare

  • Florian Richter Florian Richter: Ja Telltale weiß einfach wie man die Fans der Filme und die der Comics vereinen kann. Die Charaktere sind wirklich gut gelungen und man muss nicht überlegen wen man da auf dem Bildschirm hat.
  • Tim: Habe Guardians im Flugzeug gespielt, davor den 1. Kinofilm gesehen. Die Umstellung im Design der Charaktere ging recht schnell und ist einfach auch richtig gut gemacht.
  • Dominik Probst Dominik Probst: Kann ich schon verstehen. Aber Merchandise ist immer schön anzusehen :D