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Die Sims 4: Dschungel-Abenteuer – Auf den Spuren von Indiana Jones

Von Stephanie Walter am 6. März 2018 in Review

Im exotischen Gameplay-Pack Die Sims 4: Dschungel-Abenteuer begeben sich die Sims auf die Spuren von Indiana Jones. Ob sich der Ausflug nach Selvadorada lohnt, erfahrt ihr in unserem Test.

Ankunft im Paradies

In Die Sims 4: Dschungel-Abenteuer steht euch mit Selvadorada ein neues Reiseziel zur Verfügung. Ihr bucht per Telefon oder PC euren Urlaub und dann kann es auch direkt losgehen. Im Urlaubsparadies, das aus einer üppigen grünen Dschungellandschaft besteht, warten neben verschiedenen Unterkünften ein Museum sowie eine Cantina auf alle Abenteurer. Letztere ist der Treffpunkt der Nachbarschaft, der Gelegenheit bietet, Kontakte mit den Einheimischen zu knüpfen und sich auszutauschen. Rund um die Cantina findet ihr ein kleines Marktareal, das einen Essensstand mit exotischen Köstlichkeiten bereithält. Aber Vorsicht! Die Gewürze verursachen ungeübten Abenteurern schnell Übelkeit. Indem die Sims ihre Kenntnisse der selvadoradianischen Kultur verbessern, werden nicht nur ihre Mägen robuster, man kann beispielsweise auch neue Tanzschritte und lokale Begrüßungen erlernen. Durch Gespräche mit Einheimischen lassen sich die Kulturkenntnisse ebenso verbessern wie beim Handeln auf dem Markt, der ständig neue Waren bietet. Dieser sollte auch die erste Anlaufstelle sein, bevor ihr dem Dschungel und seinen Gefahren gegenübertretet, denn hier findet man nicht nur hübsche Souvenirs, sondern auch überlebenswichtige Gegenstände. So sollten neben Dr. Weberknechts Spinnenschutzmittel auch eine Machete, einige Portionen Fertiggrillkäse oder ein Wasserfall in der Flasche nicht in eurem Inventar fehlen, denn der Dschungel hält so manche Herausforderung bereit. Fühlt ihr euch gewappnet, könnt ihr euch über den Belomisia-Ausgangspunkt in den Dschungel vorwagen.

Werdet zum Schatzjäger

Um ein Dschungel-Areal zu betreten, muss jeweils ein mit Ranken verschlossener Durchgang mit den Händen oder der Machete freigelegt werden. Alle geöffneten Eingänge stehen euch während eures Aufenthalts weiterhin offen. Bei nächsten Besuch müssen die Sims sie allerdings von neuem freilegen. Sobald man einen neuen Abschnitt betritt, erwartet euch in guter alter Sims-2-Manier eine Herausforderung in einer Textbox. Wie verhält man sich, wenn man im Wald einem Jaguar gegenüber steht oder was tut man mit dem exotischen Ei, über das man stolpert? Gute Fähigkeiten in Logik, Fitness oder Geschickt verbessern die Chancen, dass die Herausforderungen gemeistert werden. Je nachdem, wie man sich entscheidet, können die Sims ihr Abenteuer mit positiven oder auch negativen Zustandsveränderungen antreten. Auch die Umgebung wirkt sich auf das Gemüt eurer Archäologen aus. So versetzt ein Wasserfall die Sims in romantische Stimmung, während die sprudelnden Quellen für einen Energieschub sorgen. Das Betreten mancher Areale kann beispielsweise auch die Götter erzürnen, woraufhin man sich mit lästigen Flüchen herumärgern muss.

Insgesamt habt ihr die Möglichkeit, verschiedene Arten von Arealen im Dschungel zu erkunden, die alle wirklich atmosphärisch und detailverliebt gestaltet sind. Auf den Waldwegen gibt es immer wieder kleine Erhebungen im Boden zu entdecken, in denen die Sims bewaffnet mit Hammer und Pinsel nach Schätzen suchen können. Die Artefakte, die so freigelegt werden, können dann an einer Archäologiestation richtig von Schmutz befreit und näher untersucht werden. Mit dem Ausgraben und Untersuchen von Relikten verbessert sich auch die neue Archäologie-Fertigkeit.
Im Dschungel von Selvadorada wartet aber auch ein geheimnisvoller Tempel darauf, erkundet zu werden. Hier gibt es nicht nur diverse Wandgemälde, die sich untersuchen lassen, denn die Sims müssen sich auch mit verschiedenen Fallen herumschlagen, um den Tempel unbeschadet zu durchqueren und zu den wertvollen Schätzen zu gelangen. Wer hier unvorsichtig ist, seine Umgebung nicht genau untersucht und einfach mal einen Schalter drückt, kann diesen Fehler schnell mit seinem Leben bezahlen. Glücklicherweise können die Händler aus altem Knochenstaub Gegengifte herstellen. Löschschaum bewahrt die Sims darüber hinaus vor dem sicheren Flammentod. So kann man mit der richtigen Ausrüstung durchaus einmal etwas risikofreudig sein. Der Tempel verändert sich übrigens bei jedem Besuch, damit uns bei jedem Urlaub eine neue Herausforderung erwartet und so mancher Bewohner der alten Ruinen ist vielleicht gar nicht so tot, wie anfangs angenommen. Hat man die Gefahren überwunden, finden sich in den alten Gemäuern Schatztruhen, die allerlei Kostbarkeiten und Simoleons bereithalten. Um Kulturraub schert sich in Selvadorada übrigens keiner. Die Sims können alle Schätze mit nach Hause nehmen und ihre Regale damit vollstopfen.

Fazit:

Für ein Gameplay-Pack, das mit 19,99 Euro einen moderaten Preis hat, bekommt
man mit Die Sims 4: Dschungel-Abenteuer ein wirklich gelungenes Reiseziel für sein Geld. Es macht Spaß, den Dschungel zu erkunden, die verschiedenen Fallen zu überwinden und die Schatzkammern zu plündern. Auch die neue Bekleidung, entweder farbenfroh oder im Abenteurer-Stil und die neuen exotischen Möbel sind gut gelungen. Mir gefällt auch die Cantina mit Markt und Archäologiestation als Treffpunkt sehr gut. Leider kommt sich das Gameplay an verschiedenen Stellen in die Quere. Beispielsweise kann man in der offenen Spielwelt von seiner Unterkunft zum Marktplatz laufen, muss aber einen Ladebildschirm in Kauf nehmen, wen man die Cantina betreten möchte. Wird man während eines Urlaubs von einem Freund zum Tanzen eingeladen und wählt dann die Option „nach Hause gehen“, begibt sich der Sims nicht zurück zu seinem Urlaubsort, sondern in die eignen vier Wände und der Urlaub wird ohne Vorwarnung abgebrochen.
Insgesamt muss ich sagen, dass das Archäologie-Thema in die Sims 3 für meinen Geschmack gelungener umgesetzt worden ist, weil es einfach die Möglichkeit gab, in ganz unterschiedlichen Regionen sehr viele versteckte Tempel zu erkunden. Natürlich handelte es sich dabei auch um ein großes Erweiterungspack.

Mir war es schon immer lieber, eine große Erweiterung zu haben, die dann auch entsprechend viele Neuerungen geboten hat. Das ist natürlich Geschmackssache, ob man lieber öfter eine kleine, günstigere Erweiterung mit neuem Content hat, oder lieber auf ein größeres Add-On wartet. Ich würde mir nur insgesamt wünschen, dass sich die Sims-Reihe nicht nur selbst kopiert, wie es mit dem aktuellen Gameplay-Pack mal wieder geschehen ist, sondern einfach mal wieder mutiger und innovativer wird.

Positiv

  • Gelungene Optik mit viel Liebe zum Detail
  • Zwei neue Fähigkeiten sorgen für Abwechslung
  • Es macht Spaß, den Dschungel zu entdecken und auf Schatzsuche zu gehen
  • Gelungene neue Objekte

Negativ

  • Sims-Reihe kopiert sich erneut selbst
  • Gameplay an manchen Stellen nicht stimmig
  • Nachbarschaft könnte etwas mehr Abwechslung an Grundstücken bieten
75
Stephanie Walter

Geschrieben von: Stephanie Walter

Die Sims 4

Publisher:Electronic Arts
Entwickler:Maxis
Release Datum:4. September 2014
Kurzbeschreibung:Der vierte Teil der beliebten Personen-Simulation von Maxis widmet sich schwerpunktmäßig den Emotionen der Sims und bietet zudem einen völlig neuen Bau- und Charakterdesign-Modus.

Verfügbar für

Genre

USK Alterseinstufung

Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.

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