CrossCode Preview

Ein 2D-Rollenspiel im 16-Bit-Look, komplett in HTML5 geschrieben, mit Rätseleinlagen, futuristischem Setting und angesiedelt in einem MMO? Ja, das gibt es. Entwickler Radical Fish arbeitet seit nunmehr drei Jahren an CrossCode. Wir haben einen Blick auf das seit Mai 2015 im Early-Access befindliche Spiel geworfen und teilen im folgenden Artikel unseren ersten Eindruck.

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Wer nichts weiß wird viel erfahren

Der Traum eines jeden Gamers ist es, einmal selbst in ein Spiel einzutauchen, selbst der Held zu sein, nicht nur vor dem Bildschirm zu sitzen und zuzusehen. Doch Lea, die Protagonistin von CrossCode dürfte sich darüber nicht so sehr freuen, denn ohne Gedächtnis und ohne Stimme wird sie ungefragt in die futuristische MMO-Welt von CrossWorlds geworfen. Um ihre Erinnerung zurück zu erlangen, muss sie sich durch das Spiel kämpfen. Dabei erhält sie Unterstützung sowohl aus der „realen“ Welt, als auch im Spiel selbst. Auf ihrem Weg trifft Lea auf eine Vielzahl von Mitspielern, die ihr unter die Arme greifen, nützliche Tipps geben, ihr die Welt erklären und auch die ein oder andere Quest parat haben. Aber auch feindlich gesinnte Zeitgenossen kreuzen hier und dort ihren Weg, derer sich die Heldin mittels abgeschossener Bälle erwehren muss. Und um die ganze Sache nicht zu einfach zu machen, wartet CrossCode bzw. CrossWorlds mit etlichen Rätseleinlagen auf. Die rein für Einzelspieler ausgelegte Story ist zu unserem Testzeitpunkt noch in der Entwicklung und bietet noch keinen allzu großen Umfang, soll aber sehr vielseitig ausgebaut werden.

Klicken bis der Arzt kommt

Gesteuert wird wahlweise mit Maus und Tastatur oder dem Controller. MMO typisch ist kein besonders filigranes oder choreographiertes Tastendrücken nötig. Eine Taste reicht in der Regel, um Gegner das Fürchten zu lehren. Nun gut, einige größere Vertreter dieser Fieslinge lassen sich durch stumpfes Draufhauen oder Schießen nicht so leicht aus der Fassung bringen. Hier ist dann doch wieder ein gutes Timing gefragt, um im richtigen Moment auszuweichen. Stellt man sich gut an und sammelt genug Erfahrungspunkte, kommt der Rollenspiel-Einschlag zum tragen. Nach einem Stufenaufstieg hat man die Qual der Wahl, im Erfahrungsbaum die einzelnen Fähigkeiten zu verbessern. Egal ob eine bessere Gesundheit, mehr Schaden oder Verteidigung. Auch verschiedene Items, die man während des Umherstreifens in der weitläufigen Spielwelt findet, bieten mannigfaltige Möglichkeiten, den Charakter den persönlichen Vorstellungen entsprechend auszustatten. Alles in allem ist das Gameplay wirklich sehr gelungen.

Gute alte Zeiten

CrossCode orientiert sich bei seinem Grafikstil stark an 16-Bit Spielen aus der Zeit der SNES-Konsole. Dabei wirkt es jedoch keineswegs altbacken. Trotz der recht „groben“ Texturen ist die Welt sehr Detailreich und schön anzusehen. Die Emotionen der Charaktere kommen ebenfalls sehr schön zur Geltung. Eine Vielzahl von Charakterdesigns lässt den Eindruck eines Multiplayergames noch greifbarer wirken. Die Farbwahl trägt dem Setting Rechnung und ist ein wenig ausgefallen. So hat Lea zum Beispiel lila Haare, viele Elemente der Wege sind in Türkis gehalten und auch die Pflanzen warten mit kräftigen und ungewöhnlichen Farben auf.

Piep, piep, piep

Zwar ist die Heldin stumm, doch auch die anderen Figuren geben sogesehen keinen Laut von sich, denn eine Sprachausgabe gibt es nicht. Gespräche sind nur in Textform vorhanden und werden nur von einem Retro-Lauftext-Sound untermalt. Retro ist auch der Soundtrack, der stark auf synthetische Klänge setzt, die Pixelgrafik aber sehr gut unterstützt und sich auch allgemein sehr gut in das Spielgeschehen einfügt.

Fazit

CrossCode ist ein wunderschöner Retro-Titel, der Rollenspiel, MMO und Adventure vereint. Auch im aktuellen Entwicklungsstadium ist das Spiel ein Kleinod, das man sich auf jeden Fall einmal ansehen sollte, zumal es zur Zeit sogar eine Previewversion für den Browser gibt. Dieses Spiel beweist, dass es nicht immer eine Bombengrafik braucht, um zu fesseln.

Florian Richter

Geschrieben von: Florian Richter

Nerd,Technikbegeistert, Gamer aus Überzeugung. Nebenbei auch noch auf YouTube ab und zu aktiv. Fan der Uncharted - und Ratchet&Clank - Spielereihe.

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Neueste Kommentare

  • Christian: Lässt noch nicht viele Schlüsse zu, aber eine leere, etwas heruntergekommene Stadt mit deutlichen Zeichen der Verwüstung... Das spricht vielleicht für ein Zombie-Setting oder ähnliches. Kann ich mir aber auf der anderen Seite nicht vorstellen, da das Thema mit Metro, H1Z1 Just Survive, The Division & Co. schon ziemlich ausgelutscht ist. Denkbar wäre auch ein Post-Apokalyptisches-Szenario wie in der Fallout-Reihe. Das wären allerdings ziemlich große Fußstapfen. Aber vielleicht überrascht Bandai auch mit einer ganz neuen Idee? Verlassene Städte haben ja erstmal immer einen gewissen Reiz und bieten viel Raum für Geschichten und laden zum erkunden ein. Ich bin gespannt.
  • BASSTRO: Hallo Was bedeutet transparenter Held automatischer klicke?
  • Trixchiller: Wie stirbt denn ein Söldner? ...und wie kann man das verhindern? Ps. super guide!!