Battlefront – Rogue One: Scarif stimmt auf den neuen „A Star Wars Story“-Film ein

Mit „Rogue One: Scarif“ ist am 6. Dezember der vierte und letzte kostenpflichtige DLC des Star Wars Shooters „Battlefront“ von EA und Dice erschienen. Ob der Ausflug zum Schauplatz des kommenden Star Wars Films „Rogue One: A Star Wars Story“ gelungen ist und ob sich die Investition lohnt, erfahrt ihr in unserem Test.

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Sturmtruppen am Strand

Der DLC hält vier neue Karten für uns bereit, die uns unter anderem an den Strand, in den Dschungel sowie auf die Landezone des bisher unbekannten Planeten mitnehmen. Darüber hinaus können wir auch einen Abstecher in den Weltraum über Scarif unternehmen. Was sich zunächst seltsam anhört, überzeugt in der Praxis aber mit einer einmaligen Atmosphäre: nämlich Sturmtruppen und Rebellen, die sich an einem Sandstrand einen erbitterten Kampf liefern. Die Möglichkeit, sich durch den dichten Dschungel des Planeten zu schlagen, ohne zu wissen, ob sich hinter der nächsten tropischen Pflanze nicht vielleicht ein Gegner verschanzt hat, der uns dort aus dem Hinterhalt heraus angreift, ist dabei ebenso interessant wie der wunderschöne Ausblick auf den endlosen Ozean, der sich uns während der Kämpfe offenbart. Das gelungene tropische Setting ergänzt dabei die bisherigen Landschaften von „Star Wars Battlefront“, die uns nicht nur auf Eis- und Wüstenplaneten, sondern auch in düstere Fabriken oder in die engen Flure des Todessterns mitgenommen haben, um einen neuen, außergewöhnlichen Schauplatz.

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Der Modus „Infiltration“

Wie bereits bei der vorherigen Erweiterung „Todesstern“ bietet uns das Spiel mit „Infiltration“ auch dieses Mal einen Spielmodus, der in mehrere Phasen aufgeteilt ist. So ist es im ersten Abschnitt, der im Weltraum über dem Planeten angesiedelt ist, das Ziel der Rebellen, einen U-Wing durch ein markiertes Tor zu eskortieren, damit dieser auf dem Planeten landen und dort Truppen absetzen kann. Das Imperium ist hingegen bestrebt, die U-Wings einen nach dem anderen zu zerstören, bis die Zeit abgelaufen ist. Haben die Rebellen den ersten Abschnitt gemeistert, erfolgt die Landung auf Scarif. Anschließend starten die Feinde des Imperiums ein Manöver, um die Sturmtruppen von ihrem eigentlichen Vorhaben, nämlich dem Stehlen von geheimen Informationen, abzulenken. Hierfür muss die Rebellion versuchen, einen der imperialen Frachter in die Luft zu jagen, um dadurch die Aufmerksamkeit aller Imperialen auf sich zu ziehen. Ist dies gelungen, startet Phase drei. Diese hat es zum Ziel, dass die Rebellen einen der angezeigten Datenträger zu ihrem Exfiltrationspunkt bringen müssen. Das Imperium muss dagegen alles in seiner Macht Stehende tun, um die Träger der Speichermedien auszuschalten, bevor diese vom Planeten verschwinden können. Wie auch beim vorherigen DLC bringt ein Scheitern der Rebellen während einer der drei Phasen einen sofortigen Sieg der Imperialen mit sich, ohne dass die verbleibenden Phasen zu Ende gespielt werden.

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der neue Modus sehr temporeich ist und zudem drei vollkommen unterschiedliche Abschnitte für uns bereit hält. Diese sorgen für ein kurzweiliges Spielerlebnis und machen „Infiltration“ zum echten Highlight des neuen DLCs. Im Gegensatz zum „Kampfstation“-Modus des Vorgängers ist es hier auch möglich, dass die einzelnen Passagen sehr schnell absolviert werden. Beim Kampf um den Todesstern war es hingegen vor allem die erste Phase, die im Vergleich zu den anderen Abschnitten einfach viel zu lang war. Zusätzlich zum neuen Spielmodus können wir uns außerdem auf „Kampfläufer-Angriff“, „Wendepunkt“, „Gefecht“ sowie auf „Jägerstaffel“ im Weltraum freuen. An dieser Stelle sei außerdem lobend erwähnt, dass EA den „Todesstern“-DLC, der anfangs nur den „Kampfstation“-, den „Gefecht“- und den „Jägerstaffel“-Modus zu bieten hatte, mit dem aktuellen Update um die Modi „Droidenalarm“ und „Fracht“ ergänzt hat.

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Neue Waffen und Helden

In Sachen Waffen hielten die vorhergehenden DLCs selten echte Innovationen für uns bereit. Die Waffen der Erweiterungen ergänzten zwar das Arsenal, boten aber ansonsten wenig Neues. Dieses Mal sieht es etwas anders aus. Es ist vor allem Jyn Ersos A180 Blasterpistole, die im Test mehr als positiv überrascht hat. Diese Pistole bietet uns die Möglichkeit, zwischen mehreren Modi zu wählen. Zusätzlich zum Standardangriff mit der Blasterpistole, lässt sie die Waffe außerdem zum Scharfschützengewehr, zum Ionengewehr sowie zum Sturmgewehr umfunktionieren. Gerade der Sturmgewehr-Modus, der uns ab der Aktivierung für eine kurze Zeitspanne zur Verfügung steht, bevor er sich wieder aufladen muss, überzeugt mit einem sehr kraftvollen Angriff, der andere Blastergewehre problemlos in den Schatten stellt. Die Angriffsmodi des Blasters lassen sich über die Controller-Tasten auswählen, die normalerweise mit unseren Sternkarten belegt sind. Dies hat zur Folge, dass wir keine der Karten nutzen können, wenn wir uns für die A180 entscheiden. In Anbetracht der vielfältigen Angriffsmöglichkeiten der Pistole ist dies aber auch kein Problem. Die ebenfalls neue DT-29 Pistole von Militärdirektor Krennic überzeugt hingegen mit einem sehr starken Schuss sowie einer präzisen Zielvorrichtung. Es ist möglich, sechs Schüsse nacheinander abzugeben, danach muss die Waffe allerdings wie ein Revolver nachgeladen werden. Im Gegensatz zu allen anderen Waffen des Spiels kann die DT-29 auch jederzeit manuell über das Viereck nachgeladen werden.

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Die beiden Helden Jyn Erso und Orson Krennic besitzen leicht abgewandelte Formen der gerade vorgestellten neuen Waffen. Jyn hält darüber hinaus einen starken Nahkampfangriff, der bis zu neun Schläge nacheinander mit der Keule ermöglicht, sowie einen Schallimploder parat, der nahestehende Gegner verletzt und blendet. Dieser kann auch als eigenständige Sternkarte freigeschaltet werden. Militärdirektor Krennic ist dagegen in der Lage, einen Astromechdroiden zur Unterstützung zu rufen sowie die eigene Pistole mit einer mächtigen Panzerbrecher-Munition auszustatten. Wie Prinzessin Leia und Imperator Palpatine wird auch er in den Gefechten von einer Garde begleitet, die dieses Mal aus schwarz gekleideten Deathtroopern besteht.

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Fazit

Insgesamt gilt bei dem neuen DLC „Rogue One: Scarif“ die Devise, dass sich EA das Beste bis zum Schluss aufgehoben hat. Die Erweiterung punktet nicht nur mit hervorragend inszenierten Schauplätzen am Strand oder im Dschungel des neuen Planeten, sondern hält mit „Infiltration“ einen durch und durch gelungenen Spielmodus bereit, der innovativ, abwechslungsreich und kurzweilig ist. Die Vielseitigkeit von Jyn Ersos Blasterpistole ist ein weiterer Pluspunkt, der diesen DLC zu einer rundum runden Sache und wohl zur besten Erweiterung des Shooters macht.

Positiv

  • Jyn Ersos A180 ist eine sehr interessante neue Waffe
  • Ein abwechslungsreicher und temporeicher neuer Spielmodus
  • Atmosphärische tropische Schauplätze

Negativ

  • Hinter einigen Dschungelpflanzen lauern Bugs, die die Spielfigur am Weitergehen hindern
96
Daniel Walter

Geschrieben von: Daniel Walter

Hat seit der ersten PlayStation keine Konsolengeneration ausgelassen und interessiert sich vor allem für Adventures, RPGs und Actiongames. Neben der Arkham- und Assassin's Creed Reihe liegen auch sämtliche Star-Wars-Titel stets hoch im Kurs.

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  • S-M-G: Bei "Forschritt" springst du automatisch ins nächste Level, bei "Ernten" nicht. Wenn du über Nacht "Fortschritt" aktiviert hast, bist du irgendwan bei einem Boss den du nicht besiegen kannst und sammelst kein Gold ein.
  • Bertl: Hallo zusammen, ich habe die Möglichkeit durch Klicken des linken Sticks von Modus "Ernten" auf Modus "Fortschritt" zu schalten. Was ist der Unterschied zwischen den beiden? Danke für eine Antwort.
  • Fabian Gams: Spiel es auf der ps4 ujd wollte wissen was der Unterschied zwischen ernten und fortschritt modus