Battlefront II Open Beta – Bereist die Galaxis

Die Open Beta zum Sequel des erfolgreichen Star Wars Shooters Battlefront bietet uns erste Einblicke in das im November erscheinende Hauptspiel. Unsere ersten Eindrücke haben wir hier für euch zusammengefasst.

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Kämpft in allen Epochen

Bereits in der Beta haben wir die Chance, in alle Epochen des Star Wars Film-Universums einzutauchen. So kämpfen wir uns in Galactic Assault durch die Straßen und den Palast der Hauptstadt Theed des Planeten Naboo aus Episode 1. Hier versucht die Föderation einen Droidentransporter durch die Stadt zu bewegen, während die Klontruppen der Republik sie davon abhalten wollen. Der Modus Strike nimmt uns hingegen mit auf den Planeten Takodana aus der aktuellen Trilogie. In dieser Spielvariante wollen die First Order Soldaten ein Artefakt der Jedi in Maz Kanatas Schloss unter ihre Kontrolle bringen, während der Widerstand alles tut, um es zu beschützen. Im Spielmodus Starfighter Assault steigen wir dagegen ins Cockpit eines Tie Jägers oder eines X-Wings und liefern uns hoch über dem Planeten Fondor einen erbitterten Raumkampf.

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Grandiose Grafik und dichte Atmosphäre

Grafisch präsentiert sich Battlefront II auf einem noch höheren Niveau als sein Vorgänger. Der Planet Naboo überzeugt beispielsweise mit einer mediterranen Stimmung, die durch kleine Details wie aufgewirbelte Blätter oder umherfliegende Vögel perfekt eingefangen wird. Im Palast können wir uns dagegen auf authentische Spiegelungen am Boden oder an diversen Metallobjekten freuen. Auf Takodana erwartete uns ein dichter Wald rund um Maz Kanatas Anwesen, der an verschiedene Bereiche der Endor Karten des Vorgängers erinnert. Besonders überzeugen können diesmal die Raumschlachten. Diese finden direkt über einer riesigen Raumstation statt, die deutlich greifbarer wirkt, als beispielsweise die Sternenzerstörer beim Todesstern DLC des Vorgängers.

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Neues Punktesystem und spielbare Klassen

Bei Battlefront II verzichtet DICE auf das Power-up-System des ersten Teils. Stattdessen sammeln wir für jede Aktion Punkte, egal ob es um Kills, Kill-Assists, fortschrittrelevante Aktionen oder das schlichte Treffen eines Feindes geht. Diese Punkte können wir in der laufenden Runde einlösen, um Fahrzeuge, Geschütze, stärkere Klassen oder Helden zu spielen. Zu den stärkeren Klassen gehören beispielsweise Superkampfdroiden, Wookiekämpfer oder auch Soldaten mit Jetpack. Die spielbaren Helden der Beta reichen von Rey und Darth Maul bis hin zu Han Solo und Boba Fett. Das neue System ist definitiv eine bessere Lösung als die zufallsbasierte Power-up-Jagd aus Teil 1. Dennoch rücken die Helden gerade für schwächere Spieler in weite Ferne, da sie die erforderliche Punktzahl wahrscheinlich oftmals nicht erreichen können. Hier wäre vielleicht eine Korrektur der benötigten Punkte nach unten nötig, um auch Anfängern die Chance zu bieten, öfter mit verbesserten Klassen zu spielen.

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Sehr gelungen ist die Einführung des Klassensystems. So können wir uns für einen klassischen Assault, einen schweren Soldaten, einen Spezialisten, der unter anderem ein Scharfschützen-Gewehr nutzen kann, sowie für einen Offizier, der beispielsweise über Geschütze verfügt, entscheiden. So sind die verschiedenen Skins nicht mehr nur eine optische Sache wie in Teil 1, sondern bringen auch individuelle Waffen und Fähigkeiten mit sich. Richtig differenzierte Klassen wie in Battlefield sucht man aber auch bei Teil 2 vergebens. Ob dies ein Minuspunkt ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Spielt in der Gruppe – oder doch nicht?

Anders als beim Vorgänger spawnen wir grundsätzlich in einer Gruppe von maximal vier Leuten. So lange wir uns in der Nähe unserer Gruppenmitglieder befinden, erhalten wir mehr Punkte für unsere Aktionen – so weit so gut. Leider sind unsere Gruppen-Kollegen für uns nicht erkennbar, sodass wir nur die Möglichkeit haben, ihnen nach dem Spawnen hinterherzulaufen. Eine Markierung auf der Karte wäre hier unbedingt erforderlich, um ein sinnvolles Gruppenspiel zu ermöglichen. Da die Gruppen bei jedem Neueinstieg zufällig zusammengewürfelt werden, ist es leider ebenfalls nicht möglich, mit einem Freund dauerhaft in der Gruppe zu spielen, wie beispielsweise bei den Squads in Battlefield. Was sich DICE bei dieser Funktion gedacht hat, werden wir hoffentlich bald noch erfahren.

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Fazit Daniel:

Mein Ersteindruck von Battlefront II ist insgesamt ein sehr guter. Die Grafik ist auf einem sehr hohen Niveau, die Stimmung auf den Planeten stimmt ebenfalls. Besonders gut gefallen hat mir der verbesserte Raumkampf, der deutlich intensiver ausgefallen ist als bei Teil 1. Auch das Klassensystem sowie die Alternative zu den Power-ups des Vorgängers sind gelungene Neuerungen, auch wenn vielleicht noch etwas Finetuning nötig ist. Wirklich enttäuschend ist bisher leider das Gruppenspiel, das es uns nicht ermöglicht, dauerhaft mit Freunden zusammen zu spielen. Auch werden uns die Mitglieder der zufällig zusammengewürfelten Gruppen nicht auf der Karte angezeigt, sodass es schwer ist, den Gruppenbonus zu erhalten. Nichtsdestotrotz sieht Battlefront II sehr vielversprechend aus und ich freue mich definitiv auf den Release im November.

Fazit Tim:

Versagt erneut ihr habt. Trotz vieler kleiner Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger, zum Beispiel im viel ausgewogenerem Raumkampf oder dass man Eliteklassen nun durch Punkte und nicht durch Pickups bekommt, ist Battlefront II eine Enttäuschung. Es ist kein Spiel, welches ihr mit euren Freunden spielt. Ihr werdet sie im Spiel einfach nicht finden, es gibt nach wie vor kein Teamplay oder taktische Tiefe. Es gibt zwar die neuen, recht aufgesetzt wirkende Klassen, aber wenn man ehrlich ist, dann unterscheiden diese sich doch lediglich in der ausgerüsteten Waffe. Jede Runde fühlt sich eher wie ein Deathmatch auf der Konsole an.  Alle Frustfaktoren wurden entfernt, es gibt nur noch Kills, keine Tote mehr. Aufgrund einer schlechten K/D könnte man ja demotiviert werden. Ständig gibt es für alles Punkte, sogar für´s Sterben. In der Tat ist der Frust geringer, wenn man die Punkte für seine Eliteklasse zurückbekommt, sollte man sofort damit sterben, aber was soll das? Das ist doch anspruchslos. Die Grafik und der Sound sind natürlich wieder traumhaft und das Star Wars Feeling packt einen sofort. Dieser Star Wars-Hype verstreicht aber und was bleibt dann nach ein oder zwei Wochen – leere Server wie im ersten Teil?

Daniel Walter

Geschrieben von: Daniel Walter

Hat seit der ersten PlayStation keine Konsolengeneration ausgelassen und interessiert sich vor allem für Adventures, RPGs und Actiongames. Neben der Arkham- und Assassin's Creed Reihe liegen auch sämtliche Star-Wars-Titel stets hoch im Kurs.

1 Kommentar hinzugefügt

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  1. Stephanie Walter
    Stephanie Walter 10. Oktober 2017 | Antworten
    Ich glaube, es kommt einfach darauf an, was man gerne spielt. Klar lassen sich Taktik und Teamplay nicht mit einem Titel wie Battlefield vergleichen aber ich denke, dass trotzdem viele Spaß an Battlefront II haben werden. Gerade auch Gelegenheitsspieler, die schnell mal ne Runde zocken wollen. Ihr hab natürlich Recht, die Grafik und das Feeling stimmen und vielleicht tut sich in Sachen Teamplay noch ein bisschen was vorm Release, gerade bei den Gruppenpunkten wäre das wünschenswert. Ich freue mich auf jeden Fall richtig auf die Kampagne.

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Neueste Kommentare

  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Black Flag hat mich von der Story her nicht packen können, hatte mir mehr erwartet und das Gameplay war damals einfach nichts für mich. Ist ja aber immer so, wenn in/an einer Serie was geändert wird, gibt es immer unterschiedliche Meinungen.
  • Daniel Walter Daniel: Ich war immer ein Fan der alten Herangehensweise und vermisse es daher im neuen Teil ein wenig. Trotzdem ist Origins wirklich gut, auch wenn es nicht an meine Favoriten AC 2 und AC Black Flag heranreicht.
  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Die Neuausrichtung gefällt mir sehr gut. Die Architektur ist wunderschön und die Story gut gemacht. Auch die vielen Nebenquests und jetzt mit Level 40 die Community Events sind super. Das ewige geklettere und Dauerblocken aus den Vorgängern war einfach idiotisch, finde das jetzt überzeugender.