Batman: The Enemy Within – The Telltale Game Series Episode 2

Seit Kurzem ist die zweite Episode der Telltale Game Series Batman: The Enemy Within erhältlich. Diese hört auf den Namen „The Pact“ und stellt den dunklen Ritter vor neue Herausforderungen.

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Der Feind deines Feindes…

Die neue Episode startet direkt turbulent. So befindet sich Batman gerade noch im Dialog mit Amanda Waller, dem Kopf der Agency, in dem es um die dramatischen Geschehnisse am Ende der ersten Episode geht, als Gotham an mehreren Stellen angegriffen wird. Ohne zu zögern begibt sich der dunkle Ritter zu einem der Tatorte, wo er nach kurzer Zeit einem neuen mächtigen Feind gegenüber steht – Bane. So dauert es diesmal nicht lange, bis wir uns in einen der zahlreichen Quick-Time-Kämpfe stürzen müssen und der Auftakt gegen Bane hat es in Sachen Länge und Action sofort in sich.

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Nach einem verheerenden Kampf gegen den mit der Droge Venom vollgepumpten Riesen steht Batman vor der schweren Entscheidung, ob er auf die Hilfe von Amanda Waller und ihrer Agency zurückgreifen will, die einen mehr als zweifelhaften Ruf genießt. Da es allerdings an allen Ecken und Enden in Gotham brodelt, ist Batman gezwungen, unangenehme Bündnisse einzugehen, um den Plan, den der Riddler begonnen hat und der nun von Bane und seinen Schergen weitergeführt wird, zu durchkreuzen. Welche Rolle Dr. Harleen Quinzel, besser bekannt als Harley Quinn, dabei spielt und wie das alles mit dem mysteriösen John Doe zusammenhängt, den Bruce in der Nervenheilanstalt kennengelernt hat, erfahren wir im Rahmen einer erneut hervorragend inszenierten Episode.

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Bewährtes Spielprinzip sorgt für Abwechslung

Erneut können wir uns auf eine abwechslungsreiche Episode freuen. Neben zahlreichen Dialogen, in denen wir vor vielen Entscheidungen stehen, die unser Verhältnis zu bestimmten Figuren sowie die Geschichte an sich beeinflussen, müssen wir auch nicht auf die bereits erwähnten Quick-Time-Sequenzen verzichten, die uns auch in Episode 2 immer wieder mehrere Handlungsoptionen innerhalb der Kämpfe bieten. Selbstverständlich gehört auch das Untersuchen von Räumen in guter alter Point-and-Click-Manier ein weiteres Mal zum Spielgeschehen dazu, um beispielsweise Fragmente eines Fingerabdrucks zu finden, die zu einem vollständigen Abdruck ergänzt werden müssen.

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Hervorragende Charaktere und schlechte Untertitel

Die Charaktere sind ebenfalls wieder sehr gut getroffen und gerade Harley Quinn überzeugt mit ihrer leicht schizophrenen Art und ihrem Aggressionsbewältigungsproblem auf ganzer Linie. Auch wenn ihr grundlegendes Verhalten dem der Comic-Vorlage entspricht, ist Telltale auch bei Harley darauf bedacht, sie ein wenig von der klassischen, gerne einmal etwas naiveren Interpretation abzuheben, was definitiv auch sehr gut gelingt.

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Etwas enttäuschend sind dieses Mal die Untertitel. Nicht nur, dass unglaublich viele Dialoge nicht ins Deutsche übersetzt wurden, sodass die Texte ständig von Deutsch zu Englisch springen. Auch sind einige der Übersetzungen so dermaßen falsch geraten, dass man nur den Kopf schütteln kann. Ein Paradebeispiel ist hier ein Satz von Harley, während sie neben einem Schachbrett steht und Bruce fragt: „Do you like chess?“ Der Untertitel lautete aber leider nicht „Magst du Schach?“, sondern „Magst du Käse?“.

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Fazit:

Glücklicherweise kann die zweite Episode von Batman: The Enemy Within das Niveau der ersten problemlos halten. Das Gameplay ist gewohnt abwechslungsreich und auch die sehr düstere Grundstimmung des Teilabschnitts hat mir sehr gut gefallen. Gleiches gilt ein weiteres Mal für die Darstellung der Charaktere, wobei vor allem Harley Quinn heraussticht, die mit einer sehr aggressiven Interpretation überzeugt. Die fehlerhaften oder oftmals schlichtweg fehlenden Übersetzungen in den Untertiteln sind hingegen nicht nachvollziehbar und passen überhaupt nicht zu der ansonsten sehr hochwertigen Präsentation.

Daniel Walter

Geschrieben von: Daniel Walter

Hat seit der ersten PlayStation keine Konsolengeneration ausgelassen und interessiert sich vor allem für Adventures, RPGs und Actiongames. Neben der Arkham- und Assassin's Creed Reihe liegen auch sämtliche Star-Wars-Titel stets hoch im Kurs.

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Neueste Kommentare

  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Black Flag hat mich von der Story her nicht packen können, hatte mir mehr erwartet und das Gameplay war damals einfach nichts für mich. Ist ja aber immer so, wenn in/an einer Serie was geändert wird, gibt es immer unterschiedliche Meinungen.
  • Daniel Walter Daniel: Ich war immer ein Fan der alten Herangehensweise und vermisse es daher im neuen Teil ein wenig. Trotzdem ist Origins wirklich gut, auch wenn es nicht an meine Favoriten AC 2 und AC Black Flag heranreicht.
  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Die Neuausrichtung gefällt mir sehr gut. Die Architektur ist wunderschön und die Story gut gemacht. Auch die vielen Nebenquests und jetzt mit Level 40 die Community Events sind super. Das ewige geklettere und Dauerblocken aus den Vorgängern war einfach idiotisch, finde das jetzt überzeugender.