Atelier Firis: The Alchemist and the Mysterious Journey

Nach der Geschichte rund um die kleine Sophie aus Atelier Sophie: The Alchemist of the Mysterious Book geht es nun mit Firis in Atelier Firis: The Alchemist and the Mysterious Journey weiter. An einem neuen Ort fahren wir mit der altbekannten Alchemie und alten Bekannten fort. Ob dieser Teil genau so gut ist, wie der Letzte, finden wir jetzt heraus.

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Alles beginnt im kleinen Dörfchen Ertona, das mitten in einem Berg liegt. Da der einzige Weg hinein und heraus durch eine massive Steintür versperrt ist, diese beschützt die Bewohner vor allen Gefahren außerhalb ihres Dörfchens, geht man hier seiner eigenen Berufung nach. Die kleine Firis hat die Gabe Erz an der Oberfläche zu finden, anstatt danach graben zu müssen. Sie lebt zusammen mit ihren Eltern und ihrer älteren Schwester Liane in Ertona. Firis ist eigentlich zufrieden mit ihrem Leben, doch sie würde so gerne die Welt außerhalb des Berges erkunden. Was ihr am meisten zu schaffen macht, ist, dass Liane ständig auf Erkundungsmissionen gesendet wird. Da wir aber weder die Erlaubnis, noch die Kraft haben, die Tür zu öffnen, können wir unseren Traum erst mal abschminken.

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Eines Tages läuft Firis an der Tür entlang, als sie von außen Stimmen zweier Mädchen vernimmt. Kurze Zeit später fliegt ihr die Tür in etlichen Einzelteilen entgegen. Als sich der Staub gelichtet hat, entdeckt sie zwei uns bekannte Gesichter aus Atelier Sophie: Sophie und Plachta! Die beiden Alchemistinnen sind auf der Rundreise, um eine Lizenzprüfung zu absolvieren. Dafür benötigt sie allerdings drei Empfehlungsschreiben von Alchemisten, die diese Prüfung bereits erfolgreich beendet haben. Sophie hat nach dem kurzen Kennenlernen noch schnell die Tür mithilfe von Alchemie repariert. Firis, fasziniert von den Möglichkeiten der Alchemie, will alles über diese lernen. Sophie findet die Idee gut, die Ausbilderin von Firis zu sein, und so bekommen wir die Grundlagen beigebracht. Einige Zeit und Vorfälle später, unterbreitet uns der Bürgermeister ein Angebot. Wir sollen den Einwohnern von Ertona mithilfe unser neu erlernten Alchemiefähigkeiten helfen und danach dürfen wir die Welt außerhalb des Berges erkunden. Gesagt getan! Leider hat der Bürgermeister verschwiegen, dass auch wir die Lizenzprüfung absolvieren müssen, und das innerhalb von einem Jahr! Ansonsten müssen wir, ohne uns zu beschweren, wieder der Erzsuche in Ertona nachgehen. Als Aufsichtsperson wird uns noch Liane zur Seite gestellt, die uns auf unserer Reise, die drei Empfehlungsschreiben zu erhalten, unterstützen und beschützen wird.

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Wie auch im Vorgänger dreht sich Atelier Firis hauptsächlich um die Alchemie. Hierfür sammeln wir in unserer Umgebung alles ein was glitzert. Seien es Pilze, Mineralien, Edelsteine oder auch einfach Wasser. Es wird alles eingepackt, was uns hilfreich sein könnte. Dabei muss beachtet werden, dass unser Inventar nur eine bestimmte Anzahl Gegenstände tragen kann. Im späteren Spielverlauf lässt sich dieser Platz mit Gegenständen erweitern. Wir finden natürlich nicht nur am Wegesrand oder am nächsten Gewässer neue Materialien, sondern bekommen diese auch durch das Erledigen von Feinden. Auf die Kämpfe und den Kampfablauf kommen wir später noch zu sprechen.

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Haben wir unsere Tasche gefüllt oder wollen einfach nur etwas „alchemieren“, gehen wir in unsere von Sophie vermachte Hütte, die von außen zwar klein wirkt, von innen aber fast die Ausmaße einer Villa hat. Alles dank der Hilfe von Alchemie! Die Hütte können wir in der Spielwelt an jedem Lagerfeuer aufstellen. Sobald wir sie betreten, können wir alle Gegenstände in unserem Inventar untersuchen. In dieser hat man auch die Möglichkeit das Spiel zu speichern, schlafen zu gehen und natürlich an unserem Kessel unserer Alchemie nachzugehen. Wollen wir Letzteres tun, so müssen wir zuerst einmal ein Rezept auswählen. Je nachdem, ob wir alle erforderlichen Materialien zur Verfügung haben oder nicht, wird ein anderes Symbol in der Rezeptliste angezeigt. Sind alle vorhanden, geht es weiter zur genaueren Auswahl der Materialien. Jede Kategorie, sei es Erz, Brennstoff oder einfach Flüssigkeit, muss mit der benötigten Anzahl an Gegenständen aufgefüllt werden.

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Jede Zutat hat verschiedene Eigenschaften. So zum Beispiel die Qualität, die Größe (wird gleich benötigt), die Kategorie unter die die Zutat fällt und verschiedene alchemistische Eigenschaften, wie „guter Geruch“ oder „dehnbar“. Haben wir alle ausgewählt, geht es daran unsere Materialien, die  verschiedene Größen und Formen haben, in ein 5×5-Gitter einzuordnen. In diesem Gitter sind diesmal nicht nur einzelne Bonus-Punkte zu finden, sondern ganze Linien. Liegt auf jedem einzelnen Punkt der Linie ein Item von uns, bekommen wir den Bonus gutgeschrieben. So wird mal die Qualität gesteigert, oder aber die Anzahl der Nutzungen, dass vor allem für Bomben hilfreich ist. Diese Boni-Linien können durch den Einsatz von Katalysatoren verändert werden. Dadurch ändert sich der Bonus, der in Kraft treten kann.

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Je öfter wir ein Alchemierezept herstellen, desto höher steigt dieses im Level an. Je höher der Level, desto mehr Funktionen schalten wir für dieses Rezept frei. Zum Beispiel ist es möglich, die Formen der Materialien zu drehen oder bestimmte Eigenschaften zu übernehmen. Für jeden erstellten Gegenstand erhalten wir ebenfalls Erfahrungspunkte, die unser Alchemie-Level steigern. Jedes Rezept benötigt ein bestimmtes Level der Alchemie, ansonsten kann es nicht benutzt werden. Daher gilt es, immer mehr herzustellen um für alles gewappnet zu sein. Dabei vergeht aber auch Zeit, die uns davon läuft. Um auf neue Rezeptideen zu kommen, sollte man so viele Ressourcen wie möglich einsammeln, so viele Gegner wie möglich töten und auch so viel wie möglich herstellen. Für bestimmte Aktionen erhält man auch einen Hinweis im Rezeptbuch, wie man eine Rezeptur freischalten kann.

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Apropos Zeit: es gibt diesmal nicht nur vier, sondern gleich ganze sechs Tageszeiten: früher Morgen, Morgen, Mittag, Abend, später Abend und Nacht. Zu jeder Tageszeit gibt es unterschiedliche Gegner und Sammelbares in der Spielwelt zu finden. Eine weitere Neuerung ist, dass man beispielsweise Steine oder Kristalle sprengen muss, um an Ressourcen zu gelangen. Hat man keine Bomben dabei, schlägt man einfach so lange mit der Waffe darauf ein, bis die begehrte Ressource herausfällt. Das zieht aber LP (LP unterscheiden sich von HP) ab, von denen wir nur 100 besitzen. Haben wir keine LP mehr, fällt Firis todmüde um und wacht in der Hütte wieder auf. Auch nach Kämpfen verlieren wir LP. Die Kämpfe lassen sich wieder wie gewohnt durch Körperkontakt oder einen Präventivschlag initiieren und laufen auch in Atelier Firis wieder rundenbasiert ab. Am rechten Bildschirmrand wird die zeitliche Abfolge der Kontrahenten angezeigt. Je nach Attacke benötigen wir länger oder kürzer und können so vorher schon planen, wann wir als Nächstes am Zug sind. Das macht die Kämpfe auch wieder taktisch. Es ist möglich ganz normal anzugreifen, eine Fähigkeit oder ein Item einzusetzen, oder zu flüchten.

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Eine Neuerung in Atelier Firis ist, dass unsere Begleiter sich schützend vor uns stellen können, um so den Schaden abzufangen. Unsere Begleiter haben meist ein viel höheres Level als wir selbst und dadurch eben mehr Lebenspunkte. Es gibt auch wieder eine Komboleiste, die sich mit jedem Angriff füllt. Ist sie voll, können wir Kombo-Angriffe mithilfe von unseren Fähigkeiten oder Items einsetzen. Auch neu ist die Position des Charakters im Kampf. Wir können unsere Begleiter in einer Raute um uns herum positionieren, das heißt, wir sind ganz unten, zwei weitere können links und rechts auf der gleichen Ebene kämpfen und einer ganz vorne. Die Gegner greifen vermehrt den in der ersten Reihe an, danach die in der zweiten und als letztes uns.

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Optisch sieht Atelier Firis wieder top aus. Die Hauptcharaktere sind natürlich wieder alle sehr freizügig beziehungsweise kurz bekleidet. Firis und Liane laufen beide zum Beispiel in Miniröcken/Minikleidern rum, Plachta ist am Oberkörper wieder sehr leicht bekleidet. Alles in allem sehen die Charaktere aber wieder optisch ansprechend und niedlich aus. Alle Nebencharakter sind nicht ganz so detailgetreu. Viele wurden auch einfach aus dem Vorgänger übernommen. Die Hintergründe sind nicht ganz so hochaufgelöst wie die Charaktere, aber trotzdem sehr ansehnlich. Die Optik spiegelt auf jeden Fall die Stimmung wieder. Es gibt auch verschiedenes Wetter, das die Umgebung beeinflusst.

Atelier Firis ist wieder komplett in Englisch, was auf jeden Fall normale Englischkenntnisse voraussetzt. Die Synchronsprecher von Sophie und Plachta sind die gleichen, wie im Vorgänger. Alle anderen leisten auch super Arbeit und vertonen die Charaktere so, wie man sie sich vorstellt. Firis ist teilweise etwas kindlich, übermütig und aufgedreht. Genau das schafft die Synchronsprecherin umzusetzen. Leider sind wieder nicht alle Zwischensequenzen mit Sprachausgabe unterlegt, was teilweise sehr komisch wirkt.

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Fazit

Atelier Firis handelt zwar auch von der Alchemie, verfolgt aber ein ganz anderes Spielprinzip als Atelier Sophie. Diesmal sind es auch nicht einzelne Abschnitte, die man besuchen kann, sondern es ist mehr als Open-World aufgebaut. Dadurch entsteht viel mehr Freiraum beim Spielen und beim Handeln. Das Kampfsystem gefällt mir besser, als das vom Vorgänger. Einfach entscheiden zu können, wer denn jetzt verkloppt wird, ist ein schönes Gefühl. Sehr gefallen hat mir auch, dass altbekannte Gesichter im Spiel auftauchen. Wer Atelier Sophie nicht gespielt hat, wird diese nicht erkennen, aber ich habe mich umso mehr gefreut. Ich persönlich finde auch, dass sich Atelier Firis runder anfühlt als Atelier Sophie. Trotzdem kann ich beide Spiele Rollenspielfreunden empfehlen.

 

Positiv

  • Alte Bekannte mit an Bord
  • Mehr Flexibilität im Kampf
  • Open World
  • Etliche Rezepte und Materialien
  • Viele Stunden Spielzeit

Negativ

  • Wieder nicht alle Zwischensequenzen mit Sprachausgabe
  • Anfang zieht sich etwas
82
Dominik Probst

Geschrieben von: Dominik Probst

Informatik-Student und Hobby-Spieleentwickler. Nebenbei auch noch auf Youtube als Let's Player unterwegs. Gamer aus Leidenschaft seit meiner Kindheit, mit einem Faible für die komplette "The Legend of Zelda"- und "Halo"-Reihe.

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Neueste Kommentare

  • Stephanie Walter Stephanie Walter: Ich glaube, es kommt einfach darauf an, was man gerne spielt. Klar lassen sich Taktik und Teamplay nicht mit einem Titel wie Battlefield vergleichen aber ich denke, dass trotzdem viele Spaß an Battlefront II haben werden. Gerade auch Gelegenheitsspieler, die schnell mal ne Runde zocken wollen. Ihr hab natürlich Recht, die Grafik und das Feeling stimmen und vielleicht tut sich in Sachen Teamplay noch ein bisschen was vorm Release, gerade bei den Gruppenpunkten wäre das wünschenswert. Ich freue mich auf jeden Fall richtig auf die Kampagne.
  • Daniel Walter Daniel: Ist das erste Mal, dass ich es am PC spiele, früher stundenlang an der PS2 :-)
  • Dominik Probst Dominik Probst: Das kam 2005 raus? Oh man.. Ich werd alt... xD Hab das mit meinem Bruder gesuchtet :D