ARMS – Multiplayer-Prügelei mit langen Armen

Nintendo hat mit ARMS ein neues Party- und Prügelspiel auf Nintendo Switch herausgebracht. Wir haben es uns für euch angesehen und wie es sich in unserem Test schlägt, findest du jetzt heraus.

In ARMS gibt es keine richtige Handlung die verfolgt wird, jeder Charakter hat nichtsdestotrotz seine eigene, wenn auch sehr kleine, Geschichte. Diese erfahren wir im Grand Prix für 1 oder 2 Spieler, einem der insgesamt sechs verfügbaren Spielmodi. Dort begleiten wir einen Kämpfer durch zehn verschiedene Schlachten, um ganz groß rauszukommen. Zehn kräftige Recken stehen uns zur Auswahl.

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Im nächsten Modus Versus für bis zu 4 Spieler stellen wir unsere eigenen Regeln für den Kampf auf, so wie wir es gerade möchten. Wir können zwischen einem normalen Kampf, einem Teamkampf, bei dem man 2-vs-2 spielt, dem Volleyballspiel oder Basketballspiel entscheiden. Bei Letzterem muss der Gegner im Korb landen. Es gibt noch zwei weitere, diese wären Ins Schwarze, bei dem Zielscheiben zerstört werden müssen und einen Hundertkampf, bei dem, wie der Name schon verrät, 100 Gegner besiegt werden müssen.

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Nach Versus gibt es noch den normalen Standardkampf für 1 oder 2 Spieler, sowie einen Ranglistenkampf für 1 Spieler, einen Modus um online gegen Freunde anzutreten und einen Modus um gegen Lokale, also Spieler in der Nähe, anzutreten. Zusätzlich existiert noch das ARMS-Diagramm, bei dem wir alle Charaktere mit ihren ARMS ansehen können. Wie der Name schon verrät, sind die ARMS die Arme und gleichzeitig auch die Waffen der Spieler. Jeder Charakter besitzt zu Beginn drei verschiedene. Im Laufe des Spiels sammelt man Punkte, zum Beispiel durch das Absolvieren von Standardkämpfen oder im Modus Grand Prix. Je besser man spielt, desto mehr Punkte bekommt man. Schlägt man seinen Gegner beispielsweise K.O., ohne getroffen zu werden, erhält man statt einem Punkt gleich zwei. Mit diesen können wir im ARMS-Depot neue ARMS erspielen. Dafür müssen wir etliche Punkte hinlegen, um dann ein Zeitfenster zu bekommen, in dem man unter anderem Zielscheiben und auftauchende Pakete zerstören muss. In den Paketen sind dann neue ARMS. An sich eine wirklich coole Idee, leider sind alle im Spiel inbegriffenen ARMS direkt zu Beginn verfügbar und jeder Charakter kann alle ARMS haben.

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Kommen wir nun zu dem wichtigsten: den Kämpfen, denn darum dreht sich ja ARMS. Jeder Kampf, außer im Modus Versus, läuft nach dem Prinzip Best-Of-Three. Wer also zwei Runden gewonnen hat, gewinnt das Match. Bevor ein Kampf beginnt, können wir zwischen jeweils drei ARMS für unsere beiden Arme wählen. Danach gilt es den oder die Gegner zu verkloppen. Dafür nehmen wir uns die Joy-Cons in die Hand und mittels Bewegungsteuerung bewegen wir den linken oder den rechten Arm. Im Tutorial wird uns noch erklärt, wie wir verteidigen, springen, sprinten und greifen können. Das Beste an den ARMS ist, dass sich so gut wie jede individuell spielen lässt und ihre eigene Taktik benötigt. Es lässt sich sogar die Flugbahn der einzelnen Schläge kontrollieren, um so am Ende des Schlages beispielsweise noch nach rechts zu ziehen. ARMS steuert man nicht nur mit der Bewegungssteuerung der Joy-Cons, sondern auch in der Joy-Con-Halterung, mit den Joy-Cons an der Switch befestigt, mit nur einem Joy-Con oder aber mit dem Pro Controller. Jeder Spieler sollte so auf seine Kosten kommen.

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Es kann im Kampf auch immer mal wieder vorkommen, dass sich unsere Spezialangriffsleiste füllt. Dieser Spezialangriff sollte auf jeden Fall eingesetzt werden, da man dann dauerhaft zuschlagen kann, ohne dass unsere ARMS ewig auszuholen brauchen. Im Spiel können auch ab und an Items auftauchen, so gibt es Drinks, die unsere Lebensenergie oder unsere Spezialangriffsleiste auffüllen, oder aber Bälle, die dem Gegner und natürlich auch uns Schaden zufügen können. Wem die Kämpfe irgendwann zu leicht werden sollten, der kann zwischen den sieben verschiedenen Schwierigkeitsgraden der Computergegner wählen.

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Grafisch sieht ARMS ganz gut aus. So wurden die verschiedenen Arenen schön inszeniert. Auch an die Kleinigkeiten, wie herabfallende Blätter vom Baum oder Konfetti, das vom Publikum geworfen wird, wurde gedacht. Bei unseren Kämpfen schauen natürlich auch Zuschauer zu, die im Hintergrund herumspringen und jubeln. Die Kämpfer sehen alle scharf aus und ihre Animationen sind flüssig. Begleitet werden die Kämpfe natürlich von einer Hintergrundmusik, die uns zusammen mit den anderen Geräuschen sehr gut in das Geschehen eintauchen lassen. Überall knallt und kracht es, wenn wir unsere ARMS auf den Gegner abfeuern und treffen. Es stört auch nicht, dass die Audioausgabe von ARMS auf Englisch ist, da der Text auf Deutsch ist.

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Fazit

Ich finde, dass ARMS eigentlich ein gutes Spiel ist, mir persönlich aber etwas zu eintönig und Multiplayerlastig ist. Die Steuerung ist wirklich gut umgesetzt und fühlt sich präzise an. Auch die Möglichkeit, etliche ARMS pro Charakter zu bekommen ist eine schöne Idee. Leider kann jeder die gleichen ARMS bekommen und man hat direkt zu Beginn alle schon freigespielt. Dadurch fehlt mir persönlich ein wenig die Langzeitmotivation, die andere aber Wiederrum in den Ranglistenkämpfen finden mögen.

 

Positiv

  • Viele verschiedene ARMS
  • Steuerung fühlt sich präzise an
  • Etliche verschiedene Modi

Negativ

  • Alle ARMS von Anfang an schon verfügbar
  • Wenig Einzelspielercontent und -motivation
  • Wenige Items
75
Dominik Probst

Geschrieben von: Dominik Probst

Informatik-Student und Hobby-Spieleentwickler. Nebenbei auch noch auf Youtube als Let's Player unterwegs. Gamer aus Leidenschaft seit meiner Kindheit, mit einem Faible für die komplette "The Legend of Zelda"- und "Halo"-Reihe.

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  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Black Flag hat mich von der Story her nicht packen können, hatte mir mehr erwartet und das Gameplay war damals einfach nichts für mich. Ist ja aber immer so, wenn in/an einer Serie was geändert wird, gibt es immer unterschiedliche Meinungen.
  • Daniel Walter Daniel: Ich war immer ein Fan der alten Herangehensweise und vermisse es daher im neuen Teil ein wenig. Trotzdem ist Origins wirklich gut, auch wenn es nicht an meine Favoriten AC 2 und AC Black Flag heranreicht.
  • Tim-Oliver Siegwart Tim-Oliver Siegwart: Die Neuausrichtung gefällt mir sehr gut. Die Architektur ist wunderschön und die Story gut gemacht. Auch die vielen Nebenquests und jetzt mit Level 40 die Community Events sind super. Das ewige geklettere und Dauerblocken aus den Vorgängern war einfach idiotisch, finde das jetzt überzeugender.