Sound BlasterX H7

Von am in Creative

Sound BlasterX H7

„CLEARER,LOUDER,HARDER,BETTER“. Mit diesem Slogan bewirbt Creative sein neues 7.1 Gaming-Headset „BlasterX H7“. Wir haben ein Exemplar zum Testen erhalten und im Folgenden unsere Eindrücke einmal zusammengefasst.

Test Musik

Zwar ist das Headset hauptsächlich für das Gaming gedacht, aber auch Musikliebhaber kommen mit diesem guten Stück voll auf ihre Kosten. Die großen, im Durchmesser 50 mm messenden Treiber liefern satten und sauberen Ton. Kein Krachen oder Kratzen, auch bei voller Lautstärke. Egal über welchen Eingang, der Sound ist immer klar und deutlich und so kann man auch endlich den vollen Umfang seiner Lieblingstitel genießen. Egal ob Klassik, Rock, Metal oder Techno. Softwareseitig kann man für jede Musikart das Beste aus der Hardware herausholen.

Test Games

Für Gamer bietet das H7″ natürlich die meisten Vorteile. Dank des 7.1 Surround-Sounds und der extrem klaren Wiedergabe entgeht einem kein noch so kleines akustisches Detail mehr. Wir haben in unserem Test als Shooter „Call of Duty: Advanced Warfare“ auf der PS4 gespielt. Zwar ist hier nur 5.1 Sound möglich, doch auch dieser verschafft dem Spieler einen fast unfairen Vorteil. Richtig eingestellt kann man ohne größere Probleme orten, wo sich der Gegner befindet. Auch „The Last of Us: Remastered“ profitiert von dem klaren, deutlichen Sound. Herunterrieselnder Schnee, knackende Äste, Gegner die durch den Schnee stapfen, wie viel mehr ein einfaches Headset an Geräuschen wiedergeben kann ist unfassbar. Hier kann man die gesamte Arbeit genießen, die die Sounddesigner in das Spiel gesteckt haben. Auch das aktuelle „Uncharted 4“ bietet so viel mehr Umfang als man mit einem Stereoheadset oder gar einfachen Lautsprechern vermutet hätte. Die Dialoge sind klar verständlich und das Gefühl, ins Spiel einzutauchen, steigt deutlich, wenn die Quelle der Geräusche nicht nur optisch, sondern auch akustisch die Position ändert.

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Test Film

Was macht man nach einer anstrengenden Partie „CoD“, „Battlefield“, „Counterstrike“ und Co? Gemütlich einen Film schauen. Und dafür muss man das „H7“ nicht einmal absetzen. Wir haben uns u.a. „Avatar-Aufbruch nach Pandora“, „Iron Man“ und „Deadpool“ angesehen und das Kinofeeling war von Anfang bis Ende gegeben. Mit dem richtigen Setting sind weder Bässe zu dominant, noch Gespräche zu dumpf. Mit ein klein wenig Mühe beim Einstellen bekommt man einen wunderbar ausgewogenen Klang auf die Ohren. So verhält es sich generell auch bei den anderen Testkategorien: Die Einstellung macht den Unterschied.

Test Mikro

Eine Schwachstelle vieler Headsets ist das Mikrofon. Zwar kann man auch in diesem Falle keine astreine Studioqualität erwarten, doch für ein abnehmbares Mikrofon aus dieser Kategorie liefert es einwandfreie Ergebnisse. Die Geräuschunterdrückung leistet gute Dienste und jedes Wort kommt klar, unverzerrt und ohne Rauschen an. Hier hat man erfreulicherweise nicht gespart.

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Test Komfort

Verstärktes Stahlkopfband, „50 mm“ große Treiber, Aluminiumbauweise. Was sich nach einem echten Schwergewicht anhört, ist ein erstaunlich leichtes und filigranes Stück Hardware geworden. Mit Kunstleder bezogene Ohrpolster und ein angenehm weiches, großes Polster am Kopfband sorgen für ein sehr angenehmes Tragegefühl, auch über längere Zeit. Kein Drücken, auch nicht bei Brillenträgern, stört die Gaming-Session. Der einzige Nachteil gerade bei den Ohrpolstern ist, dass man gerade an heißen Tagen doch recht ordentlich schwitzt, was aber während des Tragens nicht unangenehm auffällt. Einzig die Kabel könnten etwas stören. Beim Zocken am PC mag es noch annehmbar sein, aber wenn man sich beispielsweise beim Film anschauen gemütlich zurücklehnen will, könnte man schon Probleme bekommen.

Kompatibilität, Konnektivität

Anschließen kann man am „H7“ grundsätzlich erst einmal jedes Device mit 3,5mm Klinkenbuchse oder USB. Über den analogen Klinkenanschluss können Tablets, Smartphones, Fernseher und damit verbundene Spielekonsolen oder auch der PC angeschlossen und mit Strom sowie Daten versorgt werden. Die meisten Computernutzer werden aber wohl eher die digitale Variante via USB bevorzugen, über die auch die Einstellungen des Headsets vorgenommen werden. Somit ist Creatives aktuelles Flaggschiff, logischerweise, ein kabelgebundener Vertreter seiner Art und man sucht Bluetooth, WLAN und andere kabellose Übertragungsarten vergeblich.

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Verarbeitung

Wie bereits erwähnt kommen bei diesem Headset unter anderem Stahl und Aluminium zum Einsatz, ebenso wie Leder und Textilummantelte Anschluss- sowie Speaker-Verbindungskabel. Kein Klavierlack oder anderes Blingbling. Nichts wackelt, klappert oder fühlt sich billig an. Das Aluminiumgehäuse hat eine leichte Struktur und ein eingearbeitetes Sound BlasterX-Logo, bei dem das X sogar rot beleuchtet ist. Auch das abnehmbare Mikrofon macht einen soliden Eindruck, rastet sicher ein und scheint nicht jeden Moment abfallen zu können. Ebenso wie das Kopfteil fühlt sich das Bedienteil, über das man das Mikrofon stumm schaltet, die Lautstärke einstellt und Anrufe annimmt bzw. Medienplayer pausiert oder wieder startet, wertig und stabil an.

Lieferumfang und Zubehör

Geliefert wird das „SoundblasterX H7“ in einer bereits vom kleineren Bruder „H5“ bekannten runden Hartplastikhülle mit durchsichtigem Deckel. Darin befindet sich zum einen das Headset selbst mit einem etwa 35cm langem Anschlusskabel samtBedienteil, sowie ein 3,5mm Klinkenkabel und ein Mikro-USB-Kabel. Zudem kommen noch die bekannten Faltzettel mit einer kleinen Bedienungsanleitung sowie Garantie-Hinweisen. Um in jeder Situation das Maximum an Sound zu erhalten, hat Creative zwei kleine Programme zum Download auf ihrer Homepage in Petto. Zum einen den „X-Plus Configurator“, der die Möglichkeit bietet, vordefinierte Settings für verschiedene Spieleserien auf das Headset zu laden. Die zweite, erheblich umfangreichere Möglichkeit ist die „BlasterXAcoustic Engine Pro“. Dieses Tool gibt dem Nutzerdie volle Kontrolle über die Soundwiedergabe. Zwar sind auch hier diverse Voreinstellungen hinterlegt, doch kann der Spieler nach eigenem Gutdünken entscheiden, wieviel Bass er braucht, wie stark das Surround-Setting hervortreten soll, oder ob Dialoge lauter oder leiser sein sollen. Weiterhin kann über den Equalizer, ebenfalls mit etlichen Voreinstellungen, die einzelnen Frequenzen in ihrer dB-Zahl variiert werden. Für Multiplayer-Fans, die auch gerne mit Freunden reden und gerne mal den Spaßmacher mimen, gibt es die „Voice-FX“. Ob Kleinkind, Greis, Monster oder Dämon, der Veränderung der Stimme sind quasi keine Grenzen gesetzt und der Spaß im Voice-Chat ist garantiert. Zuguter Letzt sind noch Kleinigkeiten wie Balance, Lautstärke oder Beleuchtung einstellbar. Insgesamt ist der Lieferumfang nicht überladen, bietet aber alles, was man braucht. In Punkto Einstellbarkeit und Software muss man dem Hersteller ein wirkliches Kompliment machen. Ein so tiefgründig individualisierbares Produkt findet man nicht oft und wenn, dann in der Regel nur gegen bare Münze.

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Technische Daten

• USB-Konnektivität für verlustfreien High-Definition-Digitalsound und 7.1-Surround-Sound (nur am PC)
• Analoge Anschlussmöglichkeit (für Smartphone, Tablet etc.)
• Leichtes, flexibles und ergonomisches Design
• Reaktive 50mm-FullSpectrum-Treiber
• Abnehmbares Mikrofon mit Geräuschunterdrückung
• Inline-Bedienelement mit Lautstärke-, Mikrofon- und Wiedergabe-Steuerung
• Austauschbare Kunstleder-Memoryschaum-Ohrpolster

Fazit
Das Creative „SoundblasterX H7“ ist ohne Übertreibung ein High-End Gaming-Headset, dass seinen Preis von aktuell rund 160 Euro durchaus wert ist. Wer ein qualitativ hochwertiges Headset sucht, ist hier genau richtig. Selbst die etwas zu kurz geratenen Anschlusskabel trüben den positiven Eindruck nicht wirklich.

Positiv

  • Solide Verarbeitung
  • Umfangreiche Software
  • Klarer Ton
  • Gutes Mikrofon

Negativ

  • Kurze Anschlusskabel
  • Nur USB und Klinkenstecker
90
Florian Richter

Geschrieben von: Florian Richter

Nerd,Technikbegeistert, Gamer aus Überzeugung. Nebenbei auch noch auf YouTube ab und zu aktiv. Fan der Uncharted - und Ratchet&Clank - Spielereihe.

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  • Nicole: Damit kann mein Sohn in der Schule die Zeit überbrücken ohne ermahnt zu werden da geräuschlos im Gegensatz zu vielen anderen Stressspielzeugen :-) Die Farbe ist egal, sind alle toll... Favoriten wären schwarz oder türkis...
  • Janis: Oh ich brauche dringend einen! Allein weil nicht immer ein Kugelschreiber o.ä. greifbar ist, und ich damit viel mehr Variation habe:)) Schwarz oder schwarz/weiß bitte
  • Christopher: Hallo, das hört ich interessant an ! Ich wackel immer mit dem ganzen Bein. Farbe : schwarz/weiß Gruß Chris