Sound BlasterX H3

Von am in Creative

Sound BlasterX H3

Die Produktpalette von Creative enthält etliche Gaming-Headsets, und was liegt näher, als sich diese einmal näher anzusehen? Genau deswegen haben wir das „Sound BlasterX H3“ für 69,99 € unter die Lupe genommen. In unserem Test wird die Soundqualität mit einem „Beyerdynamic DT 990 PRO“ Studiokopfhörer und einem „t.bone SC 450 USB“ Mikrofon verglichen.

Produktbilder

Wie man auf den folgenden Bildern sehen kann, ist das H3 in einem schlichten Design gehalten. Es ist komplett Mattschwarz und besitzt auf jeder Ohrmuschel das „Sound BlasterX“ Logo, wobei das „X“ in kräftigem Rot als optischer Augenfang benutzt wird.

Test Musik

Wenden wir uns nun erstmal der Klangqualität beim Musik hören zu. Es fällt als erstes auf, dass das H3 vergleichsweise wenig Bass hat, im Gegensatz zu unserem DT 990 Pro. Das merkt man vor allem dann, wenn man die Lautstärke an der In-Line-Fernbedienung komplett aufdreht. Abhilfe schafft es, wenn man den Regler auf 50% herunterschraubt und dafür den Sound des Ausgabegeräts erhöht. Damit gehen die Höhen etwas runter und man spürt mehr Bass. Damit klingt auch Dubstep gut. Die Höhen werden relativ klar dargestellt und die Mitten sind neutral.

pdt_22565

Test Gaming

Die Gegnerortung in Shootern funktioniert gut, mit der Ausnahme, dass es schwer fällt, herauszufinden, ob ein Gegner vor oder hinter uns steht. Das gleiche Ergebnis stellt man ebenfalls fest, wenn in der „BlasterX Acoustic Engine Lite Software“ ein Test ausgeführt wird, bei dem ein Helikopter in 360 Grad um uns herumbewegt werden kann. Auch hier wird es schwer, den Unterschied zwischen vorne und hinten herauszuhören. Ansonsten kann man für den Preis nicht über die Soundqualität meckern, außer, dass es ganz leicht blechern klingt. Einen Pluspunkt bekommt das H3 dafür, dass man fast keine Außengeräusche wahrnimmt. Somit kann man komplett in ein Spiel abtauchen, ohne von außen gestört zu werden.

Test Film

Bei Filmen klingt das H3 genauso, wie bei Musik respektive beim Gaming.

Test Mikro

Kommen wir jetzt zum Test des Mikros. Als erstes sei gesagt, dass dieses abnehmbar ist und an der linken Ohrmuschel befestigt wird. Es besitzt einen Schaumstoffüberzug, der jedoch abgenommen werden kann. Über die In-Line-Fernbedienung kann das Mikro an- und ausgeschaltet werden. Wir haben es unter anderem in Skype und in einem Let’s Play getestet. Dabei fällt allerdings auf, dass es eher dumpf und blechern klingt als klar. Erfreulicherweise ist es dabei komplett rauschfrei.

pdt_22565.3

Tragekomfort bei über einer Stunde

Viele Headsets sind in der ersten Stunde total bequem, aber je länger man sie auf dem Kopf hat, desto unangenehmer werden sie. Um dies zu verhindern und den Tragekomfort zu erhöhen, benutzen etliche Hersteller Polster am Kopfbügel oder eben an der Ohrmuschel. Beim H3 wurde auf die zusätzliche Polsterung am Kopf verzichtet, so dass nur ein kleiner Schaumstoffstreifen den Kopf abstützt. Die Ohrmuscheln sind jedoch sehr bequem und aus einem angenehm weichem Material gefertigt. In unserem Test konnte das H3 auch noch nach etlichen Stunden einen angenehmen Eindruck auf dem Kopf hinterlassen.
Kompatibilität mit Tablets, Smartphones, Konsolen

Durch die 3,5mm Klinke lässt sich das H3 an jedes beliebige Gerät anschließen. An Konsolen benötigt man kein weiteres Zubehör, um das Sound- sowie das Mikrofonsignal zu übertragen. Für den PC wird ein Mikrofon-Splitter-Kabel mitgeliefert, was benutzt werden sollte. Ansonsten nimmt die Klangqualität ab.

Verarbeitung

Das H3 wirkt stabil und fühlt sich in der Hand gut an. Die Verarbeitung ist gut, allerdings hört man ein Klackern, sobald man, egal ob im ausgefahrenen oder eingefahrenen Zustand, die Ohrmuscheln bewegt. Leider hört man auch bei diesem Headset ein Kratzen im Ohr, sobald ein Kabel berührt wird. Die Geräusche, die beim aufgesetzten Headset auftreten sobald es angefasst wird, sind relativ laut. Im Allgemeinen sollte dies zwar nicht stören, dennoch sollte es auf jeden Fall erwähnt werden.

Umfang, Treiber, Anleitung, Zubehör

Sound BlasterX H3 Headset, ein festes 1,2m / 3,9ft Kabel mit integrierter Bedienung. Audio-Erweiterung / Mikrofon-Splitter-Kabel 1,2 m und eine Kurzanleitung. Er kann direkt über die Website heruntergeladen werden und beinhaltet die „BlasterX Acoustic Engine Lite Software“, die nicht wirklich notwendig ist. Darin kann zwischen verschiedenen Profilen gewählt werden, die allerdings nicht selbst anpassbar sind. In unserem Test haben wir die Software nicht genutzt, da ohne sie bessere Ergebnisse zu Stande gekommen sind.

pdt_22565.1

Technische Daten

  • Zuallererst findest du hier einmal die Spezifikationen des Headsets.
  • Audioprozessor: BlasterX Acoustic Engine Lite (voreingestellte Profile)
  • Audiotreiber: 40-mm-FullSpectrum-Treiber
  • Frequenzumfang des Headsets: 20Hz ~ 20kHz
  • Schnittstelle: 3,5 mm-Stereoeingang
  • Unterstützte Spielekonsolen: PlayStation 4 und Xbox One über 3,5-mm 4-Pol-Audiokabel
  • Mikrofon:
  • Mikrofontyp: Unidirektional
  • Abnehmbar: Ja
  • Frequenzumfang: 100Hz ~ 15kHz
  • Empfindlichkeit: -40dB
  • In-Line-Fernbedienung:
  • Lautstärkeregelung
  • Mikrofon-Stummschaltung

Fazit
Für den Preis von 69,99 € ist das „H3“ von Creative ein gutes Headset mit leichten Defiziten. So klingt das Mikro etwas dumpf und blechern und die allgemeine Soundqualität kommt natürlich nicht an unseren Studiokopfhörer ran. Dafür allerdings ist es nach stundenlangem Raid oder Online Battle immer noch angenehm zu tragen und fühlt sich leicht auf dem Kopf an.

Dominik Probst

Geschrieben von: Dominik Probst

Informatik-Student und Hobby-Spieleentwickler. Nebenbei auch noch auf Youtube als Let's Player unterwegs. Gamer aus Leidenschaft seit meiner Kindheit, mit einem Faible für die komplette "The Legend of Zelda"- und "Halo"-Reihe.

Keine Kommentare bisher.

Kommentar oder Antwort hinzufügen

Neueste Kommentare

  • BASSTRO: Passiert zufällig und ist nicht zu verhindern außer du belebst ihn wieder
  • Christian: Lässt noch nicht viele Schlüsse zu, aber eine leere, etwas heruntergekommene Stadt mit deutlichen Zeichen der Verwüstung... Das spricht vielleicht für ein Zombie-Setting oder ähnliches. Kann ich mir aber auf der anderen Seite nicht vorstellen, da das Thema mit Metro, H1Z1 Just Survive, The Division & Co. schon ziemlich ausgelutscht ist. Denkbar wäre auch ein Post-Apokalyptisches-Szenario wie in der Fallout-Reihe. Das wären allerdings ziemlich große Fußstapfen. Aber vielleicht überrascht Bandai auch mit einer ganz neuen Idee? Verlassene Städte haben ja erstmal immer einen gewissen Reiz und bieten viel Raum für Geschichten und laden zum erkunden ein. Ich bin gespannt.
  • BASSTRO: Hallo Was bedeutet transparenter Held automatischer klicke?